Twixt (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Twixt - Virginias Geheimnis
Originaltitel Twixt
Twixt logo.jpg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 89 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
Stab
Regie Francis Ford Coppola
Drehbuch Francis Ford Coppola
Produktion Francis Ford Coppola
Musik Dan Deacon
Osvaldo Golijov
Kamera Mihai Malaimare Junior
Schnitt Kevin Bailey
Glen Scantlebury
Robert Schafer
Besetzung
Synchronisation

Twixt ist ein US-amerikanischer Thriller/Horrorfilm aus dem Jahre 2011 von Regisseur Francis Ford Coppola mit Val Kilmer, Bruce Dern und Elle Fanning in den Hauptrollen. Der Film basiert auf der Kurzgeschichte Twixt, welche von Francis Ford Coppola selbst geschrieben wurde.[2]

Handlung[Bearbeiten]

Hall Baltimore, ein drittklassiger Autor von Hexenromanen, erreicht auf seiner Werbetour für sein neuestes Werk die kleine Stadt Swann Valley, welche als einzige Besonderheit einen Glockenturm mit 7 Zifferblättern hat.
Dort wird ihm vom örtlichen Sheriff Bobby LaGrange vorgeschlagen, ein gemeinsames Buch über einen erst geschehenen Mord an einem jungen Mädchen, welches einen Holzpflock in die Brust gerammt bekommen hat, zu schreiben. Dieses Buch soll „The Vampire Execution“ heißen, der Held des Buches soll der Sheriff selbst sein.

In mehreren Träumen begegnet Baltimore unter anderem Edgar Allan Poe, sowie einem etwa 12 Jahre alten Mädchen, welches sich ihm als Virginia, die den Spitznamen „V“ oder aufgrund ihrer angeblich schiefen Zähne „Vampira“ hat, vorstellt und ihn später um Hilfe bittet. Er besucht in seinen Träumen auch das Chickering Hotel, in welchem vor Jahrzehnten Edgar Allen Poe residiert hat und mittlerweile verfallen ist, und erfährt dort unter anderem vom Turmwächter sowie einer Kellnerin, dass hier 12 Kinder ermordet wurden, ein dreizehntes jedoch fliehen konnte und verflucht wurde.
Edgar Allen Poe begleitet Hall bei seinem Träumen und erzählt ihm auch die Geschichte von Virginia. Hall Baltimore erfährt, dass der Pastor, welcher die Kinder, die später ermordet wurden, bei sich aufnahm und mit allem versorgte, was sie brauchten, kein so guter Mensch war wie am Anfang gedacht wurde. Hall muss unter anderem mitansehen, wie der Pastor während der Salbung der Kinder über Virginia herfällt. Im späteren Verlauf stellt sich heraus, dass der Pastor die Kinder vergiftete und dann ihre Kehlen durchschnitt.
Als einzige überlebte Virginia, welche von Flamingo gerettet wurde, einem Mann, welcher von Bobby LaGrange als böse dargestellt wird, weil er junge Mädchen verführt. Dieser beißt Virginia während der Rettung in den Hals. Jedoch wird sie am folgenden Abend vom Pastor wiedergefunden, verschleppt und lebendig in einer Gruft eingemauert.

Kurz bevor sich Allen Floyd selbst in der Gruft erhängt, entschuldigt er sich noch bei Gott für sein sündiges Verhalten. Die Kinder seien Schuld daran, da diese das „Weiße Fleisch des Teufels“ in sich trugen und er immer nur an das Gewisse etwas in Ihnen denken konnte. Auch entschuldigt er sich dafür, dass er seine Freude woanders und nicht bei Gott suchte.

In seinem Träumen muss sich Hall auch mit dem Tod seiner Tochter auseinandersetzen. Diese war mit ihrer Freundin auf einem Speedboot unterwegs und wurde getötet, als sie zwischen zwei Booten hindurchfahren wollten zwischen denen ein Seil gespannt war. Hall gibt sich für diesen Unfall die schuld, da er nicht wusste, dass es Speedboote waren und er zu betrunken war, um mitzufahren.

Am Ende findet Hall Baltimore den Sheriff erhängt, mit dem Schild Schuldig umgehängt und seinen Gehilfen ermordet in seinem Büro vor. Hall selbst wird von Virginia gebissen, welche das am Anfang erwähnte Mordopfer ist. Als er den Pflock aus dem toten Körper des Mädchens zieht, erwacht diese und sie richtet sich auf. Während sie auf Hall zugeht, wachsen ihr Vampirzähne - nachdem diese ausgewachsen sind, fällt sie über ihn her.

Hall wird jedoch nicht getötet, sondern sitzt in der letzten Szene in Sam's Büro, seinem Verleger, und redet mit ihm über das neue Werk, welches sicher ein Hit werde.

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Schauspieler Deutsche Synchronstimme[3]
Hall Baltimore Val Kilmer Torsten Sense
Sheriff Bobby LaGrange Bruce Dern Otto Mellies
Denise Joanne Whalley Christin Marquitan
Edgar Allan Poe Ben Chaplin Tobias Kluckert
Melvin Don Novello Jörg Hengstler
Sam Malkin David Paymer Bodo Wolf
Flamingo Alden Ehrenreich Nicolas Artajo
Pastor Allan Floyd Anthony Fusco Stefan Staudinger
Polizist Arbus Bruce A. Miroglio Olaf Reichmann
Erzähler Tom Waits Jan Spitzer

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Der Film wurde im Zeitraum von November bis Dezember 2010 in verschiedenen Orten in Kalifornien gedreht.[4]
  • Das Budget betrug etwa 7 Millionen Dollar (rund 5,3 Millionen Euro)
  • Die Erstveröffentlichung des Filmes war auf dem Toronto International Film Festival am 11. September 2011, in Deutschland wurde er erstmals am 2. Juli 2012 während des Filmfest Münchens gezeigt und war darüber hinaus nur noch im November 2012 auf dem Internationalen Filmfest Braunschweig im deutschen Kino zu sehen. Der Film wurde in Deutschland am 6. Dezember 2012 direkt auf DVD und Blu-ray veröffentlicht.[5]
  • In Frankreich betrug die Zuschauerzahl in den Kinos etwas mehr als 50.000 Besucher.[6]

Kritiken[Bearbeiten]

„Die schönsten, verschrobensten Traumsequenzen, die 2012 nicht im Kino zu sehen waren: ein wunderbar seltsames Spätwerk von Francis Ford Coppola.“

Jochen Werner, "critic.de"[7]

„Francis Ford Coppola hat einen radikalen Film gemacht, der in einem Zwischenreich von Leben und Tod spielt. Coppola stellt sich auch dem Unfalltod seines Sohnes. [...] Der Hang zum Jenseitigen, der im ersten Alterswerk „Youth Without Youth“ noch mit verquaster Ernsthaftigkeit nervte, erscheint in „Twixt“ vielfach gebrochen. Mit Skype-Telefonaten und Splitscreens, mit skurrilen Figuren und stummfilmhaft überlebensgroßen Effekten stellt der Film sich aus als das Flick- und Flickerwerk, das er ist. Und doch gehen die verschiedensten Elemente hier weniger durcheinander als eigentümlich zusammen, es wird aus etwas, das mal an Lynch erinnert und dann wieder an Murnau, das aber auch in Sekundenschnelle zwischen Alb und Albernheit wechselt, ein Ganzes eigener Art. Mit seinem Hollywood-Nachleben ist Coppola selbst nicht mehr ganz von dieser Welt, aber auch im Reich der untoten Regisseure ist er inzwischen ein Meister.“

Ekkehard Knörer, TAZ[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung der FSK (PDF; 34 kB) Abgerufen am 7. Januar 2013
  2. Hintergrundinformationen zu Twixt Abgerufen am 7. Januar 2013
  3. Twixt - Virginias Geheimnis auf synchronkartei.de Abgerufen am 7. Januar 2013
  4. Drehorte Abgerufen am 7. Januar 2013
  5. Erstveröffentlichung Abgerufen am 7. Januar 2013
  6. Budget und Zuschauerzahlen Abgerufen am 7. Januar 2013
  7. Filmkritik "critik.de"Abgerufen am 7. Januar 2013
  8. Filmkritik TAZAbgerufen am 7. Januar 2013