U-Bahnhof Schwartzkopffstraße

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U-Bahnhof Schwartzkopffstraße
Einfahrender Zug
Der Bahnhof am 9. April 1951, dem Tag der Umbenennung

Der U-Bahnhof Schwartzkopffstraße ist eine Station der Berliner U-Bahnlinie 6 im Ortsteil Mitte. Er befindet sich 4,30 Meter unter der Chausseestraße, Höhe Schwartzkopffstraße. Der Bau begann 1913/1914 und wurde im Ersten Weltkrieg eingestellt. Nach Wiederaufnahme der Arbeiten 1919 konnte die Station am 8. März 1923 eröffnet werden. Heinrich Jennen, Alfred Grenander und Alfred Fehse entwarfen einen in weiß gehaltenen Bahnhof mit Mittelbahnsteig, die Stationsschilder tragen eine rote Umrandung. Bei der BVG wird er unter dem Kürzel Sk geführt.[1] Der Bahnhof ist mit einem Aufzug barrierefrei.

Von April bis Juli 1945 war der Bahnhof aufgrund von Kriegsschäden geschlossen. Am 9. April 1951 wurde er in Walter-Ulbricht-Stadion umbenannt, 1973 in Stadion der Weltjugend, seit 1991 heißt er wieder Schwartzkopffstraße. Vom 13. August 1961 bis zum 1. Juli 1990 war er ein sogenannter „Geisterbahnhof“ - die U-Bahn durchfuhr ihn und hielt in Ost-Berlin nur am Bahnhof Friedrichstraße. 1993 wurde der Bahnhof um- und zurückgebaut und steht seitdem unter Denkmalschutz.

Anbindung[Bearbeiten]

Am U-Bahnhof besteht keine Umsteigemöglichkeit zu anderen Linien des öffentlichen Nahverkehrs.

Linie Verlauf
Berlin U6.svg Alt-Tegel – Borsigwerke – Holzhauser Straße – Otisstraße – Scharnweberstraße – Kurt-Schumacher-Platz – Afrikanische Straße  – Rehberge – Seestraße – Leopoldplatz – Wedding – Reinickendorfer Straße – Schwartzkopffstraße – Naturkundemuseum – Oranienburger Tor – Friedrichstraße – Französische Straße – Stadtmitte – Kochstraße – Hallesches Tor – Mehringdamm – Platz der Luftbrücke – Paradestraße – Tempelhof – Alt-Tempelhof – Kaiserin-Augusta-Straße – Ullsteinstraße – Westphalweg – Alt-Mariendorf

Kurioses[Bearbeiten]

Die Umbenennung des Bahnhofs am 15. März 1973 von Walter-Ulbricht-Stadion in Stadion der Weltjugend erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem das Stadion noch gar nicht unter seinem neuen Namen wiedereröffnet war (erst am 28. Juli 1973) sowie darüber hinaus die Station bereits seit Jahren und noch bis zu seiner Wiedereröffnung im Jahr 1990 für Fahrgäste auch gar nicht zugänglich gewesen ist.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Schwartzkopffstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berliner Untergrundbahn

52.53527777777813.377222222222Koordinaten: 52° 32′ 7″ N, 13° 22′ 38″ O