U-Bahnhof Leinestraße

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Bau des Bahnhofes Leinestraße kurz vor der Fertigstellung
Der Bahnsteig

Der U-Bahnhof Leinestraße ist eine Station der Berliner U-Bahn-Linie U8. Er liegt im Ortsteil Neukölln unter der Hermannstraße zwischen Leine- und Okerstraße und wird im Bahnhofsverzeichnis der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit L abgekürzt.[1]

Geschichte und Bauwerk[Bearbeiten]

Der Bahnhof wurde am 4. August 1929 nach einer Bauzeit von zwei Jahren eröffnet und bildete bis 1996 den südlichen Abschluss der Strecke. Erst dann wurde die schon zur Bauzeit geplante und teilweise kurz danach ausgeführte Verlängerung zum heutigen Endbahnhof Hermannstraße fertiggestellt und in Betrieb genommen. Erbaut wurde er, wie viele andere Berliner Bahnhöfe jener Zeit, von Alfred Grenander und Alfred Fehse.[2]

Bis zum Beginn der Grundinstandsetzung befand sich der Bahnhof weitgehend in seinem Ursprungszustand und war nicht barrierefrei. Er verfügt über einen Mittelbahnsteig.

An den Wänden sind hellgrüne quadratische Fliesen angebracht. Die großvolumigen Fliesen schaffen eine unruhig strukturierte Oberfläche. Diese entstand, indem die Herstellerfirma Richard Blumenfeld Veltener Ofenfabrik AG Tonmasse im Modell presste. Die Fugen sind hingegen sehr fein und treten kaum in Erscheinung. Besonders deutlich wird die Qualität dieser Auskleidung beim Vergleich mit neueren Ersatzflächen.[3]

In einer der Vorhallen befindet sich ein Fahrkartenschalter, dieser wird aber nicht mehr genutzt.

Der schon 1932 nach Süden verlängerte Tunnel endete bis zum Weiterbau kurz vor dem Bahnhof Hermannstraße und diente im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker. In den 1960er Jahren wurden hier Fahrzeuge abgestellt. Von April 1945 bis zum 17. Mai 1945 war der Bahnhof aufgrund von Kriegsschäden vorübergehend geschlossen.[4]

Seit 2011 erfolgt eine mit ursprünglich fünf Millionen Euro kalkulierte Grundinstandsetzung des Bahnhofs, verbunden mit einem barrierefreien Ausbau, für den weitere 1,8 Millionen Euro veranschlagt sind. Die Erneuerung der Außenabdichtung wurde 2012 abgeschlossen. Während der Arbeiten wurden zusätzliche erhebliche witterungs- und altersbedingte Schäden an der Wand- und Deckenkonstruktion festgestellt, die eine Sanierung des Bahnhofs erforderlich machen. Hierfür waren zusätzliche Kosten in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro geplant. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für 2014 vorgesehen. Die Sanierungsarbeiten kosteten schlussendlich rund 7,5 Millionen Euro. Der Bahnhof wurde nach historischem Vorbild saniert, zudem schmücken historische Bilder die Hintergleiswände. Die Inbetriebnahme eines Aufzuges ist für Dezember 2014 vorgesehen. Der ursprünglich geplante Einbau von Granitfußboden wurde seitens der Denkmalschutzbehörde verhindert, sodass der Bahnsteig nun doch mit Asphalt versehen wurde.[5][6] Vom 12. August 2013 bis zum 25. August 2014 war aufgrund der Arbeiten der Zugbetrieb in diesem Abschnitt eingestellt.[7]

Anbindung[Bearbeiten]

Am U-Bahnhof besteht eine Umsteigemöglichkeit von der Linie U8 zur Omnibuslinie 344 der BVG.

Linie Verlauf
Berlin U8.svg Wittenau – Rathaus Reinickendorf – Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik – Lindauer Allee – Paracelsus-Bad – Residenzstraße – Franz-Neumann-Platz – Osloer Straße – Pankstraße – Gesundbrunnen – Voltastraße – Bernauer Straße – Rosenthaler Platz – Weinmeisterstraße – Alexanderplatz – Jannowitzbrücke – Heinrich-Heine-Straße – Moritzplatz – Kottbusser Tor – Schönleinstraße – Hermannplatz – Boddinstraße – Leinestraße – Hermannstraße

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Leinestraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. untergrundbahn.de: Berliner Untergrundbahn
  2. U-Bahnhöfe der Klassischen Moderne
  3. berliner-untergrundbahn.de: Berlins U-Bahn-Strecken
  4. dwrweb.de – U8, Bf Leinestraße
  5. BVG präsentiert ihre schöne neue Bahnhofswelt, Aufruf vom 20. August 2014
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatPDF-Anlage zu: Guter Nahverkehr braucht gute Infrastruktur. Berliner Verkehrsbetriebe, 12. September 2013, abgerufen am 15. September 2013.
  7. Bauarbeiten und Umleitungen. In: BVG plus 7/8/2013 vom 1. Juli 2013 (PDF online)

52.47343611111113.428125Koordinaten: 52° 28′ 24″ N, 13° 25′ 41″ O