United Soccer League

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USL Professional Division
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Voller Name United Soccer League
Abkürzung USL
Verband USSF
Erstaustragung 2011
Hierarchie 3. Liga
Mannschaften 24
Meister Sacramento Republic
Rekordmeister Orlando City SC (2)
Website uslsoccer.comVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Qualifikation für Lamar Hunt U.S. Open Cup

Die United Soccer League (vorher USL Professional Division) ist eine professionelle Herren-Fußballliga in den Vereinigten Staaten und Kanada.

Die Liga ist offiziell durch die United States Soccer Federation als Division III Professional League genehmigt worden und damit dritte Liga um US-amerikanischen Fußballligensystem angesiedelt. In der kanadischen Ligastruktur steht sie auch an dritter Stelle, allerdings parallel zur League1 Ontario und zur Première Ligue de soccer du Québec.

Die Spielklasse wurde 2010 gegründet und hat 2011 ihren Ligabetrieb aufgenommen. Die USL gehört zur United Soccer Leagues-Organisation und wird von dieser auch betrieben. In ihr wurden die bisherigen Ligen USL First Division und USL Second Division zusammengefasst. Dieses geht auch auf den Streit zwischen USL und NASL zurück, aus dem für die Saison 2010 die temporäre USSF Division 2 Professional League hervorging.

Durch die Schaffung der neuen Liga will die USL einen besseren Standpunkt in der US-amerikanischen Fußballlandschaft erreichen. Auch die wirtschaftliche Stabilität soll damit besser abgedeckt werden.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung der USL Pro[Bearbeiten]

Am 8. September gab die USL die Gründung der Professional Division in einer Presseerklärung bekannt.[1] Schon am 11. August 2010 gaben der Dayton Dutch Lions FC bekannt an der neuen "USL-Pro Championship Division" (ehemals USL-2) teilnehmen zu wollen. Bis dahin war dies der inoffizielle Name der Liga. Mit dieser Erklärung stand die erste Mannschaft für die Saison 2011 fest. Auch die Richmond Kickers gaben wenig später bekannt an der Liga teilnehmen zu wollen.[2] Mit dem Abgang der Portland Timbers in Richtung Major League Soccer und der Erklärung der Puerto Rico Islanders an der neuen NASL teilnehmen zu wollen, waren die Austin Aztex das einzige Team der USL First Division, welche sich für die USL Pro entschieden hatten. Die Aztex wurden später in Orlando City umbenannt.

Am 22. September 2010 fand eine Pressekonferenz in San Juan, Puerto Rico statt, in der die beiden Vereine Sevilla FC Puerto Rico und Club Atlético River Plate Puerto Rico bekannt gaben an der USL Pro teilzunehmen.[3] Auch Antigua Barracuda wird als neues Team seinen Einzug in die Liga machen.

In den kommenden Wochen folgten immer mehr Mannschaften in die USL Professional Division. Am 9. Dezember 2010 kam mit Puerto Rico United die letzte Mannschaft hinzu.[4]

Am 10. Mai 2011 gab die USL bekannt, das die drei Mannschaften aus Puerto Rico, Puerto Rico United, River Plate Puerto Rico und Sevilla Puerto Rico, nicht länger am Spielbetrieb teilnehmen werden.[5] Damit wurde die Vereinbarung mit der Puerto Rico Soccer League "reformiert". Die drei RPSL Klubs wurden aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr zugelassen. Die beiden anderen Mannschaften in der International Division wurden auf die anderen Divisionen aufgeteilt.

Start der Liga (2011–2012)[Bearbeiten]

Nach der Austragung der ersten Saison wurde bekannt das der FC New York nicht weiter am Spielbetrieb teilnehmen wird. Daraus resultiert das es keine Aufteilung mehr in zwei Divisionen gibt, sondern eine Einheitstabelle gebildet wird.[6]

Partnerschaft mit der MLS (2013)[Bearbeiten]

Am 23. Januar 2013 wurde eine umfassende Partnerschaft zwischen der Major League Soccer und der USL Pro vereinbart. Im Schritt wurde verabschiedet das diverse MLS-Klubs Partnerschaften mit USL Pro Teams eingehen. Durch diese Partnerschaften sollen Spieler in beiden Ligen besser ausgebildet werden, z.B. durch Leihtransfers. Aber auch wirtschaftlich sollen sich hier positove Effekte ergeben. In den nächsten Schritten werden die Reservemannschaft der MLS, die bis dahin noch in der MLS Reserve League spielten, in die USL Pro eingegliedert.[7][8] Den Anfang machte zur Saison 2014 die Reserve Mannschaft von Los Angeles Galaxy. Des Weiteren wurden die anderen Reserve Mannschaften mit in den Ligabetrieb für diese Saison integriert. Das heißt alle USL Pro Mannschaften spielten auch gegen die MLS Reserve Teams.

Nach der Saison 2013 stellten die Teams VSI Tampa Bay und Antigua Barracuda ihren Spielbetrieb ein. Die Mannschaft Los Angeles Blues nannte sich im Frühjahr 2014 in Orange County Blues FC um. Das Franchise Phoenix FC wurde abgemeldet und durch Arizona United SC ersetzt. Zur Saison 2015 gab es wiederum Änderungen im Teilnehmerfeld. Der Orlando City SC wechselt in die Major League Soccer. Die Charlotte Eagles haben ihre Lizenz an Charlotte Independence abgegeben. Mit den Colorado Springs Switchbacks, Louisville City, FC Montréal, Real Monarchs und den Tulsa Roughnecks kommen weitere fünf Mannschaften hinzu.

Am 2. Oktober 2014 wurde bekannt das sich die Reserve Mannschaften der Major League Soccer Mannschaften Portland Timbers und Seattle Sounders FC der USL Pro anschließen werden. Auch die New York Red Bulls stellen eine eigene Mannschaft. Für die 2016 haben der FC Dallas und Houston Dynamo angekündigt eigene Reserveteams stellen zu wollen.

Änderung des Liganamens (2015)[Bearbeiten]

2015 wurde der Liganame in United Soccer League geändert. Auch das Logo wurde angepasst.[9]

Modus[Bearbeiten]

Zur Saison 2015 wurde die Liga in zwei Conferences, West und East, aufgeteilt. Jede Mannschaft trägt 28 Spiele aus. Innerhalb der Conferences spielt jedes Team zweimal gegen die jeweils anderen Mannschaften. Hinzukommenden spielt jede Mannschaft gegen drei Mannschaften aus der jeweils anderen Conference. Am Ende der Regular Season qualifizieren sich die besten sechs Mannschaften für die Play-offs.[10]

Organisation[Bearbeiten]

Eigentümer[Bearbeiten]

Die United Soccer League wird von der United Soccer Leagues geleitet und organisiert. Die USL wurde 1986 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Tampa, Florida. Die Organisation betreibt neben der USL Pro noch weitere Ligen im Amateur und Jugendbereich.

Medien[Bearbeiten]

Alle Spiele werden über Fox Soccer Channel landesweit ausgestrahlt. Des Weiteren hat jede Mannschaft seine eigenen Medienpartner, wo die Spiele entweder über das regionale Fernsehen und oder Radio zu sehen und hören sind. Seit der Saison 2014 ist es auch möglich alle Spiele über YouTube zu sehen.

Mannschaften 2015[Bearbeiten]

Die folgenden Mannschaften nehmen an der Saison 2015 teil.[11]

Standorte der Franchises der United Soccer League

Eastern Conference[Bearbeiten]

Mannschaft Gründung Einstieg (USL) Stadion Ort Bundesstaat/Provinz MLS Partner
Charleston Battery Charleston Battery 1993 2011 Blackbaud Stadium (5.100) Charleston USA-South CarolinaSouth Carolina South Carolina Houston Dynamo
Charlotte Independence Charlotte Independence 2014 2015 Charlotte USA-North CarolinaNorth Carolina North Carolina Colorado Rapids
Harrisburg City Islanders Harrisburg City Islanders 2004 2011 Skyline Sports Complex (4.000) Harrisburg USA-PennsylvaniaPennsylvania Pennsylvania Philadelphia Union
Louisville City FC 2014 2015 Louisville Slugger Field (13.131) Louisville USA-KentuckyKentucky Kentucky Orlando City SC
FC Montréal 2014 2015 Stade Saputo (20.521) Montréal QuébecQuébec Québec Montreal Impact
New York Red Bulls II 2015 2015 Red Bull Arena (20.000) Harrison USA-New JerseyNew Jersey New Jersey New York Red Bulls
Pittsburgh Riverhounds Pittsburgh Riverhounds 1999 2011 Highmark Stadium (4.000) Pittsburgh USA-PennsylvaniaPennsylvania Pennsylvania
Richmond Kickers Richmond Kickers 1993 2011 City Stadium (22.000) Richmond USA-VirginiaVirginia Virginia D.C. United
Rochester Rhinos Rochester Rhinos 1996 2011 Sahlen's Stadium (13.768) Rochester USA-New YorkNew York New York New England Revolution
Saint Louis FC 2014 2015 St. Louis Soccer Park (6.200) Fenton USA-MissouriMissouri Missouri Chicago Fire
FC Toronto II 2014 2015 Ontario Soccer Centre (3.500) Vaughan OntarioOntario Ontario FC Toronto
Wilmington Hammerheads Wilmington Hammerheads 1996 2011 Legion Stadium (6.000) Wilmington USA-North CarolinaNorth Carolina North Carolina New York City FC

Western Conference[Bearbeiten]

Mannschaft Gründung Einstieg (USL) Stadion Ort Bundesstaat/Provinz MLS Partner
Arizona United SC Arizona United SC 2014 2014 Scottsdale Stadium (12.000) Scottsdale USA-ArizonaArizona Arizona FC Dallas
Austin Aztex FC Austin Aztex FC 2011 2015 House Park (6.000) Austin USA-TexasTexas Texas Columbus Crew
Colorado Springs Switchbacks 2013 2015 Sand Creek Stadium (3.500) Colorado Springs USA-ColoradoColorado Colorado
LA Galaxy II 2014 2014 StubHub Center Track and Field Stadium (2.000) Carson USA-KalifornienKalifornien Kalifornien LA Galaxy
OKC Energy FC Oklahoma City Energy FC 2013 2014 Taft Stadium (7.500) Oklahoma City USA-OklahomaOklahoma Oklahoma Sporting Kansas City
Orange County Blues Orange County Blues FC 2010 2011 Anteater Stadium (2.500) Irvine USA-KalifornienKalifornien Kalifornien
Portland Timbers 2 2014 2015 Merlo Field (4.892) Portland USA-OregonOregon Oregon Portland Timbers
Real Monarchs 2014 2015 Rio Tinto Stadium (20.213) Sandy USA-UtahUtah Utah Real Salt Lake
Sacramento Republic Sacramento Republic FC 2012 2014 Bonney Field (8.000) Sacramento USA-KalifornienKalifornien Kalifornien San Jose Earthquakes
Seattle Sounders FC 2 2014 2015 Starfire Sports Complex (4.500) Tukwila USA-WashingtonWashington Washington Seattle Sounders FC
Tulsa Roughnecks FC 2013 2015 ONEOK Field (7.833) Tulsa USA-OklahomaOklahoma Oklahoma
Vancouver Whitecaps FC 2 2014 2015 Thunderbird Stadium (3.500) Vancouver British Columbia British Columbia Vancouver Whitecaps FC

Ehemalige Mannschaften[Bearbeiten]

Mannschaft Einstieg Ausstieg Ort Land/Bundesstaat/Provinz
Antigua Barracuda FC 2011 2013 Saint John’s Antigua und BarbudaAntigua und Barbuda Antigua und Barbuda
Charlotte Eagles 2011 2014 Charlotte USA-North CarolinaNorth Carolina North Carolina
Dayton Dutch Lions 2011 2014 West Carrollton USA-OhioOhio Ohio
FC New York 2011 2011 New York City USA-New YorkNew York New York
Orlando City SC 2011 2014 Orlando USA-FloridaFlorida Florida
Phoenix FC 2013 2013 Tempe USA-ArizonaArizona Arizona
Puerto Rico United 2011 2011 Aguada Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico
River Plate Puerto Rico 2011 2011 Fajardo Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico
Sevilla FC Puerto Rico 2011 2011 Juncos Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico
VSI Tampa Bay FC 2013 2013 Plant City USA-FloridaFlorida Florida

Meisterschaften[Bearbeiten]

Saison Commissioner's Cup
(Regular Season)
USL Pro
Championship Series
2011 Orlando City Orlando City SC Orlando City Orlando City SC
2012 Orlando City Orlando City SC Charleston Battery Charleston Battery
2013 Richmond Kickers Richmond Kickers Orlando City Orlando City SC
2014 Orlando City Orlando City SC Sacramento Republic Sacramento Republic FC

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b USL Restructures Professional Division, www.uslsoccer.com. 8. September 2010. Archiviert vom Original am 11. Oktober 2010. 
  2. Kickers Join USL PRO, www.richmondkickers.com. 8. September 2010. Abgerufen am 14. September 2010. 
  3. Sevilla, River Plate Join USL PRO, www.uslsoccer.com. 23. September 2010. Archiviert vom Original am 5. November 2010. Abgerufen am 24. September 2010. 
  4. Puerto Rico United Joins USL Pro, www.uslsoccer.com. 9. Dezember 2010. Archiviert vom Original am 16. Juli 2011. 
  5. USL Reforms Agreement with PRSL, www.uslsoccer.com. 10. Mai 2011. Archiviert vom Original am 14. Mai 2011. Abgerufen am 11. Mai 2011. 
  6. USL PRO 2012 Schedule Released, www.uslsoccer.com. 11. Januar 2012. Archiviert vom Original am 15. Januar 2012. Abgerufen am 22. Januar 2012. 
  7. MLS, USL Pro reach deal on restructured Reserve League, www.mlssoccer.com. 23. Januar 2013. Abgerufen am 27. Januar 2013. 
  8. MLS Affifiliation, www.uslpro.uslsoccer.com. Abgerufen am 17. Februar 2015. 
  9. Welcome to a new dawn in North American soccer. USL. Abgerufen am 17. Februar 2015.
  10. Expanded USL PRO Unveils 2015 Format. United Soccer Leagues (USL). 21. Januar 2015. Archiviert vom Original am 22. Januar 2015. Abgerufen am 10. Februar 2015.
  11. USL Club List. USL. Abgerufen am 17. Februar 2015.

Weblinks[Bearbeiten]