UC 71

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SM UC 71
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Typ:

UC II

Werft:

Blohm & Voss, Hamburg

Baunummer:

287

Kiellegung:

14. März 1916

Stapellauf:

12. August 1916

Indienststellung:

28. November 1916

Kommandanten:
Einsätze:

19 Feindfahrten

Versenkungen:

59 versenkte Handelsschiffe

Verbleib: Auf der Auslieferungsfahrt am 20. Februar 1919 in der Nordsee gesunken.

SM UC 71 war ein deutsches U-Boot vom Typ UC II, das während des Ersten Weltkrieges von der Kaiserlichen Marine eingesetzt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Boot wurde am 12. Januar 1916 bei Blohm & Voss in Hamburg bestellt. Der Stapellauf fand am 12. August 1916 statt, die Übergabe an die Marine am 28. November 1916.

Am 3. März 1917 wurde es in Flandern der zweiten Flotte zugeteilt. Am 13. Oktober 1918 wurde es zur ersten Flotte versetzt, wo es bis zum Kriegsende am 11. November 1918 verblieb. UC 71 führte insgesamt 19 Fahrten durch, wobei es insgesamt 61 zivile Schiffe mit einer Gesamtverdrängung von 110.688 BRT versenkte. Zusätzlich beschädigte es 17 zivile Schiffe und ein militärisches Schiff.

Bei diesem militärischen Schiff handelte es sich um die HMS Dunraven, ein britisches Q-Schiff. Am 8. August 1917 kam es zu der Begegnung beider Schiffe und zu einem Feuergefecht. Dabei wurde die Dunraven stark beschädigt, konnte aber nicht ohne Risiko vom U-Boot versenkt werden, weil schon alle Torpedos verschossen waren. Deshalb drehte das U-Boot ab und überließ das britische Schiff seinem Schicksal. Während des Gefechtes starb ein britischer Matrose. Die Dunraven sank während des Bergungsversuchs durch den britischen Zerstörer HMS Christopher am 10. August 1917. Kommandant des U-Boots war zu der Zeit Oberleutnant zur See Reinhold Saltzwedel (* 23. November 1889; † 2. Dezember 1917).

Das größte von UC 71 versenkte Schiff war der belgische Passagierdampfer Élisabethville (7017 BRT), der am 6. September 1917 in der Biskaya durch einen einzelnen Torpedo versenkt wurde. Dabei kamen 14 Menschen ums Leben. Das britische Passagierschiff Rangara war mit 10.040 BRT zwar größer, wurde aber nur beschädigt und nicht versenkt.

Das U-Boot wurde mit der Kapitulation an die Alliierten ausgeliefert. Bei der Überführung sank das Boot am 20. Februar 1919 in der Nordsee auf der Position 54° 10′ N, 7° 54′ O54.1666666666677.9.

Literatur[Bearbeiten]

 Fröhle, Claude / Kühn, Hans-Jürgen: SM UC 71. Das vergessene U-Boot vor Helgoland. Fröhle-Kühn, Herbolzheim 2005, ISBN 3-9805415-6-8.

Weblinks[Bearbeiten]