Tvøroyri

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Tvøroyri im Winter
Gesamtansicht der Stadt.
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Lage der Kommune

Tvøroyri [ˈtvøːɹɔiɹɪ] (dänischer Name: Tverå) ist der Hauptort von Suðuroy (Färöer). Die gleichnamige färöische Kommune ist mit ca. 2000 Einwohnern die größte auf Suðuroy und viertgrößte des gesamten Archipels.

  • Einwohner: 1.179 (1. Januar 2007)
  • Postleitzahl: FO-800
  • Kommune: Tvøroyrar kommuna
  • Fußballverein: TB Tvøroyri

Überblick[Bearbeiten]

Die charakteristische Kirche von Tvøroyri

Tvøroyri hat einen Fischerei- und Handelshafen und eine gute Infrastruktur als Hauptort der Insel. Unter anderem befinden sich hier ein Hotel, Lokalmuseum, eine der vier Apotheken der Färöer und das Krankenhaus von Suðuroy.

Tvøroyri gehört zu den Orten auf den Färöern, die keine Straßennamen haben. Heute bildet es mit den benachbarten Orten Trongisvágur und Froðba ein lokales Ballungszentrum entlang des schützenden Fjords Trongisvágsfjørður.

Tvøroyri ist der jüngste Ort auf Suðuroy. Es entstand erst 1836 nachdem der dänische Monopolhandel hier einen Laden errichtete. Sehenswürdigkeiten sind die charakteristische Kirche und die hinter ihr emporragenden Säulenbasalte (Foto). Diese Formationen sind in dieser Art ungewöhnlich für die Färöer.

Alle zwei Jahre (mit ungeraden Jahreszahlen, an geraden Jahreszahlen ansonsten in Vágur) findet hier um den 24. Juni herum das Volksfest Jóansøka statt. Es ist ein Sport-, Kultur- und Musikfestival und Höhepunkt des Jahres auf Suðuroy.

Hafen und Verkehr[Bearbeiten]

Der Hafen von Tvøroyri liegt geschützt im Trongisvágsfjørður und hat eine Tiefe von 7 Metern. Er ist neben dem von Vágur der wichtigste Hafen von Suðuroy. 13 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 4243 Bruttoregistertonnen haben hier ihren Heimathafen. Zwölf davon sind Fischereifahrzeuge (Stand 2002). Gemessen an der Flotte ist der Hafen von Tvøroyri der fünftwichtigste des Nordatlantik-Archipels.

Hier legt als wichtige regionale Verkehrsanbindung täglich die Autofähre Smyril an, die Tvøroyri mit der Hauptstadt Tórshavn verbindet. Die Fähre dient nicht nur dem Personenverkehr, sondern durch sie wird auch der Handel mit der Außenwelt abgewickelt. Die in die Jahre gekommene Fähre wurde 2005 durch eine hochmoderne Nachfolgerin gleichen Namens abgelöst.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahlen der Gemeinde Tvøroyri jeweils zum 31. Dezember.

  • 1989: 2122
  • 1995: 1831
  • 2001: 1837
  • 2002: 1867

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick zum Krankenhaus und zum Park Viðarlundin við Suðuroyar Sjúkrahús

Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die weithin sichtbare Kirche, die 1907 aus in Norwegen vorgefertigten Teilen zusammengesetzt wurde. Gegenüber von ihr wurde ab 1968 der Viðarlundin við Tvøroyrar kirkju, ein kleiner Park und damit eine Rarität auf den Färöer, mit einer Größe von 0,38 ha angelegt. Ein weiterer Park, der Viðarlundin við Suðuroyar Sjúkrahús, entstand ab 1970 am Krankenhaus, er wurde unter anderem für die Patienten angelegt und ist 1,08 ha groß. Sehenswert ist auch das Museum, in dem bis 1926 eine Arztpraxis untergebracht war. Am Hafen stehen einige gut erhaltene bzw. restaurierte alte Lagerhäuser sowie ein altes Geschäftshaus ("Krambúð") von 1856, in dem heute ein kleines Café untergebracht ist.

Kirche (1907), vom Park aus gesehen.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Wald Viðarlundin í Trongisvági, einer der größten Wälder der Färöer, mit Spazierwegen und Grillplätzen am Bach Rangá.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der ehemalige Ministerpräsident der Färöer, Jóannes Eidesgaard, stammt aus Tvøroyri und war hier lange Lehrer. Nun wohnt er in der Hauptstadt Tórshavn. Einer seiner Vorgänger stammt – wie viele Sozialdemokraten – auch von hier: Atli Pætursson Dam (1932–2005). Ein anderer Ministerpräsident war Kristian Djurhuus (1895–1984), der hier zwar nicht geboren ist, aber die meiste Zeit seines Lebens wohnte.

Der Kapitän der färöischen Fußballnationalmannschaft, Óli Johannesen, ist hingegen, trotz der umständlichen Verkehrsanbindung, hier geblieben und spielt im Verein TB Tvøroyri.

Den Grafiker und bekannten Briefmarkengestalter Anker Eli Petersen hat es nach Dänemark verschlagen.

Der junge Popstar Brandur Enni lebt seit seiner Geburt hier.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tvøroyri – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

61.555555555556-6.8030555555556Koordinaten: 61° 33′ N, 6° 48′ W