USS Hayler (DD-997)

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USS Hayler (DD-997) nach Installation des VLS
USS Hayler (DD-997) nach Installation des VLS
Geschichte Flagge
Bestellung 29. September 1979
Kiellegung 20. Oktober 1980
Stapellauf 2. März 1982
Indienststellung 5. März 1983
Außerdienststellung 25. August 2003
Verbleib Als Zielschiff versenkt (13. November 2004)
Technische Daten
Verdrängung

9100 Standard-Tonnen

Länge

171,6 Meter

Breite

16,8 Meter

Tiefgang

9,8 Meter

Besatzung

30 Offiziere, 350 Matrosen

Antrieb

2 Propeller, über 4 Gasturbinen angetrieben; 80.000 Wellen-PS

Geschwindigkeit

33 Knoten

Bewaffnung

2 Geschütze, 2 Harpoon-Starter, 1 Luftabwehraketen-Starter, 1 ASROC-Starter, später ersetzt durch 61-Zellen-VLS

Die USS Hayler (DD-997) war ein Zerstörer der United States Navy und gehörte der Spruance-Klasse an. Sie wurde nach Vizeadmiral Robert W. Hayler (1891–1980) benannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Haushaltsjahr 1978 genehmigte der US-Kongress den Bau zweier zusätzlicher Zerstörer der Spruance-Klasse, stellte aber nur die finanziellen Mittel für den Bau eines der beiden Schiffe zur Verfügung. Diese beiden Schiffe sollten ursprünglich als DDH (Helikopter-Zerstörer) gebaut werden. Die ursprüngliche Planung sah deshalb vor, das Flugdeck nach achtern zu verschieben und den Hangar zu vergrößern. Dabei wäre der Sea-Sparrow-Starter auf das Hangar-Dach versetzt worden. Die Schiffe hätten dann anstelle zweier SH-2 SeaSprite-Hubschrauber entweder zwei SH-3 SeaKing oder bis zu vier SH-2 oder SH-60 Seahawk mitführen können. Da die Kosten für die nötigen Konstruktionsarbeiten das vorhandene Budget überschritten hätten, wurde Hayler letztendlich nach der Standardkonfiguration der Spruance-Klasse am 20. Oktober 1980 auf Kiel gelegt.

Die Indienststellung erfolgte am 5. März 1983 und die Hayler wurde der Atlantikflotte zugeteilt. Sie wurde unter anderem 1988 - 89 als Flaggschiff der Standing Naval Force Atlantic (STANAVFORLANT) der NATO eingesetzt. Während dieses Einsatzes kollidierte sie am 23. Oktober 1988 mit dem deutschen Marinetanker Rhön, wobei beide Schiffe stark beschädigt wurden, jedoch kein Personenschaden entstand.[1]

1991 wurde Hayler einer umfassenden Modernisierung unterzogen, bei der der ASROC-Starter auf dem Vorschiff durch ein Mk-41 VLS (Vertical Launch System) mit 61 Zellen ersetzt wurde, so dass sie nun BGM-109 Tomahawk-Marschflugkörper und die reichweitengesteigerte RUM-139 VL-ASROC mit sich führen konnte.

Am 25. August 2003 wurde die Hayler außer Dienst gestellt. Im Rahmen einer Übung wurde sie am 13. November 2004 als Zielschiff versenkt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael C. Potter: Electronic Greyhounds: The Spruance-Class Destroyers, Naval Institute Press, Annapolis, MD 1995; ISBN 1557506825
  • Stefan Terzibaschitz: Zerstörer der US Navy, 1993; ISBN 378220395X

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://navysite.de/dd/dd997.htm Navysite