USS Lamberton (DD-119)

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USS Lamberton
USS Lamberton
Übersicht
Bauwerft

Newport News Shipbuilding and Drydock Company

Kiellegung 1. Oktober 1917
Stapellauf 30. März 1918
1. Dienstzeit Flagge
Indienststellung 22. August 1918
Außerdienststellung 13. Dezember 1946
Verbleib Am 9. Mai 1947 zum Abbruch verkauft
Technische Daten
Verdrängung

1090 ts (Standard)

Länge

314 ft 5 in (95.83 m)

Breite

31 ft 8 in (9.65 m)

Tiefgang

8 ft 8 in (2.64 m)

Besatzung

113

Antrieb

4 Dampfkessel

Geschwindigkeit

35 Knoten (65 km/h)

Bewaffnung

4 × 4"-Kanonen (102 mm) in Einzellafetten
2 x 3" (76 mm) Kanonen
1 Wasserbombenablaufgestell, 2 Wasserbombenwerfer

Die USS Lamberton (DD-119) war ein Zerstörer der U.S. Navy während des Zweiten Weltkrieges und das bisher einzige Schiff, das diesen Namen trug. Sie gehörte zur Wickes-Klasse und war nach Benjamin P. Lamberton benannt, einem Admiral, der unter Admiral Dewey in der Schlacht in der Bucht von Manila gedient hatte.

Taufpatin des Schiffes war Miss Isabell Stedman Lamberton, Enkelin des Namensgebers; erster Kommandant wurde Lieutenant Commander Frank L. Slingluff.

Bauwerft war die Newport News Shipbuilding and Drydock Company in Newport News (Virginia)

Einsatzgeschichte[Bearbeiten]

Nach der Ausbildungsfahrt in der Karibik kam die Lamberton im Frühjahr 1919 zur Atlantic Fleet und nahm an diversen Geschwader- und Flottenmanövern vor den Azoren teil. Nach der Verlegung zur neuformierten Pacific Fleet verließ die „Lamberton“ Hampton Roads am 19. Juli 1919 und traf am 7. August in San Diego ein. Dort an der Westküste der USA, operierte die „Lamberton“ vom August 1919 bis zum Juni 1922. Sie nahm an Ausbildungsprogrammen teil und war in Experimente zur Weiterentwicklung von Marinetaktiken involviert.

Am 30. Juni 1922 wurde der Zerstörer in San Diego vorerst außer Dienst gestellt.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Die „Lamberton“ wurde am 15. November 1930 unter Lieutenant Commander S. N. Moore erneut in Dienst gestellt. Für die nächsten eineinhalb Jahre folgten Ausbildungsfahrten an der Westküste.

Danach wurde die „Lamberton“ am 16. April 1932 zum Hilfskriegsschiff umklassifiziert, erhielt die Klassenbezeichnung AG-21 und fungierte fortan als Zielschlepper. Von 1933 bis 1940 war sie in dieser Funktion vor dem Küstenabschnitt von San Diego im Einsatz. Auch war sie in dieser Zeit in experimentelle Minenräum-Ausbildungsphasen eingebunden und wurde am 19. November 1940 zum schnellen Minenräumer DMS-2 umklasissifiziert.

Es folgte die Verlegung nach Pearl Harbor, wo das Schiff am 11. September 1941 eintraf. Danach war die „Lamberton“ in den Gewässern um Hawaii als Zielschlepper und im Unterseeboot-Abwehrschirm eingesetzt. Am 7. Dezember 1941, während des japanischen Angriffs war die „Lamberton“ als Eskorte des Kreuzers USS Minneapolis (CA-36) auf dem Weg nach Oʻahu. Für die nächsten sieben Monate fuhr sie Patrouille in den Gewässern um die hawaiianischen Inseln.

Am 11. Juli 1942 verließ das Schiff Pearl Harbor und verlegte nach Kodiak, (Alaska), wo sie sieben Tage später eintraf. Der nunmehrige schnelle Minenräumer wurde hier während des Feldzuges gegen die Aleuten im Patrouillen- und Geleitzugsdienst eingesetzt. Mitte Mai 1943 geleitete die „Lamberton“ die Einsatzgruppe mit Verstärkungstruppen zur zweiten Landung in der Massacre Bay, auf der Insel Attu. Danach folgten weitere Patrouillenfahrten bis zum Ende Juni 1943 und anschließender Fahrt nach Kuluk Bay. Danach verlegte die „Lamberton“ zurück nach San Diego, wo sie am 23. Juli eintraf. Hier erfolgte am 5. Juni 1945 die erneute Rückklassifizierung in ein Hilfskriegsschiff mit der Bezeichnung AG-21. Für den Rest des Krieges fungierte sie als Zielschlepper vor der Westküste und vor Pearl Harbor.

Am 13. Dezember 1946 wurde die „Lamberton“ in Bremerton außer Dienst gestellt und am 9. Mai 1947 an die „National Metal and Steel Corporation“ auf Terminal Island, Los Angeles auf Abbruch verkauft.

Der Schauspieler Ernest Borgnine diente während des Krieges als Kanonier auf der „Lamberton“.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Lamberton wurde ein Battle Star für den Kriegseinsatz verliehen.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]