U-Bahnhof Hagendeel

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Zugangsgebäude
Bahnsteig
Gleisbereich

Der U-Bahnhof Hagendeel ist eine Haltestelle der Hamburger U-Bahn-Linie U2 im Stadtteil Lokstedt. Das Stationskürzel der Betreibergesellschaft Hamburger Hochbahn lautet „HL“.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit 1955 wurde das Straßenbahnnetz Hamburgs zurückgebaut, bis am 1. Oktober 1978 mit der Linie 2 nach Niendorf die letzte Strecke stillgelegt wurde. Als Ersatz für die Straßenbahn wurde in Niendorf der Bau einer U-Bahn-Strecke gefordert. Da für eine Strecke vom Stephansplatz über das Grindelviertel, Hoheluft und Lokstedt, die dem Verlauf der Straßenbahn gefolgt wäre, keine finanziellen Mittel vorhanden waren, war nur eine Verlängerung der Strecke von Eimsbüttel aus möglich.[1]

Dabei kam der U-Bahnhof Hagendeel in den ursprünglichen Planungen nicht vor, weil die Strecke zwischen der bisherigen Endhaltestelle Hagenbecks Tierpark und Niendorf wenig besiedeltes Gebiet quert. Auf Veranlassung der Bezirksversammlung von Eimsbüttel wurde jedoch die Haltestelle Hagendeel, noch unter dem Arbeitstitel „Hinter der Lieth“[2], als zusätzlicher Haltepunkt ergänzt.[1]

Fast ein Jahr nach Einstellung der Straßenbahn begann der Bau der U-Bahn am 7. Juli 1979. Um Kosten zu sparen, sollten die Arbeiten eigentlich in offener Bauweise stattfinden, aus Umweltschutzgründen wurde die Strecke jedoch unterirdisch errichtet. Die Kostenfrage hatte auch Einfluss auf die Gestaltung des U-Bahnhofs Hagendeel. So sind dessen Seitenbahnsteige schmaler als üblich.[1]

Die Eröffnung erfolgte am 1. Juni 1985.

Anlage[Bearbeiten]

Das Zugangsgebäude des U-Bahnhofs liegt an der Kreuzung der Straßen „Hinter der Lieth“ und „Liethwisch“ und damit am südlichen Ende des Bahnhofs. Die namensgebende Straße Hagendeel befindet sich etwa 200 Meter östlich. Das Gebäude ist ein Stahl- und Glaskonstruktion, die in Rot gehalten ist. Fahrkartenautomaten und Fahrgastinformationen befinden sich ebenerdig zur Straße, an den Seiten führen Treppen zu den Seitenbahnsteigen. Wegen fehlender Fahrstühle gilt die Station als nicht barrierefrei. Einen zweiten Ausgang gibt es nicht.

Der Wände der Bahnsteige sind mit roten und grünen Kacheln verkleidet, die mit weißen Kacheln abgesetzt sind. Der rostbraune Ton der Deckenleuchten findet sich auch an den tragenden Säulen zwischen den Gleisen. Der Fußboden ist hellgrün gefliest.

Der Abstand zur Haltestelle Hagenbecks Tierpark beträgt 1310 Meter, nach Niendorf Markt 1905 Meter.[2]

Anbindung[Bearbeiten]

Der U-Bahnhof Hagendeel wird tagsüber im 5-Minuten-Takt angefahren, in den übrigen Zeiten wird die Station alle zehn Minuten bedient. Einen Übergang zu anderen öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es nicht.

Linie Verlauf
Hamburg U2.svg Niendorf Nord – Schippelsweg – Joachim-Mähl-Straße – Niendorf Markt – Hagendeel – Hagenbecks Tierpark – Lutterothstraße – Osterstraße – Emilienstraße – Christuskirche – Schlump – Messehallen – Gänsemarkt (Oper) – Jungfernstieg – Hauptbahnhof Nord – Berliner Tor – Burgstraße – Hammer Kirche – Rauhes Haus – Horner Rennbahn – Legienstraße – Billstedt – Merkenstraße – Steinfurther Allee – Mümmelmannsberg

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Ulrich Alexis Christiansen: Hamburgs dunkle Welten. Berlin 2. Aufl. 2010. ISBN 978-3-86153-589-8
  2. a b Hagendeel auf hamburger-untergrundbahn.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Hagendeel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

53.6036111111119.945Koordinaten: 53° 36′ 13″ N, 9° 56′ 42″ O