USATC-Klasse S 118

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USATC S 118
QGR Klasse AC16, EAR Klasse 27
Anzahl: 793
Hersteller: Baldwin, ALCO, Porter, Davenport, Vulcan
Baujahr(e): 1942–1948
Bauart: 1'D1' h2
Spurweite: 914, 1.000, 1.067 mm
Höhe: 3.340 mm
Fester Radstand: 4.115 mm
Gesamtradstand: 8.611 mm
Dienstmasse: 53,5 t
Dienstmasse mit Tender: 95,7 t
Reibungsmasse: 36,3 t
Radsatzfahrmasse: 9,1 t
Kuppelraddurchmesser: 1.219 mm
Laufraddurchmesser vorn: 660 mm
Laufraddurchmesser hinten: 914 mm
Steuerungsart: Heusinger-Walschaert
Zylinderdurchmesser: 406 mm
Kolbenhub: 610 mm
Kesselüberdruck: 12,76 bar
Rostfläche: 2,56 m²
Strahlungsheizfläche: 10,68 m²
Rohrheizfläche: 116,69 m²
Überhitzerfläche: 34,75 m²
Wasservorrat: 19 m³/ 24 m³
Brennstoffvorrat: 9 t Kohle
Bremse: Druckluftbremse

Die USATC Klasse S 118 waren Kriegslokomotiven des United States Army Transportation Corps (USATC). Sie waren für Schmalspurstrecken mit Spurweiten zwischen 914 mm (3 Fuß) und 1067 mm (3,5 Fuß, Kapspur) ausgelegt. Die Konstruktion mit der Achsfolge 1'D'1 (Mikado, während des Zweiten Weltkriegs auch MacArthur genannt) Heißdampfkessel, Zweizylindertriebwerk und Walschaerts-Steuerung entsprach amerikanischen Baugrundsätzen.

Insgesamt wurden 793 Stück gebaut, davon 52 erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Hersteller waren ALCO (338 Stück), Baldwin (286), Davenport (73), Vulcan (66) und Porter (30). Die Konstruktion stammte von ALCO.

11 Lokomotiven mit 914 mm Spurweite gingen an die White Pass and Yukon Route in Alaska. Kapspurige Lokomotiven wurden in Queensland (Australien) eingesetzt, wo sie nach dem Krieg zur Klasse AC16 der Queensland Government Railways (QGR) wurden.

Die meterspurige Ausführung wurde in Indien, Burma und Malaysia eingesetzt, und nach dem Krieg gelangten viele Lokomotiven nach Thailand und Tanganyika, wo sie später die Klasse 27 der East African Railways (EAR) bildeten. Die thailändischen Maschinen wurden Anfang der 1970er Jahre ausgemustert; einige gingen jedoch nach Kambodscha, wo sie noch einige Jahre im Einsatz waren.

Drei Lokomotiven, die Nr. 190 und 192 der White Pass and Yukon Route sowie die Nr. 221A der QGR, sind betriebsfähig erhalten. Das Bild zeigt die 221A vor der 2003 durchgeführten Restaurierung.

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