Anbetungsschwestern des Heiligsten Herzens Jesu von Montmartre

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Die Anbetungsschwestern des Heiligsten Herzens Jesu von Montmartre (lat. Congregatio Adoratricum Sanctissimi Cordis Iesu de Monte Martyrum) sind eine Gemeinschaft von derzeit neun Benediktinerinnenprioraten. Zuweilen werden diese Priorate nach ihrem Mutterhaus in Tyburn auch mit dem Mutterhaus Tyburn monasteries genannt. Ihnen gehören etwa 100 Ordensfrauen an.[1]

Geschichte und Niederlassungen[Bearbeiten]

Gründerin der Gemeinschaft war die Französin Marie-Adèle Garnier, die den Ordensnamen Marie de Saint-Pierre annahm. Sie wurde 1838 in Burgund geboren und wuchs mit vier Geschwistern auf. Später arbeitete sie viele Jahre als Erzieherin und Lehrerin in einem großbürgerlichen Haus. Seit ihrer Jugend fühlte sie sich zu Christus und zur Eucharistie, der Gegenwart seines Heiligsten Herzens, hingezogen. Nachdem sie zunächst bei der Basilika Sacré-Cœur auf dem Montmartre in Paris ein Einsiedlerleben begonnen hatte, das so vollständig wie möglich der ewigen Anbetung gewidmet sein sollte, gründete sie 1898 auf dem Montmartre die kontemplative Gemeinschaft der Anbetungsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu von Montmartre, der sie die Benediktsregel gab. Bereits 1901 floh die junge Gemeinschaft wegen der radikalen antiklerikalen Gesetzgebung in Frankreich nach England. In London konnte sich Marie de Saint-Pierre of St. Peter mit ihren Schwestern in unmittelbarer Nähe der historischen Hinrichtungsstätte Tyburn niederlassen. Dort starb sie 1924 im Ruf Heiligkeit.[2]

Die Gemeinschaft erhielt 1930 die päpstliche Approbation und wurde 1964 in die benediktinische Konföderation aufgenommen.[1]

Heute bestehen Niederlassungen in (Reihenfolge der Gründung):

Tyburn Convent und Tyburn Shrine[Bearbeiten]

Tyburn Convent, Kapelle der katholischen Märtyrer des 16. und 17. Jahrhunderts in Großbritannien: Altar mit einer Nachbildung des dreifüßigen Galgens von Tyburn

51° 30′ 47″ N, 0° 9′ 49″ W51.51301-0.16366
Das Mutterhaus in Tyburn mit 26 Nonnen [4] liegt in der City of Westminster gegenüber dem Hyde Park an der Bayswater Road. Wenige Meter weiter östlich, an der Einmündung der Edgware Road, ist im Pflaster die Tafel eingelassen, die den einstigen Standort des Galgens von Tyburn markiert. Der Konvent hat sich, neben der Liturgie und der ewigen Anbetung, das Gedächtnis der katholischen Märtyrer des 16. und 17. Jahrhunderts in den Ländern der britischen Krone zur Aufgabe gemacht, darunter der heiliggesprochenen vierzig Märtyrer von England und Wales und mehrerer hundert seliggesprochener und nicht kanonisierter Märtyrer, die den Supremat Heinrichs VIII. über die Kirche nicht anerkannten. Mindestens 105 von ihnen wurden am Tyburn tree erhängt. Im Untergeschoss der Klosterkirche ist eine Gedenkkapelle für diese Märtyrer eingerichtet. Hier werden zahlreiche Reliquien der Hingerichteten aufbewahrt. Über dem Altar steht eine Nachbildung des Galgens mit Gebetsinschriften. An den Wänden sind zahlreiche Wappen der Märtyrer angebracht.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c suore.blogspot.de (2011, italienisch)
  2. Foundress
  3. a b c d e f atlas.osb-international
  4. a b c d e f g h i BBC-Report
  5. Martyrs

Weblinks[Bearbeiten]