Twisted Sister

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Twisted Sister
Twisted Sister 2007
Twisted Sister 2007
Gründung 1973
Genre Hard Rock, Glam Rock, Heavy Metal, Hairspray-Metal
Website http://www.twistedsister.com/
Aktuelle Besetzung
Gesang Daniel „Dee“ Snider (seit 1976)
Gitarre John „Jay Jay“ French (seit 1973)
Gitarre Eddie „Fingers“ Ojeda (seit 1975)
Bass Mark „The Animal“ Mendoza (seit 1978)
Schlagzeug Anthony Jude „A.J.“ Pero (1982-1987, seit 1997)
Ehemalige Mitglieder
Gesang Michael „Valentine“ O’Neill (1973-1974)
Gesang Frank „Rick Prince“ Karuba (1975)
Gitarre Billy „Diamond“ Stiger (1973-1974)
Gitarre Keith „Angel“ Angelino (1975)
Bass Kenneth Harrison-Neill (1973-1978)
Schlagzeug Mell „Starr“ Anderson (1973-1974)
Schlagzeug Kevin John Grace (1975-1976)
Schlagzeug Toni Petri (1976-1980)
Schlagzeug Richie Teeter (1980-1981)
Schlagzeug Joey Brighton (1981-1982)
Schlagzeug Joey Franco (1987)

Twisted Sister ist eine US-amerikanische Hard-Rock-Band, die ihre größten Erfolge in der ersten Hälfte der 1980er feierte. Mit ihrem Glam/Drag-Queen-Image und den eingängigen Songs gehörten Twisted Sister zu den schillerndsten Musikgruppen ihrer Zeit und erreichten Platinstatus in den USA. Zu ihren bekanntesten Liedern gehören die Rockhymnen We're Not Gonna Take It und I Wanna Rock.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Die frühen Jahre

Twisted Sister werden im Februar 1973 in New York City gegründet. Sie treten ab März 1973 als Coverband in Aktion und geben bei Konzerten Songs von den Rolling Stones, David Bowie oder Mott the Hoople zum Besten. Neben French, der sich zu diesem Zeitpunkt noch Johnny Heartbreaker nennt, bestehen Twisted Sister zu Beginn aus Sänger Michael "Valentine" O’Neill, dem zweiten Gitarristen Billy "Diamond" Stiger, dem Bassisten Kenneth Harrison-Neill und Schlagzeuger Mell "Starr" Anderson. 1974 bekommt die Band das Angebot ihren Song "To Serve A Man" für den Soundtrack einer "Twilight Zone"-TV-Episode aufzunehmen. Da Sänger O’Neill aber nicht zu den Aufnahmesessions erscheint, wird daraus nichts.

Im Januar 1975 sind mit Sänger Frank "Rick Prince" Karuba und dem Gitarristen Keith "Angel" Angelino zwei neue Leute an Bord, mit denen die Band einige Demos aufnimmt. Karuba hält es allerdings nicht lange bei der Gruppe, bereits ab April zeichnet Jay Jay French selber für den Gesang verantwortlich. Ende des Jahres ersetzt Eddie Ojeda Keith Angelino an der Gitarre. Für Schlagzeuger Mell Anderson kommt Kevin John Grace. Das Besetzungskarussell dreht sich Anfang 1976 erneut, als Grace durch den Trommler Tony Petri ersetzt wird und Dee Snider als Sänger zur Band stößt. Ab diesem Zeitpunkt wandelt sich auch das Image von Twisted Sister langsam zu einer optischen Kreuzung aus den New York Dolls und Kiss. Im Dezember kommt der ehemalige The Dictators-Basser Mark Mendoza als neues Mitglied zur Band. In dieser Besetzung nehmen Twisted Sister die beiden Singles I'll Never Grow Up Now (1979) und Bad Boys (Of Rock & Roll) (1980) auf. Auch We're Not Gonna Take It soll damals als zweite Single zur Debatte gestanden haben. Aber Dee Snider schaffte es der Legende nach nicht, den Text der Strophen rechtzeitig fertigzustellen. Der Song geriet daraufhin zunächst in Vergessenheit. Nach diesen beiden Singles verlässt Toni Petri die Gruppe und geht zur Band Plasmatics. Er wird erst durch Richie Teeter ersetzt, der später wiederum Joey Brighton Platz machen muss, bevor 1982 schließlich das klassische Twisted Sister Line Up mit A.J. Pero komplettiert wird.

Am 28. Mai 1982 wird die erste EP Ruff Cuts veröffentlicht. Darauf enthalten ist neben drei eigenen Songs auch eine Coverversion des Shangri-Las-Songs Leader Of The Pack. Die EP erscheint bei der britischen Firma Secret Records. Ab diesem Zeitpunkt sorgt die Band international für Aufsehen.

[Bearbeiten] Der Durchbruch

Nach der Veröffentlichung der EP sorgt die Band erstmal in England für Furore. Zwei ausverkaufte Shows im Londoner Marquee Club sowie die Rolle des Openers beim traditionellen Reading Festival erwecken das Interesse von Atlantic Records, die die Band unter Vertrag nimmt. Das Debutalbum Under The Blade erscheint am 18. September 1982 und erreicht Platz 70 der englischen Albumcharts. Kaum ein halbes Jahr später, am 27. Juni, erscheint bereits das zweite Album You Can't Stop Rock'N'Roll. Die Platte schafft es in England bis auf Platz 14 der Charts. Eine US-Tour im Vorprogramm von Blackfoot und Krokus folgt im selben Jahr, wie auch ein Auftritt beim legendären Monsters of Rock-Festival in Castle Donington.

Die Band ist in dieser Periode nicht untätig und so erscheint am 10. Mai 1984 bereits Album Nummer drei, Stay Hungry. Das Album ist nach einem frühen Film von Arnold Schwarzenegger benannt. Spätestens jetzt sind Twisted Sister auch in den USA Superstars. Die Singles The Price, I Wanna Rock und vor allem We're Not Gonna Take It bescheren der Band nicht zuletzt auch durch die Mithilfe von MTV einen durchschlagenden Erfolg. Allein bis zum Sommer '85 werden vier Millionen Exemplare von Stay Hungry verkauft. We're Not Gonna Take It entpuppt sich schnell als ultimativer Partysong, der durch seinen rebellischen Text für eine ganze Generation Jugendlicher spricht. Durch den Einsatz in einem globalen Werbespot erreicht der Song darüber hinaus ein breites Publikum. Auch heute noch gehört der Song in das Repertoire vieler Cover Rock- und Party-Bands. Arnold Schwarzenegger verwendete das Lied auch als Hintergrundmusik für die offiziellen Informationstreffen seiner Gouverneurswahl im Jahr 2003. Durch Europa tourt die Band mit Metallica als Vorband, bevor sie Iron Maiden auf einer ausgedehnten Tournee durch die USA begleiten.

Das vierte Album Come Out And Play erscheint am 9. November 1985. Es enthält mit Leader Of The Pack eine neue Version des gleichnamigen Songs der Ruff Cuts-EP. Im Studio werden sie darüber hinaus von einigen Gästen wie z.B. Alice Cooper, Billy Joel, Don Dokken oder dem Stray Cats-Sänger Brian Setzer unterstützt. Mit dieser Platte legen sie auch ihr Glam-Image ab. Auf den Pressefotos zeigt sich die Band in Jeans und ohne Make Up. Das Album kann nicht an den überwältigenden Erfolg des Vorgängers anknüpfen. A.J. Pero verlässt die Band 1986 und kehrt zu der Band zurück, von der er einst gekommen war, den Cities. Sein Ersatz wird Joey Franco. Das nächste Album wird mit dem Produzenten Beau Hill in Angriff genommen. Love Is For Suckers erscheint am 13. August und repräsentiert nach außen eine gereifte Band. Intern kriselt es jedoch. So bewahrheiten sich später Gerüchte, dass Sessiongitarrist Reb Beach (später Winger, Dokken und Whitesnake) die meisten Gitarrenparts des Albums eingespielt haben soll. Eine US-Tour mit Great White und TNT als Vorbands folgt, bevor Twisted Sister am 10. Oktober 1987 in Minneapolis ihr vorerst letztes Konzert geben. Die Band gibt im Januar 1988 ihre Auflösung bekannt.

[Bearbeiten] Die Zeit danach

Franco und Mendoza touren 1987 in der Band von Leslie West durch Amerika, Mendoza steigt 1989 bei Blackfoot ein. Dee Snider stellt eine neue Band namens Desperado auf die Beine, die in den folgenden Jahren erfolglos versucht, einen Deal an Land zu ziehen. Aus dieser Band resultiert schließlich Widowmaker, mit der Snider 1992 und 1994 zwei Alben veröffentlicht. In diese Band ist auch Joe Franco involviert. Weitere Projekte von Snider sind die Sick Muthafuckers, zu denen u.a. Marilyn Manson-Bassist Twiggy Ramirez und Nine Inch Nails-Gitarrist Robin Fink gehören sowie die Dee Snider Soloband, mit der er im Jahr 2000 ein Album veröffentlicht. Ojeda hingegen veröffentlicht Alben mit seiner Band Scarecrow. Von Twisted Sister gibt es in dieser Zeit ein Best-Of-Album namens Big Hits And Nasty Cuts (1992) sowie eine Live-CD mit dem Titel Live At Hammersmith (1994).

[Bearbeiten] Die Reunion

Im Juli 1997 spielen Twisted Sister drei Lieder beim Jubiläum des legendären New Yorker Clubs Speaks in der Besetzung Snider, French, Ojeda und Pero. Mark Mendoza lehnt weiterhin jede Zusammenarbeit mit Dee Snider ab. 1998 nimmt die Band den Song Heroes Are Hard To Find für den Soundtrack von Strangeland auf. Im Studio sind jedoch nie mehr als zwei Mitglieder gleichzeitig anwesend. Am 3. Oktober des Jahres folgt eine gemeinsame Autogrammstunde. Den ersten kompletten Reunionauftritt absolvieren Twisted Sister im Jahr 2000, als erstmals die gesamte Band bei einem Wohltätigkeitsdinner auftritt. 2001 erscheint das Tributealbum Twisted Forever, bei dem Szenegrössen wie Motörhead, Joan Jett, Lit, Fu Manchu, Overkill, Sebastian Bach, Anthrax, Rapper Chuck D von Public Enemy, Nashville Pussy, Hammerfall, Sevendust und einige andere mitwirken.

Am 28. November desselben Jahres geben Twisted Sister ihr erstes offizielles Konzert seit 14 Jahren beim New York Steel, einer Benefizveranstaltung für die Opfer des 11. Septembers. Aus Pietätsgründen verzichten sie hier auf die übliche grelle Kostümierung. Offiziell ist die Band seit 2003 wieder vereinigt. Neben Konzerten auf US-Luftwaffen- und Marinestützpunkten spielt die Band in Korea, Japan, beim Bang Your Head-Festival in Balingen und beim Sweden Rock-Festival in Sölvesborg. Im März 2004 gehen Twisted Sister ins Studio, um ihr 1984er-Erfolgsalbum Stay Hungry komplett neu und mit sieben Bonustracks versehen einzuspielen. Das von Bassist Mark Mendoza produzierte Album erscheint mit neuem Artwork unter dem Titel Still Hungry am 18. Oktober desselben Jahres. Im Sommer 2004 tourt die Band durch Brasilien, Spanien, Italien, Deutschland, England, die Schweiz, Ungarn und Holland. Im Jahr 2005 erscheint die DVD Live At Wacken – The Reunion. Im Juni 2005 tourt die Band durch Südamerika mit Hammerfall als Support. Im November folgt eine Englandtour, wo sie als Special Guest der Rocklegende Alice Cooper auftreten, dem sie fast 20 Jahre zuvor zu einem Comeback verholfen haben.

[Bearbeiten] Twisted Sister heute

Mit dem im Oktober 2006 erschienenen Weihnachtsalbum A Twisted Christmas wollten Twisted Sister ihre Karriere beenden. Auf dem Album covert die Band bekannte Weihnachtslieder im Rockstil, u.a. enthält die Platte ein Duett mit Lita Ford. Überraschenderweise schaffte es das Album auf Platz 149 der Billboardcharts. In einem Interview vom 7. Februar 2008 erklärt Dee Snider, dass die Band weiterhin auftreten, aber kein neues Album mehr veröffentlichen wird.

[Bearbeiten] Bent Brother

Vor jeder Konzertreise seit der Reunion spielt die Band Konzerte unter dem Namen Bent Brother, bei denen sie ihren Set proben und ohne Make Up auftreten. Die Tickets sind normalerweise günstiger als bei regulären Twisted Sister-Shows.

[Bearbeiten] Diskografie

[Bearbeiten] Studioalben

  • 1982: Under The Blade (18. September)
  • 1983: You Can't Stop Rock 'N' Roll (27. Juni)
  • 1984: Stay Hungry (10. Mai)
  • 1985: Come Out And Play (9. November)
  • 1987: Love Is For Suckers (13. August)
  • 2004: Still Hungry (Neuaufnahme des 1984er Albums) (18. Oktober)
  • 2005: Under the Blade (Neuaufnahme des 1982er Albums)
  • 2006: A Twisted Christmas (Weihnachtsalbum) (17. Oktober)
  • 2009: 25th Anniversary of Stay Hungry

[Bearbeiten] Livealben & Kompilationen

  • 1992: Big Hits And Nasty Cuts (Greatest Hits)
  • 1994: Live At Hammersmith (Live)
  • 1999: Club Daze Vol I - The Studio Sessions (Kompilation)
  • 2001: Club Daze Vol II - Live At The Bars (Kompilation)

[Bearbeiten] Singles & EPs

  • 1979: I’ll Never Grow Up Now
  • 1980: Bad Boys (Of Rock N’ Roll)
  • 1982: Ruff Cuts (EP)
  • 1983: I Am (I’m Me)
  • 1983: The Kids Are Back
  • 1983: You Can’t Stop Rock N’ Roll
  • 1984: We're Not Gonna Take It
  • 1984: I Wanna Rock
  • 1985: The Price
  • 1985: Leader Of The Pack
  • 1985: King Of The Fools
  • 1985: Be Chrool To Your Scuel (mit Alice Cooper)
  • 1986: You Want What We Got
  • 1986: Leader Of The Pack
  • 1987: Hot Love
  • 1990: I Am (I’m Me)
  • 2001: Sin City

[Bearbeiten] Videos & DVDs

  • 1984: Stay Hungry (VHS)
  • 1985: Come Out And Play (VHS)
  • 2005: Live At Wacken – The Reunion (DVD)
  • 2007: A Twisted Christmas Live (DVD)

[Bearbeiten] Tribute Alben

  • 2001: Twisted Forever
  • 2001: Destroyer - Tribute To Twisted Sister

[Bearbeiten] Weblinks

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