USS Richmond K. Turner (CG-20)

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USS Richmond K. Turner (CG-20)
Dienstzeit USN Jack
Geordert:
Kiellegung: 9. Januar 1961
Stapellauf: 6. April 1963
Indienststellung: 13. Juni 1964
Außerdienststellung: 31. März 1995
Schicksal: als Übungsziel versenkt
Technische Daten
Verdrängung: 8.281 Tonnen
Länge: 162,5 Meter
Breite: 16,8 Meter
Tiefgang: 7,9 Meter
Antrieb: Zwei Dampfturbinen, 85.000 PS, zwei Schrauben
Besatzung: Offiziere 37, Mannschaften 408

Die USS Richmond K. Turner (DLG-20/CG-20) war ein Lenkwaffenkreuzer der United States Navy und gehörte der Leahy-Klasse an. Sie ist nach Admiral Richmond Kelly Turner benannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Turner wurde 1961 bei New York Shipbuilding auf Kiel gelegt und nach einer Bauzeit von über zwei Jahren am 6. April 1963 vom Stapel gelassen. Die offizielle Indienststellung bei der Navy erfolgte am 13. Juni 1964.

Knapp ein Jahr später begann der erste Einsatz für die Turner, die in San Diego stationiert wurde. Im Südchinesischen Meer operierte sie als Schutz für die Träger USS Coral Sea (CV-43), USS Independence (CV-62) und USS Oriskany (CV-34). Der nächste Einsatz im September 1965 ließ das Schiff schließlich direkt am Vietnamkrieg teilnehmen, im Golf von Tonkin führte sie Combat Search and Rescue durch. Weitere Operationen in den Gewässern folgten bis 1970.

1971 dockte die Turner bei Bath Iron Works ein und lag bis Mai 1972 für eine Überholung in der Werft. Den Rest des Jahres 1972 füllten schließlich Erprobungsfahrten, das nächste Jahr vor allem Übungen. 1978 operierte der Kreuzer vor allem in Mittelamerika, teils vor den Gewässern von Nicaragua. Im Juli 1979 befand sich die Turner in der Großen Syrte, wo sie als erstes Schiff der Navy im Gefecht eine AGM-84 Harpoon abschoss und damit ein libysches Schiff zerstörte.

1980 dockte die Turner zu einer weiteren Überholung in die Charleston Naval Shipyard ein, die bis Ende 1982 dauerte.

Ab 1988 befuhr die Turner den Persischen Golf, nahm an der Operation Earnest Will teil. Später folgten Operationen im Rahmen der Operation Desert Storm, wo der Kreuzer als Teil der Kampfgruppe um die USS Theodore Roosevelt (CVN-71) fuhr, aber im Laufe des Konflikts auch anderen Trägern Luftschutz bot. Nach dem Waffenstillstand setzte die Turner die Sanktionen gegen den Irak mittels Schiffsdurchsuchungen im Roten Meer durch. Später nahm sie an der Operation Provide Comfort teil.

Ihren letzten Einsatz erlebte die Turner im Rahmen der Operation Deny Flight, als sie vor der Küste Bosniens eingesetzt wurde. Am 31. März 1995 wurde die Richmond K. Turner schließlich außer Dienst gestellt. Dreieinhalb Jahre später wurde der Rumpf des Schiffes in die Gewässer Puerto Ricos geschleppt um als Übungsziel versenkt zu werden. Beteiligt waren die USS Enterprise (CVN-65) mit ihrem Carrier Air Wing 3, die USS Philippine Sea (CG-58), USS Thorn (DD-988) und USS Nicholson (DD-982).

Weblinks[Bearbeiten]