F91 Düdelingen

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F91 Düdelingen
Vereinswappen von F91 Düdelingen
Voller Name F91 Diddeleng
Ort Düdelingen
Gegründet 26. April 1991
Vereinsfarben rot-gelb
Stadion Stade Jos Nosbaum
Plätze 4.650
Präsident Romain Schumacher
Trainer Sébastien Grandjean
Homepage www.f91.lu
Liga BGL Ligue
2013/14 1. Platz
Heim
Auswärts

F91 Düdelingen, auch luxemburgisch F91 Diddeleng bzw. französisch F91 Dudelange, ist ein luxemburgischer Fußballverein aus der Stadt Düdelingen. Die Klubfarben sind rot und gelb. Heimstadion ist das Stade Jos Nosbaum mit einer Kapazität von 4650 Plätzen.

Der Klub wurde 1991 aus den Vereinen Alliance Düdelingen, Stade Düdelingen und US Düdelingen gegründet.

Geschichte[Bearbeiten]

Stade Düdelingen zog in der Kriegszeit 1942 unter dem Namen FV Stadt Düdelingen in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft ein, schied jedoch in der Qualifikationsrunde gegen den späteren Meister FC Schalke 04 aus.

National dominiert der Verein seit der Jahrtausendwende und konnte zehn Meisterschaften gewinnen. In der Saison 2008/09 wurde Dudelange zwei Spieltage vor Saisonende durch einen 1:0-Sieg bei Swift Hesperingen Meister. Dies war die fünfte Meisterschaft in Folge.[1]

Ein historischer Erfolg in der luxemburgischen Fußballgeschichte wurde in der Champions League-Saison 2005/06 erreicht: Als erster Klub aus Luxemburg erreichte der F91 Düdelingen nach einem Sieg über HŠK Zrinjski Mostar die zweite Qualifikationsrunde. Nach einer 0:1-Heimniederlage stand es beim Rückspiel in Bosnien auch nach der 90. Minute 0:0, was Dudelanges Ausscheiden bedeutet hätte. In der Nachspielzeit gelang der Treffer zum 1:0. In der nun folgenden Verlängerung machte F91 Düdelingen die Sensation perfekt: Der bosnische Meister wurde noch mit 4:0 besiegt und F91 Düdelingen stand in der zweiten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League. Dort war allerdings nach zwei Niederlagen (1:6 und 2:3) gegen den österreichischen Meister SK Rapid Wien Endstation.

In der Saison 2011/12 überstand der F91 nach zwei 2:0-Siegen gegen den andorrischen Meister FC Santa Coloma erneut die erste Qualifikationsrunde zur Champions League.[2] In der zweiten Qualifikationsrunde gab es eine 0:2- sowie eine 1:3-Niederlage gegen den slowenischen Meister NK Maribor.[3]

Am 17. Juli 2012 gelang F91 Düdelingen im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League ein 1:0-Sieg gegen den österreichischen Meister und Pokalsieger Red Bull Salzburg, wobei man nach einer 3:4-Niederlage im Rückspiel aufgrund der Auswärtstorregel erstmals die dritte Qualifikationsrunde der Champions League erreichte,[4] in der man mit 1:4 und 0:1 gegen NK Maribor verlor und ausschied.[5] Die anschließende Chance, sich im Rahmen des Playoffs der Europa League gegen Hapoel Tel Aviv FC einen Gruppenplatz zu sichern, konnte Dudelange mit einer 1:3 Heim- und einer 0:4-Auswärtsniederlage nicht nutzen.[6]

Erfolge[Bearbeiten]

Stade Düdelingen
  • Meistertitel: 1938/39, 1939/40, 1944/45, 1945/46, 1946/47, 1947/48, 1948/49, 1949/50, 1954/55, 1956/57, 1964/65.
  • Coupe de Luxembourg (Pokalbewerb): 1938/39, 1947/48.
  • Als FV Stadt Düdelingen: 1941/42 Meister Gauliga Moselland
Alliance Düdelingen
  • Coupe de Luxembourg (Pokalbewerb): 1960/61, 1961/62
US Düdelingen
  • Coupe de Luxembourg (Pokalbewerb): 1957/58
  • Achtmalige Teilnahme an einer Europacup-Qualifikationsrunde
  • Als SV Düdelingen von 1941 bis 1944 Gauligist (Moselland-West)

Bekannte Spieler (Auswahl)[Bearbeiten]

aktuelle Spieler[Bearbeiten]

ehemalige Spieler[Bearbeiten]

  • FrankreichFrankreich Daniel Gomez, er spielte in seiner Karriere unter anderem in der zweiten deutschen Liga für Alemannia Aachen und Energie Cottbus. 2004 stand er mit Aachen im Finale des DFB-Pokals, mit Cottbus stieg er 2006 in die Bundesliga auf
  • FrankreichFrankreich Jonathan Jäger, spielte vor seiner Zeit in Düdelingen in der deutschen Bundesliga (37 Einsätze für den SC Freiburg)
  • DeutschlandDeutschland Roger Lutz, ehemaliger deutscher Bundesligaspieler beim 1. FC Kaiserslautern. Er war von 2000 bis 2003 Spieler in Düdelingen, wo er seine Karriere vorläufig beendete. Anschließend führte er die Mannschaft als Trainer zum Pokalsieg 2004.
  • DeutschlandDeutschland Dino Toppmöller, ehemaliger deutscher Zweitligaspieler sowie früherer Spieler in der englischen Premier League. Er spielte in der Rückrunde der Saison 2009/10 in Düdelingen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDudelange vorzeitig Meister. Transfermarkt.de, 10. Mai 2009, abgerufen am 10. Mai 2009.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLex Bruch, Dan Elvinger: F91 setzt Europa-Tournee fort. Tageblatt, 6. Juli 2011, abgerufen am 6. Juli 2011.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLex Bruch, Dan Elvinger: Kein F91-Wunder. Tageblatt, 20. Juli 2011, abgerufen am 20. Juli 2011.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDefiant Dudelange hold on to shock Salzburg. UEFA, 24. Juli 2012, abgerufen am 24. Juli 2012.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMaribor away win ends Dudelange's European run. UEFA, 8. August 2012, abgerufen am 9. August 2012.
  6. Statistik der UEFA
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatF91 gewinnt packendes Finale in Unterzahl. Tageblatt, 26. Mai 2012, abgerufen am 26. Mai 2012.