USS Vesuvius (1888)

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USS Vesuvius
USS Vesuvius (1888).jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge Vereinigte StaatenVereinigte Staaten (Nationalflagge) Vereinigte Staaten
Schiffstyp Kreuzer
Bauwerft William Cramp and Sons, Philadelphia
Stapellauf 28. April 1888
Indienststellung 2. Juni 1890
Verbleib 1922 verkauft und abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
76,91 m (Lüa)
Breite 8,06 m
Tiefgang max. 2,74 m
Verdrängung 930 tn.l.dep1
 
Besatzung 70 Mann
Maschine
Maschine 2 4-Zyl.-Verbundmaschine
Maschinen-
leistung
4.366 PS (3.211 kW)
Geschwindigkeit max. 21 kn (39 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung
  • 3 × 38,1 cm L/45 pneumatische Kanonen

ersetzt durch:

  • 3 × 5,7 cm Geschütze

Die USS Vesuvius der United States Navy war das einzige Schiff des als Dynamitkanonenkreuzer bzw. Dynamitkreuzer bezeichneten Typs.

Die Vesuvius wurde im Spanisch-Amerikanischen Krieg vor Kuba eingesetzt und wegen Zielungenauigkeit der pneumatischen Geschütze umgerüstet. Da das Schiff auch als normaler Kreuzer ungeeignet war, wurde es schließlich zum Torpedoversuchsschiff umgebaut und später außer Dienst gestellt. Das Schiff gehörte 1893 zu den Teilnehmern am Columbian Naval Review.[1]

[Bearbeiten] Pneumatische Geschütze

Das Hauptmerkmal dieses Schiffs lag in der Hauptbewaffnung, die aus drei starr montierten, pneumatischen Kanonen auf dem Vorschiff bestand. Die 6 m langen Geschosse, gefüllt mit 227 kg Pyroxilin, wurden mittels eines nach Schussweite dosierten Pressluftimpulses ausgestoßen. Die Anwendung der pneumatischen Kanonen wurde gewählt, weil der Sprengladungstoff Pyroxilin für den Verschuss aus Feuerwaffen zu empfindlich war. Diese Kanonen wurden von der Firma „Pneumatic Dynamite Gun Co. of New York, N.Y.“ entwickelt. Auf diesen Hintergründen entstand die Bezeichnung „Dynamite Gun Cruiser“, die Ursprung der deutschen Bezeichnung „Dynamitkanonenkreuzer“ ist.[2] Die Schussweiten lagen, je nach Stärke des Pressluftimpulses, zwischen 1.600 m und 3.700 m. Während des Beschusses von Santiago de Cuba im Spanisch-Amerikanischen Krieg im Jahr 1898 erwiesen sich die Kanonen als zu ungenau und wurden gegen konventionelle kleinere Geschütze ausgetauscht. Da sich das pneumatische Schussprinzip nicht bewährt hatte, wurden keine weiteren Dynamitkanonenkreuzer gebaut und auch keine weiteren Entwicklungen dieses Schiffstyps durchgeführt.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Alfred Sidney Johnson, Clarence A. Bickford, William W. Hudson, Nathan Haskell Dole: The Cyclopedic review of current history, Band 3, Garretson, Cox & Co., Buffalo (NY) 1894, S. 296 f.
  2. Vesuvius, Dictionairy of American Naval Fighting Ships (engl.; eingesehen am: 7. August 2009)

[Bearbeiten] Weblinks

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