USS Anthony (DD-515)

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USS Anthony am 8. Dezember 1944 vor Mare Island
USS Anthony am 8. Dezember 1944 vor Mare Island
Geschichte Flagge
Typ Zerstörer
Bauwerft

Bath Iron Works

Kiellegung 17. August 1942
Stapellauf 20. Dezember 1942
Dienstzeit

26. Februar 1943–17. April 1946

Verbleib 1958 leihweise an Bundesrepublik Deutschland
1979 als Zielschiff versenkt
Technische Daten
Verdrängung

2.050 ts

Länge

114,7 Meter

Breite

12,2 Meter

Tiefgang

5,4 Meter

Besatzung

329

Antrieb
Geschwindigkeit

35 Knoten

Reichweite

6.500 Seemeilen (11.700 km) bei 15 Knoten

Bewaffnung

Die USS Anthony (DD-515) war ein Zerstörer der Fletcher-Klasse der US Marine im Zweiten Weltkrieg. Es war das zweite Schiff der US Navy, welches auf den Namen USS Anthony getauft wurde. Nach dem Krieg wurde es im Rahmen des Military Assistance Program leihweise an die Bundesrepublik Deutschland übergeben, die das Schiff als Zerstörer 1 in Dienst stellte. Am 19. Mai 1979 wurde der Zerstörer als Zielschiff von U 29 vor Kreta versenkt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Namensgeber

Sergeant Major William Anthony (1853–1899) war Unteroffizier der United States Army und des United States Marine Corps. Er diente im Spanisch-Amerikanischen Krieg.

[Bearbeiten] Technik

Für ausführliche Angaben siehe den Artikel zur Klasse: Fletcher-Klasse

[Bearbeiten] Rumpf und Antrieb

Der Rumpf der USS Anthony war 114,7 m lang und 12,2 m breit. Der Tiefgang betrug 5,4 m, die Verdrängung 2.100 Standard-Tonnen. Der Antrieb des Schiffs erfolgte durch zwei Dampfturbinen von General Electric, der Dampf wurde in vier Kesseln von Babcock & Wilcox erzeugt. Die Leistung betrug 60.000 Wellen-PS, die Höchstgeschwindigkeit lag bei über 35 Knoten.

[Bearbeiten] Bewaffnung und Elektronik

Hauptbewaffnung der USS Anthony waren bei Indienststellung ihre fünf 5"-Mk.30-Einzeltürme. Dazu kamen diverse Flugabwehrkanonen, die im Laufe des Krieges immer weiter verstärkt wurde. Bei der Reaktivierung 1957 wurde der Q-Turm entfernt und verstärkte U-Jagdbewaffnung an Bord installiert.

Am Mast über der Brücke der USS Anthony waren ein SG- und ein SC-Radar montiert, mit denen Flugzeuge auf Entfernungen zwischen 15 und 30 Seemeilen und Schiffe in Entfernungen zwischen 10 und 22 Seemeilen geortet werden konnten.

[Bearbeiten] Geschichte

Die USS Anthony wurde am 17. August 1942 bei den Bath Iron Works auf Kiel gelegt und lief am 20. Dezember 1942 vom Stapel. Getauft wurde sie von den Enkeltöchtern des Namensgebers Alice Anthony und Frances Anthony. Der Zerstörer wurde am 26. Februar 1943 unter dem Kommando von Lieutenant Commander Blinn Van Mater in Dienst gestellt.

[Bearbeiten] Zweiter Weltkrieg

Nach der Indienststellung verlegte die USS Anthony zur Pazifikflotte nach Pearl Harbor. Im Jahr 1944 wurde die USS Anthony vorwiegend als Eskorte eingesetzt. 1945 nahm sie an den Kämpfen um Iwo Jima und um Okinawa teil und wurde dabei von Kamikaze-Flugzeugen angegriffen, die aber nur ihr Schwesterschiff USS Braine trafen.

[Bearbeiten] Nachkriegszeit

Nach dem Krieg verlegte man die USS Anthony nach Charleston, wo sie am 17. April 1946 außer Dienst gestellt und in die Reserve übernommen wurde.

[Bearbeiten] Verbleib

Vom 29. April 1957 bis Januar 1958 wurde die USS Anthony grundüberholt und modernisiert. Im Rahmen des Military Assistance Program wurde der Zerstörer als Rüstungshilfe leihweise der Bundesmarine überlassen, die das Schiff am 17. Januar 1958 als Zerstörer 1 in Dienst stellte. Am 17. März 1972 wurde der Zerstörer an die USA zurückgegeben und anschließend der Bundesmarine als Materialreserve überlassen. Vom 30. Juni 1978 bis 21. Juli 1978 diente das Schiff als Zielschiff für deutsche Marineflieger und wurde mit Kormoran-Flugkörpern beschossen. Am 16. Mai 1979 wurde Schiff von U 29 versenkt[1].

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Sie bekam sieben Battle Stars für ihren Einsatz im Zweiten Weltkrieg.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Koop/Breyer Die Schiffe, Fahrzeuge und Flugzeuge der deutschen Marine von 1956 bis heute, Bernard & Graefe Verlag, Bonn, 1996; ISBN 3-7637-5950-6

[Bearbeiten] Weblinks

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