Typ 1 Chi-He

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Typ 1 Chi-He
Isshikityusensya.jpg

Typ 1 Chi-He

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 5
Länge 5,50 m
Breite 2,20 m
Höhe 2,38 m
Masse 17 t
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 8-50 mm
Hauptbewaffnung 47 mm Type 1 Kanone
Sekundärbewaffnung 2 × 7.7mm Typ 97 MG
(Wanne, koaxial)
Beweglichkeit
Antrieb Mitsubishi Typ 100 Luftgekühlt
V-12 Dieselmotor
240 PS (179 kW) aus 21.700 cm³ bei 2000 Umdrehungen pro Minute
Federung Drehstabfederung
Höchstgeschwindigkeit 44 km/h max.
Leistung/Gewicht
Reichweite 210 Kilometer max.

Der Typ 1 Chi-He (jap. 一式中戦車 チへ, Ichi-shiki chūsensha chi-he) war ein mittelschwerer Panzer der japanischen Streitkräfte während des Zweiten Weltkrieges und die verbesserte Version des Type 97 Chi-Ha mit stärkerer Panzerung und einer leistungsstärkeren Maschine.

Entwicklung[Bearbeiten]

Nach 1941 musste die Kaiserlich Japanische Armee feststellen, dass der aus den 1930er Jahren stammende und als Rückgrat der Panzerkräfte fungierende Panzer „Typ 97 Chi-Ha“ den alliierten Panzern (so z.B. dem M4 Sherman) massiv unterlegen war. Die leistungsschwache 57 mm Kanone des Typ 97 war 1938 lediglich zur Infanterieunterstützung entwickelt worden und nicht in der Lage, die Panzerung der alliierten Fahrzeuge aus den 1940er Jahren zu durchdringen. Gleichzeitig bot die eigene zu dünne Panzerung keinen oder nur wenig Schutz auch gegen Panzerabwehrwaffen von kleinerem Kaliber.[1]Aus diesem Grunde wurde eine verbesserte Version des Typ 97 entwickelt. Das erste Fahrzeug der neuen Kategorie Typ 1 Chi-He erschien im Jahre 1941. Die eigentliche Serienfertigung begann jedoch erst 1943, da die kaiserliche Marine bei der Stahlzuteilung Vorrang hatte. Insgesamt wurden bis 1943 nur 170 Fahrzeuge gefertigt, bei denen nicht sicher ist, ob sie überhaupt jemals im Kampfeinsatz waren.[2]

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Type 1 Chi-He war größer in den Abmessungen als sein Vorgänger, Die Frontpartie war dicker als beim Typ 97 und auch geschweißt, wo sie beim Typ 97 noch genietet war. Das Gesamtgewicht erhöhte sich um 1,5 Tonnen. Der Mitsubishi Typ 100 Dieselmotor brachte mit seinen 240 PS eine um 70% höhere Leistung als der Motor im Typ 97. Das höhere Einsatzgewicht wurde dadurch mehr als wettgemacht.

Die 47 mm Kanone hatte eine Rohrlänge von 2.250 m und eine Mündungsgeschwindigkeit von 810 m/s. Das brachte eine Durchschlagsleistung von 55 mm auf eine Entfernung von 100 Metern und 30 mm auf eine Entfernung von 1000 Metern, womit die Leistung der Typ 97 Kanone nahezu um das doppelte übertroffen wurde. Für die Höhenrichtung musste ein Antrieb eingebaut werden, da beim Typ 97 die Kanone vom Richtschützen mit der Schulter angehoben oder gesenkt werden musste. Mit dieser Kanone war man in der Lage, den alliierten Panzern der frühen 1940er Jahre entgegenzutreten. [2][3]

Der Turm erhielt zusätzlich Platz für einen Ladeschützen. Der Höhenrichtbereich der Kanone lag zwischen +20° und -15°. Der Turm wurde dann noch in den "Type 97 Shinhoto ("Neuer Turm") Chi-Ha" Panzer eingebaut, und wurde auch für den Typ 3 Ka-Chi Amphibischen Panzer verwendet..

Als erster japanischer Panzer erhielt der Typ 1 Chi-He ein Funkgerät, was die bis dahin üblichen Signalflaggen überflüssig machte.

Einsätze[Bearbeiten]

Die meisten der Panzer waren zur Verteidigung der japanischen Hauptinseln gegen eine alliierte Invasion bestimmt. Ob Fahrzeuge dieses Typs außerhalb von Japan eingesetzt wurden ist unklar, es könnte jedoch sein, dass einige der japanischen 2. Division während der Schlacht um Leyte zugeteilt waren.[3] Trotz aller Verbesserungen, war das Fahrzeug dem M4 Sherman nach wie vor unterlegen.

Varianten[Bearbeiten]

  • Type1 Ta-Ha Flakpanzer
Es wurde ein einzelner Prototyp gebaut, der anstelle der 47 mm Panzerkanone mit zwei 37 mm Flugabwehrgeschützen ausgerüstet war. Die Serienfertigung wurde nicht aufgenommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Foss, Great Book of Tanks
  2. a b History of War.org website
  3. a b Zaloga, Japanese Tanks 1939–45

Literatur[Bearbeiten]

  • Christopher Foss: Great Book of Tanks: The World's Most Important Tanks from World War I to the Present Day. Zenith Press, 2003, ISBN 0-7603-1475-6.
  • Christopher Foss: Tanks: The 500. Crestline, 2003, ISBN 0-7603-1500-0.
  • Steven J. Zaloga: Japanese Tanks 1939–45. Osprey, 2007, ISBN 978-1-84603-091-8.

Weblinks[Bearbeiten]