UEFA Women’s Champions League

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Dieser Artikel beschreibt die UEFA Champions League der Frauen. Für den gleichnamigen Pokalwettbewerb der Männer siehe UEFA Champions League.
UEFA Women’s Champions League
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Verband UEFA
Erstaustragung 2001/02 (als UEFA Women's Cup)
Mannschaften 54
Titelträger DeutschlandDeutschland VfL Wolfsburg (2. Titel)
Rekordsieger DeutschlandDeutschland 1. FFC Frankfurt (3 Siege)
Rekordtorschütze DeutschlandDeutschland Conny Pohlers (48)[1]
Website www.uefa.comVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite

Die UEFA Women’s Champions League, bis zur Saison 2008/09 UEFA Women’s Cup, ist ein seit 2001/02 ausgetragener Wettbewerb für europäische Fußball-Vereinsmannschaften der Frauen. Er wird von der UEFA organisiert und ist der einzige Europapokal-Wettbewerb im Frauenfußball.

Aktueller Titelträger der Women’s Champions League ist der VfL Wolfsburg aus Deutschland. Das Team gewann in der Saison 2013/14 seinen zweiten Titel. Rekordtitelträger ist der 1. FFC Frankfurt (ebenfalls aus Deutschland) mit drei Titeln. Aus dem deutschsprachigen Raum konnten außerdem der 1. FFC Turbine Potsdam zweimal und der FCR 2001 Duisburg einmal den Wettbewerb gewinnen.

Die aktuelle Trophäe beim Finale 2012

Geschichte[Bearbeiten]

Saison Sieger des
UEFA Women’s Cup[2]
2001/02 1. FFC Frankfurt
2002/03 Umeå IK
2003/04 Umeå IK
2004/05 1. FFC Turbine Potsdam
2005/06 1. FFC Frankfurt
2006/07 Arsenal LFC
2007/08 1. FFC Frankfurt
2008/09 FCR 2001 Duisburg
Saison Sieger der
UEFA Women’s Champions League
2009/10 1. FFC Turbine Potsdam
2010/11 Olympique Lyon
2011/12 Olympique Lyon
2012/13 VfL Wolfsburg
2013/14 VfL Wolfsburg
2014/15

Der UEFA Women’s Cup wurde im Jahre 2001 als Antwort auf die neue US-amerikanische Profiliga WUSA eingeführt. 33 Mannschaften nahmen am Premierenwettbewerb teil. Schnell wurden die teilweise krassen Leistungsunterschiede deutlich und zweistellige Siege waren keine Seltenheit. Besonders der College Sports Club (Armenien) und Progrès Niedercorn (Luxemburg) waren mit 0:44 bzw. 0:32 Toren völlig überfordert. Danach nahm kein Verein aus Armenien mehr teil. Niederkorn versuchte es noch einmal 2011/12, allerdings mit einem ähnlich schwachen Ergebnis (0:26 Tore). Wie erwartet setzten sich die Mannschaften aus den traditionell starken Frauenfußballnationen (Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Norwegen, Russland, Schweden) durch. Am 23. Mai 2002 trafen im Frankfurter Waldstadion der 1. FFC Frankfurt und Umeå IK aufeinander. Vor 12.106 Zuschauern konnten die Deutschen den Heimvorteil nutzen und durch Tore von Steffi Jones und Birgit Prinz als erster Pokalsieger Fußballgeschichte schreiben.

Bei der zweiten Auflage fielen zwar in der Gruppenphase weniger Tore, dennoch waren die Leistungsunterschiede immer noch groß. Im Halbfinale kam es zu einer Neuauflage des Vorjahresfinales. Hier konnte sich Umeå revanchieren und zog ins Finale ein. Bis zum Halbfinale 2010 war es das einzige Spiel, das ins Elfmeterschießen ging. Im Finale setzten sich die Schwedinnen gegen Fortuna Hjørring aus Dänemark durch.

Logo des UEFA Women’s Cup

2004 schaffte Umeå die erfolgreiche Titelverteidigung und blieb im Wettbewerb ohne Punktverlust. Letzteres hat bis heute keine andere Mannschaft geschafft. Im Finale trafen die Nordschwedinnen erneut auf den 1. FFC Frankfurt und konnten beide Spiele klar für sich entscheiden. Beim 5:0-Sieg im Rückspiel in Frankfurt am Main wurde die Heimmannschaft regelrecht vorgeführt. Zu einem Kuriosum kam es in der Gruppenphase. Der FC Foroni Verona (Italien) schied aus, ohne ein einziges Gegentor kassiert zu haben. 2004 wurde der Modus geändert. Aufgrund der großen Leistungsunterschiede und des wachsenden Teilnehmerfelds wurde eine zweite Gruppenphase eingeführt. Die Mannschaften der stärkeren Nationen griffen jetzt erst in der zweiten Runde in den Wettbewerb ein. Zum zweiten Mal ging der Pokal im Jahre 2005 nach Deutschland. Der 1. FFC Turbine Potsdam konnte gleich bei der ersten Teilnahme den Pokal gewinnen. Im Finale setzten sich die Brandenburgerinnen gegen Djurgårdens IF/Älvsjö aus Stockholm durch.

Die deutsche Dominanz erlebte ein Jahr später eine Steigerung, als der Titelverteidiger 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt im Finale aufeinander trafen. Die Frankfurterinnen profitierten im Halbfinale gegen Montpellier HSC als erste Mannschaft von der Auswärtstorregel. Potsdam machte eine 2:3-Heimniederlage durch einen 5:2-Sieg bei Djurgårdens IF/Älvsjö wieder wett. Im Finale behielten die Frankfurterinnen die Oberhand und zogen mit ihrem zweiten Triumph mit Umeå IK gleich.

Nach dem großen Erfolg folgte 2007 die Ernüchterung. Beide deutschen Vertreter mussten schon im Viertelfinale das Aus hinnehmen. Titelverteidiger Frankfurt scheiterte durch die Auswärtstorregel an Kolbotn IL (Norwegen), während Potsdam gegen Brøndby IF den Kürzeren zog. Mit dem Arsenal LFC zog erstmals eine englische Mannschaft in das Finale ein und galt gegen Umeå IK als Außenseiter. Arsenal gewann das Hinspiel in Schweden mit 1:0 und konnte die Führung durch ein torloses Unentschieden auf eigenem Platz verteidigen. Damit konnte Arsenal die jahrelange deutsch-schwedische Dominanz brechen.

2008 standen sich im Finale wieder der 1. FFC Frankfurt und Umeå IK gegenüber. Nach einem 1:1 im Hinspiel setzte sich Frankfurt im Rückspiel vor heimischem Publikum mit 3:2 durch, gewann den Pokal zum dritten Mal und stieg damit zum erfolgreichsten Frauenfußballverein Europas auf. 27.640 Zuschauer in der Commerzbank-Arena bedeuteten zum damaligen Zeitpunkt Europarekord für Frauen-Vereinswettbewerbe.

2009 sollte dann zum Jahr des FCR 2001 Duisburg werden. Der Europapokal-Neuling schaltete im Viertelfinale in einem rein deutschen Duell den Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt aus und setzte sich anschließend auch im Halbfinale gegen das favorisierte Olympique Lyon durch. Im Finale gegen den russischen Meister Swesda 2005 Perm machten die Duisburgerinnen mit einem fulminanten 6:0-Sieg schon im Hinspiel alles klar. Im Rückspiel in der MSV-Arena genügte dann vor der erneuten Europarekord-Kulisse von 28.112 Zuschauern ein 1:1-Unentschieden zum Gewinn des UEFA Women's Cups.

Seit der Saison 2009/10 wird der Wettbewerb unter dem Namen UEFA Women’s Champions League ausgetragen. Neben den Landesmeistern können die acht stärksten Verbände auch ihren jeweiligen Vizemeister melden. Da der Vorjahressieger sich auch weiterhin automatisch für den nächsten Wettbewerb qualifiziert, können damit bis zu drei Teilnehmer aus einem Land kommen – zum Beispiel 2009/10 drei deutsche Vereine, da FCR Duisburg in der vorhergehenden Saison den Titel für sich entschied. Ferner besteht das Finale seit der Spielzeit 2009/10 nur noch aus einem Spiel.

Auch unter dem neuen Label hielt die deutsche Dominanz an. Im Halbfinale trafen der FCR 2001 Duisburg und der 1. FFC Turbine Potsdam aufeinander. Duisburg gewann das Hinspiel zuhause mit 1:0, doch im Rückspiel hieß es im Karl-Liebknecht-Stadion nach 90 Minuten 1:0 für Potsdam. Da in der Verlängerung keine Tore fielen, musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Hier setze sich Potsdam mit 3:1 durch. Anna Felicitas Sarholz hielt dabei drei Elfmeter. Endspielgegner vor 10.372 Zuschauern im spanischen Getafe war Olympique Lyon, das sich im anderen Halbfinale gegen Umeå IK durchsetzen konnte. Nach 120 torlosen Minuten hatten die „Turbinen“ auch hier im Elfmeterschießen das bessere Ende für sich und gewannen mit 7:6.

In der Saison 2010/11 kam es zur Neuauflage des Finales von 2010, nachdem Turbine Potsdam den FCR Duisburg in einem deutschen Duell nach einem 2:2 im Hinspiel im Rückspiel mit 1:0 besiegte und Lyon durch 2:0- und 3:2-Siege den LFC Arsenal London ausschaltete. Im Finale konnte Abwehrspielerin Renard nach einer knappen halben Stunde Lyon in Führung bringen. Kurz vor Schluss machte dann die eingewechselte Schweizerin Lara Dickenmann alles klar. Durch den Sieg sicherte sich Lyon erstmals den Titel und konnte sich erfolgreich für die Endspielniederlage im Jahr zuvor revanchieren. 2012 konnte Lyon im Olympiastadion München mit einem 2:0 gegen den 1. FFC Frankfurt vor der Rekordkulisse von 50.212 Zuschauern den Titel verteidigen.

Teilnehmende Mannschaften[Bearbeiten]

Die UEFA Women’s Champions League wird jährlich ausgetragen. In der Regel beginnt der Wettbewerb im August mit der Qualifikation und endet im April oder Mai mit den Endspielen. Jeder Mitgliedsverband der UEFA darf seinen nationalen Meister für den Wettbewerb melden. Außerdem ist der Titelverteidiger der Vorsaison, unabhängig von seinem Abschneiden in der nationalen Liga, automatisch qualifiziert. Bis zur Saison 2010/11 konnten die Zweitplatzierten der acht besten Nationen im 5-Jahres-Ranking der UEFA sich über die Qualifikation ebenfalls einen Startplatz in der Hauptrunde (Sechzehntelfinale) sichern.[3] Ab der Saison 2011/12 sind der nationale Meister und der Vizemeister der acht besten Nationen im 5-Jahres-Ranking für die Hauptrunde (Sechzehntelfinale) qualifiziert.[4] In Ländern, in denen es keine landesweite Meisterschaft gibt, nimmt der jeweilige Pokalsieger teil. Ein Beispiel hierfür ist Irland. Sollte der Titelverteidiger sich nicht national qualifizieren, erhält der Verband des Titelverteidigers einen zusätzlichen Platz für ihn. Qualifiziert er sich, wird kein weiterer Teilnehmer gemeldet.

Aktueller Modus[Bearbeiten]

Der Wettbewerb besteht derzeit aus einer Gruppenphase und der Finalrunde. Obwohl grundsätzlich die nationalen Meister aller 53 UEFA Mitgliedsverbände startberechtigt sind, waren jedoch Albanien, Andorra, Lettland, Liechtenstein, Montenegro und San Marino noch nie, Luxemburg und Armenien bisher nur einmal mit einer Mannschaft am Start. Durch die schwankende Teilnahme variiert die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften von Jahr zu Jahr.

Gruppenphase In der Gruppenphase spielen die Vereine aus den 32 leistungsschwächeren Verbänden der UEFA in acht Gruppen zu vier Teams die Teilnehmer an der Finalrunde aus für welche der Titelverteidiger, die Meister der leistungsstärkeren Verbände und die Vizemeister der acht stärksten Verbände nach der UEFA-Fünfjahreswertung der Frauen gesetzt sind.

Je eine Mannschaft innerhalb der Gruppe fungiert als Ausrichter des Miniturniers. Bei der Anmeldung für den Wettbewerb können die Vereine ihr Interesse an der Ausrichtung eines Turniers erklären. Sollten sich mehr Vereine um die Ausrichtung eines Miniturniers bewerben als es Turniere gibt, entscheidet die UEFA über die Ausrichter. Sollten sich jedoch weniger Vereine um die Ausrichtung bewerben, werden die restlichen Ausrichter von der UEFA per Los bestimmt.[5] Während der Miniturniere spielt jede Mannschaft je einmal gegen jede andere. Die Gruppensieger und die beiden punktbesten Gruppenzweiten der acht Gruppen qualifizieren sich für das Sechzehntelfinale.

Sollten zwei oder mehrere Mannschaften am Ende des Miniturniers punktgleich sein, wird die Entscheidung nach folgenden Kriterien gesucht:

  1. die höhere Punktzahl aus dem direkten Vergleich
  2. die bessere Tordifferenz aus dem direkten Vergleich
  3. die höhere Zahl der erzielten Tore aus dem direkten Vergleich
  4. die bessere Tordifferenz aus allen Begegnungen
  5. die höhere Zahl der erzielten Tore aus allen Begegnungen
  6. Losentscheid[6]

Sofern zwei Mannschaften am letzten Spieltag aufeinandertreffen, die die gleiche Punktzahl, das gleiche Torverhältnis und die gleiche Anzahl an erzielten Toren aufweisen, und das Spiel der beiden Mannschaften mit einem Unentschieden endet, erfolgt unmittelbar nach dem Abpfiff ein Elfmeterschießen.[7]

Finalrunde Die Finalrunde besteht aus dem Sechzehntelfinale, dem Achtelfinale, dem Viertelfinale, dem Halbfinale und dem Finale. Alle Runden bis auf das Finale werden im K.-o.-System mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Steht es nach Hin- und Rückspiel unentschieden, gewinnt die Mannschaft, die in dieser Paarung mehr Auswärtstore erzielt hat. Herrscht auch danach noch Gleichstand, wird das Rückspiel um zweimal 15 Minuten verlängert. In letzter Instanz entscheidet das Elfmeterschießen. Bisher kam es allerdings erst zweimal vor, dass die Auswärtstorregel angewendet werden musste. Ein Elfmeterschießen kam bisher nur einmal vor. Das Finale wird in einem Spiel an einem neutralen Ort entschieden – seit 2010 in der Stadt und einige Tage vor dem Endspiel der Champions League der Männer. Steht es hier nach 90 Minuten unentschieden, gibt es ebenfalls Verlängerung und ggf. Elfmeterschießen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Trophäe[Bearbeiten]

Der Siegerverein erhält für ein Jahr den von der UEFA gestifteten Wanderpokal, auf dem die Namen der Sieger eingraviert werden. Sollte ein Verein den Wettbewerb dreimal in Folge bzw. fünfmal insgesamt gewinnen, geht die Trophäe in das Eigentum des Vereins über.[8] Der amtierende Titelträger behält den Pokal bis zwei Monate vor dem nächsten Endspiel und darf jeweils eine Nachbildung anfertigen lassen, die den eindeutigen Vermerk „Replikat“ enthalten muss und 4/5 der Originalgröße des Pokals nicht überschreiten darf.

Finanzen[Bearbeiten]

In den beiden Gruppenphasen erhält der Ausrichter der Miniturniere von den Verbänden der Gastmannschaften sowie vom eigenen Verband einen Betrag von jeweils 25.000 Schweizer Franken (CHF). Für die Schiedsrichter und die Offiziellen erhält der Verein von der UEFA ebenfalls 25.000 CHF. Durch diese Zuwendungen sollen die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung gedeckt werden. Die jeweiligen Gastmannschaften müssen die An- und Abreise zu den Turnieren selber bezahlen.[9] Ab dem Viertelfinale erhalten die beteiligten Mannschaften für jedes Heimspiel ebenfalls 25.000 CHF für die Schiedsrichter und Offiziellen.[10]

Strafen[Bearbeiten]

Wird eine Spielerin in verschiedenen Spielen zum zweiten Mal mit einer gelben Karte verwarnt so wird sie für das nächste Spiel gesperrt. Nach Ablauf dieser Sperre folgt nach zwei weiteren gelben Karten eine erneute Sperre. Vor der Endphase werden sämtliche gelben Karten gestrichen. Sollte eine Spielerin mit einer roten Karte vom Platz gestellt werden wird sie für mindestens ein Spiel gesperrt. Die Kontroll- und Disziplinarkammer der UEFA kann die Sperre ggf. erhöhen.[11]

Spielberechtigung[Bearbeiten]

Um für die Spiele im UEFA Women’s Cup spielberechtigt zu sein müssen die Spielerinnen mehrere Voraussetzungen erfüllen.

  1. Die Spielerin muss am Ende des Kalenderjahres, in dem ein Spiel stattfindet, mindestens 16 Jahre als sein. (Beispiel für den Wettbewerb 2007/08: Eine Spielerin, die im Kalenderjahr 1991 geboren wurde ist für alle Begegnungen spielberechtigt. Eine Spielerin, die im Kalenderjahr 1992 geboren wurde ist nur in den Spielen, die im Kalenderjahr 2008 stattfinden, spielberechtigt).
  2. Die Spielerin muss ordnungsgemäß beim jeweiligen nationalen Fußballverband registriert sein.
  3. Die Spielerin muss vom jeweiligen nationalen Fußballverband bei der UEFA angemeldet werden.[12]

UEFA Women’s Cup in den Medien[Bearbeiten]

Die Berichterstattung der Medien findet in einem weitaus kleinerem Rahmen als bei der UEFA Champions League bzw. der UEFA Europa League statt. In der Regel wurden die Ergebnisse in den Gruppenphasen sowie im Viertel- und Halbfinale nur als Randnotiz in Zeitungen und im Videotext der deutschen Fernsehsender erwähnt.

Als sich im Jahre 2006 zwei deutsche Mannschaften im Finale gegenüberstanden wurden beide Spiele live im Fernsehen übertragen. Beim Hinspiel übertrugen der Rundfunk Berlin-Brandenburg sowie der Hessische Rundfunk die Begegnung, während das Rückspiel im ZDF gezeigt wurde. Ansonsten werden die Finalbegegnungen von Eurosport übertragen.

Im UEFA Women’s Cup 2008/09 standen sich im Viertelfinale mit dem FCR 2001 Duisburg (zum ersten Mal überhaupt im UEFA Women’s Cup) und dem 1. FFC Frankfurt wieder zwei deutsche Mannschaften gegenüber. Hier wurde nur das Hinspiel im Hessischen Rundfunk gezeigt. Die Duisburgerinnen schlugen den Titelverteidiger in beiden Spielen; danach wuchs auch in Deutschland das Medieninteresse. Die beiden Halbfinalspiele des FCR 2001 Duisburg gegen die Frauen von Olympique Lyon wurden von Eurosport (Hinspiel in Lyon) bzw. der ARD (Rückspiel) live übertragen – ein Novum in Deutschland.

In der Saison 2011/12 wurden bereits drei der vier Halbfinalspiele von Eurosport, ZDF bzw. RBB live im Fernsehen übertragen.[13]

Statistik[Bearbeiten]

Ranglisten[Bearbeiten]

Der erfolgreichste Verein ist der 1. FFC Frankfurt mit drei Titeln vor Umeå IK aus Schweden, Turbine Potsdam, dem VfL Wolfsburg und Olympique Lyon mit jeweils zwei Erfolgen. Die Frankfurterinnen gingen im Jahre 2002 als erster Sieger in die Annalen ein. Umeå, Lyon und Wolfsburg konnten jeweils ihren Titel erfolgreich verteidigen. Mit fünf Endspielteilnahmen, davon dreimal in Folge, hält Umeå den Rekord. Außerdem ist Umeå der einzige Sieger, der im Wettbewerb alle Spiele gewinnen konnte. Bis 2007 gingen die Titel immer nach Deutschland bzw. Schweden, bevor der Arsenal LFC erstmals den Pokal nach England holte. Insgesamt konnten bisher sieben Vereine den Pokal gewinnen.

Erfolgreichste Nation im UEFA Women’s Cup ist Deutschland mit acht Siegen bei zwölf Finalteilnahmen. Deutschland ist auch der einzige Verband, der vier verschiedene Sieger stellte. Im Jahre 2006 standen sich sogar zwei deutsche Mannschaften im Finale gegenüber. Zweiterfolgreichste Nation ist Schweden mit zwei Siegen bei sieben Finalteilnahmen. Durch diese Erfolge wird deutlich, dass die deutsche Frauen-Bundesliga und die schwedische Damallsvenskan die stärksten europäischen Ligen sind. Neben Deutschland und Schweden konnten nur Dänemark, England, Russland und Frankreich jeweils einen Endspielteilnehmer stellen.

nach Klubs
Rang Klub Titel Finalt. Quote
1 1. FFC Frankfurt 3 5 60%
2 Umeå IK 2 5 40%
3 1. FFC Turbine Potsdam 2 4 50%
Olympique Lyon 2 4 50%
5 VfL Wolfsburg 2 2 100%
6 Arsenal LFC 1 1 100%
FCR 2001 Duisburg 1 1 100%
8 Djurgårdens IF/Älvsjö 1
Fortuna Hjørring 1
Swesda 2005 Perm 1
Tyresö FF 1
nach Ländern
Rang Land Titel Finalt. Quote
1 DeutschlandDeutschland Deutschland 8 12 67%
2 SchwedenSchweden Schweden 2 7 29%
3 FrankreichFrankreich Frankreich 2 4 50%
4 EnglandEngland England 1 1 100%
5 DanemarkDänemark Dänemark 1
RusslandRussland Russland 1

Höchste Siege in den einzelnen Turnierphasen[Bearbeiten]

Runde Saison Sieger Ergebnis Verlierer
Qualifikation 2012/13 Apollon Limassol 21:0 KS Ada
Sechzehntelfinale 2013/14 VfL Wolfsburg 14:0 Pärnu JK
Achtelfinale 2011/12 1. FFC Turbine Potsdam 10:0 Glasgow City
Viertelfinale 2005/06 1. FFC Turbine Potsdam 11:1 Valur Reykjavík
Halbfinale 2006/07 Umeå IK 6:0 Kolbotn IL
Endspiel 2008/09 FCR 2001 Duisburg 6:0 Swesda 2005 Perm

Trivia[Bearbeiten]

Die beste Tordifferenz bei einem Miniturnier überhaupt erzielte im Wettbewerb 2012/13 Apollon Limassol mit 31:0 Toren. Bayern München erzielte mit 32:2 in der Saison 2009/10 die meisten Tore. Die schlechteste Tordifferenz wiesen Ada Velipoje aus Albanien 2012/13 und der College Sports Club aus Armenien 2001/02 auf. Nach drei Begegnungen betrug die Tordifferenz bei beiden jeweils −44, wobei allerdings Ada Velipoje 2 Tore gelangen (insgesamt 2:46), während der armenische Verein kein Tor erzielen konnte. Den höchsten Sieg in einer Begegnung mit Hin- und Rückspiel erzielte der VfL Wolfsburg im Sechzehntelfinale 2013/14. Am Ende standen ein 14:0- und 13:0-Erfolg, was in der Addition einen 27:0-Erfolg gab.

Dreimal konnte der Vizemeister eines Landes den Titel holen: FCR 2001 Duisburg (2009), Umeå IK (2004) und VfL Wolfsburg (2013).

Fünfmal gelang einer Mannschaft das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions-League-Sieg: 1. FFC Frankfurt (2002, 2008), LFC Arsenal (2007, zudem Englischer Ligapokalsieger), Olympique Lyon (2012) und VfL Wolfsburg (2013). Ein Double aus UEFA Women’s Cup und dem nationalen Pokal gewannen Umeå IK (2003), der 1. FFC Turbine Potsdam (2005) und der FCR 2001 Duisburg (2009). Ein Double aus UEFA Women’s Champions League und der nationalen Meisterschaft gewannen der 1. FFC Turbine Potsdam (2010) und Olympique Lyon (2011).

Der einzige Verein, der an allen bisherigen Turnieren teilnahm, ist KÍ Klaksvík von den Färöern. Die UEFA-Verbände Andorra, Liechtenstein und San Marino haben bisher noch keinen Teilnehmer entsandt.

Im Finale um den Uefa-Pokal der Frauen am 17. Mai 2008 erzielte die Brasilianerin Marta von Umeå IK beim 1:1-Hinspiel elf Sekunden nach Anpfiff das schnellste Tor der Europacup-Geschichte.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Triumph in Lissabon und Donovans Reaktion. In: fifa.com. FIFA, 28. Mai 2014, abgerufen am 28. Mai 2014.
  2. UEFA Women’s Cup – Alle Gewinner. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 7. August 2013.
  3. Regulations of the UEFA Women’s Champions League 2010/11. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 7. August 2013 (PDF; 1,4 MB, englisch).
  4. Regulations of the UEFA Women’s Champions League 2011/12. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 7. August 2013 (PDF; 900 kB, englisch).
  5. Anhang II Reglement zum UEFA Women’s Cup
  6. Artikel 6.09 Reglement zum UEFA Women’s Cup.
  7. Artikel 6.10 Reglement zum UEFA Women’s Cup.
  8. Artikel 3.01 Reglement des UEFA Women’s Cup.
  9. Artikel 25.07 bis 25.10 Reglement zum UEFA Women’s Cup.
  10. Artikel 25.14 Reglement zum UEFA Women’s Cup.
  11. Artikel 20 Reglement zum UEFA Women’s Cup.
  12. Artikel 16 Reglement zum UEFA Women’s Cup.
  13. Das Halbfinale der UEFA Women's Champions League im TV. In: framba.de. Framba.de - Frauenfußball, 14. April 2012, abgerufen am 7. August 2013.