U-434

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Dieser Artikel beschreibt das ehemalige sowjetische U-Boot und heutige Museumsschiff U-434. Zum gleichlautend bezeichneten U-Boot der deutschen Kriegsmarine, siehe U 434.
U-434
U-434 Hamburg.JPG
p1
Schiffsdaten
Flagge SowjetunionSowjetunion (Seekriegsflagge) Sowjetunion
RusslandRussland (Seekriegsflagge) Russland
Schiffstyp U-Boot
Klasse Tango-Klasse
Bauwerft Krasnoje Sormowo, Gorki
Stapellauf 29. April 1976
Indienststellung 29. Dezember 1976
Verbleib Museumsschiff in Hamburg
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
92 m (Lüa)
Breite 8,6 m
Tiefgang max. 5,7 m
Verdrängung aufgetaucht: 2.770 t
getaucht: 3.600 t
 
Besatzung 62 Mann[1]
Maschine
Maschine 3 × Typ-2D42-Dieselmotoren mit je 1900 PS

2 × PG-101-Elektromotoren mit je 1.350 PS
1 × PG-102-Elektromotor 2.700 PS
1 × PG-104-Elektromotor 140 PS

Propeller 3 Impeller
Einsatzdaten U-Boot
Tauchtiefe, normal 240[2] m
Tauchtiefe, max. 300[2] m
Geschwindigkeit getaucht max. 15 kn (28 km/h)
Geschwindigkeit aufgetaucht max. 13 kn (24 km/h)
Bewaffnung

Munition

Sensoren

MGK-400-„Rubikon“-Sonar
MRP-25-ESM-System
MRK-50-„Kaskad“-Radar

Die U-434 (russische Bezeichnung: B-515) ist ein U-Boot der Tango-Klasse der sowjetischen und russischen Marine mit einer Besatzung von 62 Mann.

Das Boot[Bearbeiten]

Das Unterseeboot U-434 stammt aus der U-Bootwerft Krasnoje Sormowo in Nischni Nowgorod und wurde 1976 in nur acht Monaten gebaut. Es wurde in den Dienst der sowjetischen Nordflotte gestellt und blieb bis zum April 2002 im Dienst. Das noch funktionstüchtige U-Boot ist eines der weltweit größten nicht atomgetriebenen U-Boote und wurde überwiegend für Spionageeinsätze genutzt. Aus diesem Grund besitzt es eine sechs Zentimeter dicke Gummibeschichtung, so dass es für Sonar nahezu unsichtbar ist.

Laut Museumsbroschüre konnte das Boot bis zu 400 Metern Tiefe tauchen und wurde von drei 1733-PS-Dieselmaschinen, drei 1740-PS-Elektromaschinen und einer Schleichmaschine angetrieben. Es erreichte aufgetaucht eine Geschwindigkeit von 13 Knoten und getaucht von 16 Knoten. Die maximal mögliche Abtauchzeit betrug bei voller Besatzung etwa 3 1/2 Tage.

Nachdem es außer Dienst gestellt worden war, kauften es Investoren für eine Million Euro und ließen es nach Hamburg bringen. Der Transport verschlang eine weitere Million. U-434 liegt heute am Fischmarkt (St. Pauli Fischmarkt 10) in unmittelbarer Nähe zu den Landungsbrücken und dient dort als Museumsschiff „U-Bootmuseum Hamburg". Bis zum 15. April 2010 lag das U-Boot in der Hamburger HafenCity (Versmannstr. am Baakenhafen 53.53778410.018993).

Technische Daten[Bearbeiten]

Angaben laut Broschüre für U-434

Abmessungen[Bearbeiten]

  • Länge: 90,16 Meter
  • Breite: 8,72 Meter
  • Gesamthöhe: 14,72 Meter (inkl. ausgefahrener Antenne)
  • Tiefgang: 6,6 Meter

Bewaffnung[Bearbeiten]

  • 6 Torpedorohre
  • 24 Torpedos, Kaliber 533 mm, Länge 8,14 Meter, Geschwindigkeit ca. 60 Knoten
  • Seeminen und Raketentorpedos

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürgen Helfricht: U-434. Russlands Spionage-U-Boot in Hamburg. Husum 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: U-434 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • www.u-434.de Website zum U-Boot mit Informationen zum Museum

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. nach J. Apalkow: Корабли ВМФ СССР. Многоцелевые ПЛ и ПЛ спецназначания. S. 46 sind es 78
  2. a b J. Apalkow: Корабли ВМФ СССР. Многоцелевые ПЛ и ПЛ спецназначания. S. 46.

53.5449419.955217Koordinaten: 53° 32′ 41,8″ N, 9° 57′ 18,8″ O