U-Bahnhof Eberswalder Straße

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Hochbahnhof Eberswalder Straße

Der U-Bahnhof Eberswalder Straße ist eine Hochbahnstation der Berliner U-Bahnlinie U2 im Ortsteil Prenzlauer Berg. Er befindet sich an dem Knotenpunkt, an dem sich der Ringboulevard Danziger/Eberswalder Straße, der Straßenzug Kastanien-/Pappelallee und die Schönhauser Allee kreuzen. Der Bahnhof gehört zu dem nordöstlichen Streckenast der Linie und wurde am 27. Juli 1913 dem Verkehr übergeben. Der zunächst unter dem Namen Danziger Straße eröffnete Bahnhof trägt bei der BVG heute das Kürzel EB.

Geschichte[Bearbeiten]

Der U-Bahnhof Dimitroffstraße, Juli 1951

Im Jahr 1905, drei Jahre nach Inbetriebnahme der ersten Hochbahnstrecke Berlins forderte die damals noch selbstständige Landgemeinde Pankow einen Anschluss an das Netz. Nach Ausarbeitung eines konkreten Linienverlaufs wurde im März 1910 die Genehmigung zum Weiterbau der Centrumslinie vom U-Bahnhof Spittelmarkt aus über den Alexanderplatz und entlang der Schönhauser Allee bis zum Nordring genehmigt. Zunächst favorisierte die Hochbahngesellschaft eine durchgehende Tunnelstrecke. Wie bereits zuvor bei der Centrumslinie wollte sie anliegende Grundstücke aufkaufen, um so Anwohnerklagen bezüglich des Tunnelbaus entgegenzukommen. Da diese Methode jedoch bereits hinlänglich bekannt war, stiegen die Grundstückspreise entlang der Schönhauser Allee vor Baubeginn drastisch, sodass die Gesellschaft gezwungen war, um Kosten zu sparen, das letzte Teilstück als Hochbahn anzulegen. Die Lösung hatte allerdings auch den Vorteil, dass nun eine problemlose Querung des Nordrings, der an dieser Stelle im Einschnitt verläuft, möglich war. Nach rund zweijähriger Bauzeit konnte der Abschnitt Alexanderplatz–Nordring dem Verkehr übergeben werden.

Der Bahnhof befindet sich auf dem Mittelstreifen der Schönhauser Allee und verfügt über einen Mittelbahnsteig mit zwei Abgängen. Von dem 110 Meter langen Bahnsteig ist die südliche Hälfte mit einer Halle versehen, später wurde das Nordende ebenfalls mit einer einstützigen Dachkonstruktion abgedeckt. Die Halle ist in genieteter Stahlbauweise erstellt worden und in Grün gehalten. Einen fast identischen Aufbau weist der Bahnhof Nordring (heute: Schönhauser Allee) als zweite Station der Hochbahnstrecke auf.

Alfred Grenander und Johannes Bousset schufen die Pläne, Abbildung aus dem Jahr 1984

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Ausbesserung der damit verbunden gewesenen Schäden wurden Bahnhof und Straße 1950 in Dimitroffstraße – nach dem bulgarischen Ministerpräsidenten Georgi Dimitroff – umbenannt. Hinzu kam noch eine Gedenktafel für den 1949 verstorbenen Politiker.

Nach der Wende entfachte die Diskussion darüber, ob die Straße samt U-Bahnhof nicht umbenannt werden sollte. Während der Bezirk Prenzlauer Berg sich gegen die Rückbenennung in Danziger Straße aussprach, befürwortete der Berliner Senat unter Führung von CDU und SPD diese. Die Berliner Verkehrs-Betriebe (BVB), die sich dementsprechend an den Beschluss ebenfalls zu halten hatten, gingen daher schon 1990 den Umweg und benannten die Station kurzerhand nach der Eberswalder Straße, der westlichen Verlängerung der Dimitroff-/Danziger Straße. Der Name setzte sich nur langsam durch, zum Teil reden die Leute im Ortsteil immer noch vom „U-Bahnhof Dimitroffstraße“.

Nach einer weiteren Viaduktsanierung der Linie U2 ging Ende 2010 ein Aufzug in Betrieb, sodass der Bahnsteig nun barrierefrei zugänglich ist.[1]

Panoramablick vom Hochbahnhof Eberswalder Straße auf die querenden Straßen

Anbindung[Bearbeiten]

Am U-Bahnhof besteht eine Umsteigemöglichkeit von der Linie U2 zu den Straßenbahnlinien M1, M10 und 12 der Berliner Verkehrsbetriebe.

Linie Verlauf
Berlin U2.svg Pankow – Vinetastraße – Schönhauser Allee – Eberswalder Straße – Senefelderplatz – Rosa-Luxemburg-Platz – Alexanderplatz – Klosterstraße – Märkisches Museum – Spittelmarkt – Hausvogteiplatz – Stadtmitte – Mohrenstraße – Potsdamer Platz – Mendelssohn-Bartholdy-Park – Gleisdreieck – Bülowstraße – Nollendorfplatz – Wittenbergplatz – Zoologischer Garten – Ernst-Reuter-Platz – Deutsche Oper – Bismarckstraße – Sophie-Charlotte-Platz – Kaiserdamm – Theodor-Heuss-Platz – Neu-Westend – Olympia-Stadion – Ruhleben

Literatur[Bearbeiten]

  • Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin: U2. Geschichte(n) aus dem Untergrund. GVE, Berlin 1995. ISBN 3-89218-032-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Eberswalder Straße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDie U-Bahn fährt wieder nach Pankow. In: Der Tagesspiegel. 21. Dezember 2010, abgerufen am 23. Juli 2013.

52.54166666666713.412222222222Koordinaten: 52° 32′ 30″ N, 13° 24′ 44″ O