U-Bahn Nagoya

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Higashiyama-Linie
Das Logo der U-Bahn Nagoya
Bahnsteig der Haltestelle Shiyakusho
Eingang zur Haltestelle Shiyakusho
Fahrkartenkontrolle beim Betreten und Verlassen der Bahnsteige
Fahrkartenautomaten

Die U-Bahn von Nagoya (jap. 名古屋市営地下鉄, Nagoya-shiei chikatetsu, dt. Städtische U-Bahn Nagoya) ist das Metrosystem der japanischen Stadt Nagoya. Es wurde als drittes U-Bahn-Netz Japans 1957 eröffnet und besteht derzeit aus fünf Linien.

Die Gesamtlänge des Netzes beträgt 87 km und es besitzt 93 Haltestellen. Obwohl das tägliche Fahrgastaufkommen 1 Million Benutzer ausmacht, beträgt der Anteil am Stadtverkehr nur 10 %, da Privatfahrzeuge immer noch die Hauptrolle im Transport spielen. Alle Züge und viele Haltestellen sind mit Klimaanlagen ausgestattet, die neuere Sakura-dōri-Linie bietet auch den Zugang mittels Aufzügen an. Die U-Bahn wird vom städtischen Verkehrsamt betrieben.

Linie 1: Higashiyama-Linie (東山線, Higashiyama-sen)[Bearbeiten]

Nagoyas älteste Linie ist 20,6 km lang und hält an 22 Bahnhöfen. Sie verläuft im östlichen Abschnitt auf Viadukten. Der Takt beträgt 2 bis 4 Minuten. Die Züge, die aus 6 Waggons bestehen, fahren auf Gleisen der Normalspur von 1.435 mm und werden über eine dritte Schiene mit Strom versorgt. Der Abschnitt vom Bahnhof Nagoya bis Sakae wurde als erste U-Bahn-Strecke in Nagoya 1957 eröffnet, es folgten Sakae – Ikeshita (1960), Ikeshita – Higashiyama Kōen (1963), Higashiyama Kōen – Hoshigaoka (1967), Hoshigaoka – Fujigaoka und Bahnhof Nagoya – Nakamura Kōen (beide 1969) und schließlich Nakamura Kōen – Takabata (1982).

Linien 2/4: Meijō-Linie (名城線, Meijō-sen) und Meikō-Linie (名港線, Meikō-sen)[Bearbeiten]

Beide Linien werden gemeinsam betrieben, zusammen sind sie 32,4 km lang und haben 34 Haltestellen. Der Takt variiert von 3 bis 10 Minuten. Wie die Higashiyama-Linie aus bestehen die Züge aus 6 Waggons, fahren auf Gleisen der Normalspur von 1.435 mm und der Strom wird mittels einer dritten Schiene zugeführt.

Die Linien bilden einen Ring sowie eine von Kanayama südlich abgehende Zweigstrecke zum Hafen. Die Strecke zum Hafen Nagoya (名古屋港 Nagoya-kō) sowie der westliche Ring von Kanayama (金山) bis Ōzone (大曽根) wird offiziell als Linie 2 bezeichnet, der östliche Ring als Linie 4. Davon abweichend werden die Linienbezeichnungen Meikō-sen für den Abschnitt zwischen Kanayama und Hafen und Meijō-sen für die Ringlinie verwendet. Die Züge der Meikō-sen pendeln in der Schwachverkehrszeit nur zwischen Hafen und Kanayama, in der übrigen Zeit sind sie meist bis Ōzone oder Nagoya Dome durchgebunden.

Der Abschnitt von Sakae bis Shiyakusho (Rathaus) wurde 1965 eröffnet, es folgten Sakae – Kanayama (1967), Kanayama – Nagoya-kō und Shiyakusho – Ōzone (beide 1971), Kanayama – Aratamabashi (1974), Ōzone – Sunadabashi (2000), Sunadabashi – Nagoya Daigaku (2003) und Nagoya Daigaku – Aratamabashi (2004).

Linie 3: Tsurumai-Linie (鶴舞線, Tsurumai-sen)[Bearbeiten]

Sie hat eine Gesamtlänge von 20,4 km mit 20 Haltestellen. Der Takt beträgt zwischen 4 bis 10 Minuten. Die Züge bestehen aus 6 Waggons, die auf Gleisen der Spurweite von 1.067 mm (Kapspur) fahren. Die Stromversorgung erfolgt über eine Oberleitung. Die Züge bedienen über das U-Bahn-Netz hinaus in beide Richtungen Meitetsu-Linien bis zu den Bahnhöfen Toyota-shi und Inuyama, entsprechend sind diese Züge technisch auch für Meitetsu-Strecken ausgerüstet. Der Übergang auf Meitetsu vergrößert das Streckennetz dieser Linie um 60 km.

Der Abschnitt von Fushimi bis Yagoto wurde 1977 eröffnet, es folgten Yagoto – Akaike (1978), Fushimi – Jōshin (1981), Jōshin – Shōnai Ryokuchi Kōen (1984) und Shōnai Ryokuchi Kōen – Kami-Otai (1993).

Linie 6: Sakura-dōri-Linie (桜通線, Sakura-dōri-sen)[Bearbeiten]

Auf einer Gesamtlänge von 19,1 km fährt der Zug 21 Haltestellen mit einer Taktrate von 4 bis 10 Minuten an. Die Züge bestehen aus 5 Waggons und werden über eine Oberleitung mit Strom versorgt. Die Spurweite beträgt 1.067 mm. Technisch ist die Sakura-dōri-Linie mit der Tsurumai-Linie identisch, ein Übergang auf Meitetsu ist für spätere Streckenergänzungen möglich, jedoch bis auf weiteres nicht wahrscheinlich.

Der Abschnitt von Nakamura-Kuyakusho bis Imaike wurde 1989 eröffnet, es folgten Imaike – Nonami 1994 und Nonami – Tokushige 2011.

Linie 7: Kami-Iida-Linie (上飯田線, Kami-Iida-sen)[Bearbeiten]

Diese Linie besteht im Stadtbereich aus nur zwei Haltestellen (Heian-Dōri und Kami-Iida), geht dann aber direkt in die Kami-Iida-Linie der Meitetsu über und fährt bis Inuyama. Sie wurde 2003 eröffnet.

Umsteigemöglichkeiten zu anderen Bahnen[Bearbeiten]

Zukünftiger Ausbau[Bearbeiten]

Die Sakuradōri-Linie soll im Westen bis Shippō und im Osten über Toyoake nach Toyota verlängert werden, mit Übergang auf Meitetsu-Linien. Die Kami-Iida-Linie soll nach Süden über Shin-Sakaemachi (Anschluss zur Higashiyama-Linie) bis Marutamachi verlängert werden. Eine neue Linie soll von Sasashima (südlich des Bahnhofs Nagoya) über Fukiage (Sakuradōri-Linie) und Hoshigaoka (Higashiyama-Linie) nach Takabari fahren, eine weitere neue Linie von Toda (Kintetsu) über Kanayama nach Kurokawa (Meijō-Linie). Alle diese Neubaustrecken werden jedoch bis auf weiteres nicht verwirklicht.

Von Fujigaoka wurde eine 9,2 km lange Magnetschwebebahn (genannt: Linimo) gebaut, die die Expo 2005 bediente. Diese Linie wurde am östlichen Endpunkt in Yagusa an die Aichi-Ringlinie angeschlossen. Eröffnung war im Frühjahr 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: U-Bahn Nagoya – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien