U-Bahnhof Kottbusser Tor

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Bahnhof Kottbusser Tor, Hochbahnsteig der
U-Bahnlinie U1
Bahnsteig der Linie U8 in Richtung Hermannstraße
1928 wurde der Hochbahnhof um einige Meter verschoben, um einen besseren Umstieg zur Nord-Süd-Linie (heutige U8) zu ermöglichen

Der U-Bahnhof Kottbusser Tor befindet sich im Berliner Ortsteil Kreuzberg des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Er ist ein Kreuzungsbahnhof der U-Bahn-Linien U1 und U8 und über (U1) bzw. unter (U8) der gleichnamigen Platzanlage. Seine BVG-internen Bezeichnungen sind Kbo (U1, oben) beziehungsweise Kbu (U8, unten).

Die Entfernungen zu den Nachbarstationen betragen auf der Hochbahnstrecke 650 Meter nach Osten (Görlitzer Bahnhof) und 900 Meter nach Westen (Prinzenstraße), unterirdisch 860 Meter nach Norden (Moritzplatz) sowie 670 Meter nach Süden (Schönleinstraße).[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der ursprüngliche Hochbahnhof war am 15. Februar 1902 östlich des Platzes in Betrieb genommen worden und glich mit seinen Seitenbahnsteigen weitgehend der benachbarten Station Görlitzer Bahnhof. Er wurde im Zusammenhang mit der Eröffnung des Tiefbahnhofs der heutigen Linie U8 am 12. Februar 1928 durch das heute bekannte und denkmalgeschützte Bauwerk direkt über dem Platz ersetzt.

Bis zum 6. April 1928 war der Tiefbahnhof Kottbusser Tor Endstation für die vom U-Bahnhof Boddinstraße kommenden Züge; an diesem Tag wurde der Verkehr bis Neanderstraße (heute: Heinrich-Heine-Straße) aufgenommen und die Station zum Durchgangsbahnhof.[2]

Bauwerk[Bearbeiten]

Der heutige Hochbahnhof erhielt einen 110 Meter langen und 11 Meter breiten Mittelbahnsteig und Fahrtreppen zum neuen Zwischengeschoss. Diese Baumaßnahmen geschahen „unter rollendem Rad“, also ohne Einstellung des laufenden Verkehrs.[3] Die Brückenkonstruktion weist zwischen den Pfeilern die außergewöhnliche Spannweite von 52,5 Meter auf.

Die Überwindung des Höhenunterschiedes von 13,8 Metern zwischen Hoch- und Untergrundbahnsteig ist heute sowohl mit Rolltreppen, als auch mit einer Aufzugsanlage und somit barrierefrei möglich.

Seit geraumer Zeit sollen Bahnhof und Umfeld durch umfangreiche Arbeiten aufgewertet und instandgesetzt werden, was bisher aber nicht geschehen ist.[4]

Anbindung[Bearbeiten]

Der U-Bahnhof dient als Umsteigepunkt zwischen den U-Bahn-Linien U1 und U8 sowie der Omnibuslinie 140 der Berliner Verkehrsbetriebe.

Linie Verlauf
Berlin U1.svg Uhlandstraße – Kurfürstendamm – Wittenbergplatz – Nollendorfplatz – Kurfürstenstraße – Gleisdreieck – Möckernbrücke – Hallesches Tor – Prinzenstraße – Kottbusser Tor – Görlitzer Bahnhof – Schlesisches Tor – Warschauer Straße
Berlin U8.svg Wittenau – Rathaus Reinickendorf – Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik – Lindauer Allee – Paracelsus-Bad – Residenzstraße – Franz-Neumann-Platz – Osloer Straße – Pankstraße – Gesundbrunnen – Voltastraße – Bernauer Straße – Rosenthaler Platz – Weinmeisterstraße – Alexanderplatz – Jannowitzbrücke – Heinrich-Heine-Straße – Moritzplatz – Kottbusser Tor – Schönleinstraße – Hermannplatz – Boddinstraße – Leinestraße – Hermannstraße

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Kottbusser Tor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jürgen Meyer-Kronthaler: Berlins U-Bahnhöfe – Die ersten hundert Jahre. be.bra Verlag, Berlin 1996, S. 151, ISBN 3-930863-16-2
  2. U. Lemke / U. Poppel: Berliner U-Bahn, 3. Aufl. 1992, S. 45/46
  3. E.h. J. Bousset: Die Berliner U-Bahn, S. 107
  4. Umbau am Kottbusser Tor verzögert sich. In: Der Tagesspiegel, abgerufen am 6. Mai 2013

52.49916666666713.418055555556Koordinaten: 52° 29′ 57″ N, 13° 25′ 5″ O