Twinaxialkabel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Twinaxstecker

Twinaxialkabel (Twinax-Kabel) bestehen aus einem Paar verdrillter Kupferadern (Innenleiter) in einem Dielektrikum und einer Schirmung (Außenleiter). Twinaxialkabel werden in der Computertechnik zum verlustarmen Übertragen von symmetrischen Signalen verwendet.

Es ist mit dem Triaxialkabel verwandt, dessen zwei Leiter nicht verdrillt, sondern konzentrisch ineinander angeordnet sind.

IBM Twinax[Bearbeiten]

Twinaxkabel wurden von IBM für 5250-Terminals und Drucker zur Anbindung an IBM Midrange Hosts (AS/400, S/38, S/36) genutzt. Die Datenübertragung erfolgt in Halb-Duplex bei 1 Mbit/s, über ein einzelnes geschirmtes 110 Ω Twisted Pair Kabel.

Bei Twinax können sieben Geräte adressiert werden, von Stationsadresse 0 bis 6.

Durchgehende Twinaxkabel können bis zu einer Distanz von 1,6 km eingesetzt werden. Twinax ist eine Bustopologie, welche eine Terminierung benötigt. Die meisten Twinax T-Verbinder verfügen über eine automatische Terminierung. Für die Gebäudeverkabelung wird heute meist Kategorie 3 oder höheres Twisted-Pair-Kabel genutzt. Baluns wandeln Twinax zu Twisted Pair. Hubs können eine Bustopologie in eine Sterntopologie überführen.

Twinax wurde als Ersatz für serielle Terminals über RS-232 entwickelt. Der Hauptvorteil ist die hohe Geschwindigkeit (1 Mbit/s gegenüber 9600 bit/s) und mehrere adressierbare Endgeräte je Verbindung. Der Nachteil besteht in der proprietären Twinax-Verkabelung.