USS Reuben James (DD-245)

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Dd245reubenjames.jpg
Übersicht
Typ Zerstörer
Bauwerft

New York Shipbuilding

Kiellegung 2. April 1919
Stapellauf 4. Oktober 1919
Namensgeber Bootsmann Reuben James
Gefallen im Krieg gegen die Barbareskenstaaten 1838
1. Dienstzeit Flagge
Indienststellung 24. September 1920
Verbleib Gesunken 31. Oktober 1941
Technische Daten
Verdrängung

1.190 ts

Länge

95,83 m

Breite

9,65 m

Tiefgang

2,84 m

Besatzung

101

Antrieb

Dampfturbine mit 26.500 shp (20 MW)
2 Schrauben

Geschwindigkeit

35 kn

Reichweite

4900 sm bei 15 kn
(9100 km bei 28 km/h)

Bewaffnung

Schiffsartillerie:

4 x 4" (102 mm)
1 x 3" (76 mm)

Torpedorohre:

12 x 21" (533 mm)

Die USS Reuben James war ein Zerstörer der Clemson-Klasse, der nach dem Marinesoldaten Reuben James benannt war. Es war das erste amerikanische Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg versenkt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Reuben James war einer der Zerstörer, die die US Navy 1917 als Geleitschutz für ihre Konvois nach Europa bestellt hatte. Die meisten davon wurden aber erst nach Kriegsende fertig. Die Reuben James wurde am 24. September 1920 in Dienst gestellt.

Das Schiff, der Atlantikflotte zugeteilt, wurde in der Nachkriegszeit im Mittelmeer eingesetzt. Der erste Einsatz des Schiffes begann am 30. November 1920, als es von Newport nach Zelenika verlegt wurde. Von Dezember 1920 bis Sommer 1921 war es von Zelenika und Dubrovnik aus vor allem an Flüchtlingsevakuierungen und Nachkriegsinterventionen beteiligt.

Im Oktober 1921 wurde die Reuben James nach Le Havre verlegt, wo sie an der Zeremonie der Rückkehr des Unbekannten Soldaten beteiligt war. Vom 20. Oktober 1921 bis zum 3. Februar 1922 war sie in der Freien Stadt Danzig stationiert, wo sie von der US-Administration verwendet wurde. Nach einem Einsatz in Mittelmeer erreichte sie am 17. Juli 1922 Gibraltar.

Nach ihrem Einsatz in Europa wurde sie in New York stationiert. 1926 operierte sie an der Küste Nicaraguas, um illegalen Waffenhandel zu unterbinden. Im Frühjahr 1929 war sie an den ersten Manövern mit den US-Marinefliegern beteiligt.

Vom 2. Januar 1931 bis zum 9. März 1932 lag sie außer Dienst gestellt in Philadelphia, bis sie wieder im Atlantik und in der Karibik eingesetzt wurde. So operierte sie während des Batista-Putsches vor Kuba.

1934 wurde sie nach San Diego verlegt, um an den Manövern zum Test der neuen Flugzeugträger teilzunehmen. 1939 wurde sie wieder zu Atlantikflotte verlegt.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Im September 1939 wurde die „Pan-Amerikanische Sicherheitszone“ errichtet. In ihrer Ausdehnung bis zu 30° westlicher Länge begann die US-Navy Anfang 1941 im Rahmen der „Amerikanischen Neutralitätspatrouille“, Begleitschutz für britische Konvois zu geben. Die Konvois wurden bis zu einem Mid Ocean Meeting Point bei maximal 30° westlicher Länge begleitet. Ab dort sollte dann die Royal Navy den jeweiligen Konvois Geleitschutz geben. In dieser Zeit operierten bereits deutsche U-Boote im Nordatlantik. Schon 1940 hatte die US-Navy den „Shoot-on-sight-Befehl“ erhalten, der vorsah, dass US-amerikanische Streitkräfte auf Einheiten der Achsenmächte schießen durften, sobald sie gesichtet wurden.

U 552 beim Auslaufen 6. Oktober 1941

Im März 1939 wurde die Reuben James der Geleitschutzgruppe in Hvalfjörður, Island zugeteilt, die den aus Kanada kommenden Konvois bis Island Geleitschutz geben sollte.

Die Reuben James fuhr Geleitschutz für den britischen Konvoi HX 156 im Atlantik, als dieser von dem deutschen U-Boot U 552 unter Erich Topp am 31. Oktober 1941 angegriffen wurde. Im Lauf der Operation lief die Reuben James vor einen britischen Frachter, um U 552 vom Angriff abzuhalten. Daraufhin torpedierte U 552 die Reuben James, die einen Volltreffer erhielt und sank. Von der Besatzung starben dabei 85 Mann, 44 Mann konnten gerettet werden.

Weblinks[Bearbeiten]