U-Boot-Klasse XIV

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Typ XIV
Schiffsdaten
Land Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
Schiffsart U-Boot
Bauzeitraum 1940 bis 1943
Gebaute Einheiten 24 (10 fertiggestellt)
Dienstzeit 1941 bis 1944
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
67,1 m (Lüa)
Breite 9,35 m
Tiefgang max. 6,51 m
Verdrängung aufgetaucht: 1.688 t
getaucht: 1.932 t
 
Besatzung 53 bis 60 Mann
Maschine
Maschine 2 Dieselmotoren
2 Elektromotoren
Maschinen-
leistung
3.200 PS (2.354 kW)
Propeller 2
Einsatzdaten U-Boot
Aktionsradius 12.350 sm
Tauchtiefe, max. 240 m
Geschwindigkeit getaucht max. 6,2 kn (11 km/h)
Geschwindigkeit aufgetaucht max. 14,9 kn (28 km/h)
Bewaffnung
  • 2 × 3,7 cm Flak
  • 1 × 2 cm Flak

Die U-Boote der U-Boot-Klasse XIV, offiziell Typ XIV genannt, waren eine Modifikation des Typs IX D und wurden entworfen, um andere deutsche U-Boote während des Zweiten Weltkrieges mit Treibstoff, Lebensmitteln und Munition zu versorgen. Der Spitzname von Booten dieser Klasse war „Milchkuh“, seltener auch „Seekuh“. Die Bauwerft war die Deutsche Werke Kiel AG in Kiel.

Diese U-Boote hatten selbst keine Offensiv-Waffen, nur Flugabwehrkanonen zur Verteidigung gegen Luftangriffe. In der Mitte des Zweiten Weltkrieges spielten sie eine wichtige Rolle bei der Unterstützung kleinerer U-Boote vom Typ VII C beim Angriff auf die amerikanische Küste (Unternehmen Paukenschlag).

Diese für die deutschen Unterseeboote strategisch wichtigen Versorgungsposten waren ein vorrangiges Angriffsziel der alliierten Streitkräfte. Eine verbesserte Überwachung des Atlantiks mittels Radar und Flugzeugen half, sie im Laufe des Jahres 1943 zu zerstören; dabei nutzten die Alliierten Kenntnisse, die sie durch die Entzifferung der deutschen Enigma-Codes gewonnen hatten.

Insgesamt wurden zehn U-Boote dieser Klasse in Auftrag gegeben: U 459, U 460, U 461, U 462, U 463, U 464, U 487, U 488, U 489 und U 490.

Es befanden sich noch vierzehn weitere in Planung, diese wurden jedoch nicht gebaut oder in verschiedenen Bauphasen abgebrochen. Drei von diesen (U 491, U 492 sowie U 493) waren bei der Entscheidung, den Bau von Booten des Typs XIV einzustellen, im Juli und August 1943 bereits zu 75 % fertiggestellt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Karl Müller Verlag, Erlangen 1993. ISBN 3-86070-036-7
  • Axel Urbanke: Die Versorger der "Grauen Wölfe"; Einsatz und Schicksal der deutschen U-Tanker 1941-1944. 336 S. 347 Abb. Luftfahrtverlag-Start, 2013. ISBN 9783941437142