UWM (Computer)

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Der Name uwm kann zwei verschiedene X Window Manager bezeichnen. Normalerweise bezieht er sich auf den 1985 veröffentlichten Ultrix Window Manager. Dieser war der Standard-Fenstermanager des X Window Systems in den Versionen X10R3 bis X11R3. 1998 wurde auch noch der UDE Window Manager veröffentlicht, der ebenfalls als uwm bezeichnet wird.

Ultrix Window Manager[Bearbeiten]

Der Ultrix Window Manager wurde 1985 von DEC veröffentlicht. Kurz darauf wurde er der Standardfenstermanager des X Window Systems, ab der Version X10R3. Ursprünglich waren noch zwei andere Fenstermanager in X enthalten (xwm und xnwm). Allerdings wurde nur uwm auf das X11-Protokoll portiert. Er blieb der Standardfenstermanager, bis er in der Version X11R4 durch twm ersetzt wurde.

UDE Window Manager[Bearbeiten]

Ebenfalls ist uwm der Name des Fenstermanagers der Desktopumgebung UDE (Unix Desktop Environment), die noch nicht vollständig ist, allerdings ist es ohne weiteres möglich, ihn mit Komponenten anderer Desktopumgebungen zu nutzen. Die erste Version erschien 1998 und hat nichts mit dem zuvorgenannten Ultrix Windowmanager zu tun.

Kernanliegen dieses Fenstermanagers ist die Schnelligkeit und eine alternative Benutzerführung. Statt GTK+ und QT wie etwa bei KDE und GNOME werden nur die einfachen Xlib-Bibliotheken verwendet.

Die Benutzerführung unterscheidet sich von anderen Umgebungen besonders durch die völlige Abwesenheit von Icons oder einer Taskleiste auf dem Desktop. Stattdessen werden alle Aktivitäten mit den drei Maustasten ausgeführt. Das Wechseln, Minimieren, Maximieren und Schließen der Fenster geschieht über ein kreisförmiges Tortenmenü, das sogenannte Honeycomb-Menü. Dieses besteht aus sechs wabenförmigen Icons mit den jeweiligen Optionen und erscheint bei einem Klick mit der linken Maustaste auf den Rahmen eines Fensters. Mit Klicks mittels der mittleren und rechten Maustaste kann man dagegen die Fensterform modifizieren.

Das Startmenü (Application Menu) erscheint nach einem Klick mit der rechten Maustaste auf einer beliebigen Stelle des Teils des Desktops, der nicht mit Fenstern belegt ist. Mit der mittleren Maustaste wechselt man zwischen den verschiedenen Applikationen und virtuellen Desktops.

Ein Vorteil dieser Herangehensweise ist, dass die Bildschirmfläche komplett ausgenutzt werden kann. Ebenfalls sind die Rahmen der Fenster nur sehr schmal. Nachteil ist, dass eine Drei-Tasten-Maus erforderlich ist, um UWM sinnvoll nutzen zu können. Ebenfalls ist die Unterstützung von Tastaturkürzeln rudimentär.

Die aktuelle Version des Fenstermanagers ist 0.2.9b.

Referenzen[Bearbeiten]