U 147

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
U 147
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Typ:

II D

Feldpostnummer:

19 049

Werft:

Deutsche Werke Kiel AG, Kiel

Bauauftrag:

25. September 1939

Baunummer:

276

Kiellegung:

10. April 1940

Stapellauf:

16. November 1940

Indienststellung:

11. Dezember 1940

Kommandanten:
Flottillen:
  • 1. U-Flottille Ausbildungsboot
    Dez. 1940
  • 22. U-Flottille Schulboot
    Dez. 1940 – Feb./Apr. 1941
  • 3. U-Flottille Frontboot
    Mai 1941 – Jun. 1941
Einsätze:
Versenkungen:

3 Schiffe (8.636 BRT)

Verbleib: 2. Juni 1941 im Nordkanal versenkt

U 147 war ein deutsches Unterseeboot des Typs II D. Es wurde durch die Kriegsmarine während des U-Boot-Krieges im Jahr 1941 in der Ostsee und im Nordatlantik eingesetzt.

Technische Daten[Bearbeiten]

Die Deutschen Werke Kiel AG war die erste deutsche Werft, welche nach dem Ersten Weltkrieg wieder U-Boote baute. Zunächst wurden unter höchster Geheimhaltung ab 1935 kleine Modelle vom Typ II A gefertigt, danach stellte die Deutsche Werke Kiel AG dann bis zum Kriegsausbruch hauptsächlich Überwasserkriegsschiffe her. Erst mit Kriegsausbruch wurde die Werft dann wieder in großem Rahmen in das U-Bootbauprogramm der Kriegsmarine miteinbezogen. U 147 war eines von 15 Booten des Typs II D, die nach Kriegsbeginn bei dieser Werft in Auftrag gegeben wurden. Die Boote des Typ II wurden in Erinnerung an die ersten Gefährte, mit denen sich Menschen aufs Meer wagten, „Einbäume“ genannt. Ein II D-Boot war 44 m lang, hatte unter Wasser eine Verdrängung von 364 t und die zwei 205 PS starken Elektromotoren ermöglichten eine Geschwindigkeit von 7,4 kn. Über Wasser erreichte ein II D-Boot, angetrieben durch zwei Dieselmotoren, eine Geschwindigkeit von 12,7 kn.

Einsatz und Geschichte[Bearbeiten]

U 147 wurde zunächst der 1. U-Flottille als Ausbildungsboot zugeteilt, aber noch im selben Monat zu der 22. U-Flottille - einer neu aufgestellten Schulflottille - als Schulboot überstellt. Ab Sommer 1941 fuhr es schließlich als Frontboot bei der 3. U-Flottille.

Kampfhandlungen[Bearbeiten]

Im Frühling 1941 unternahm Kommandant Hardegen mit U 147 zwei Feindfahrten, während derer er im Nordatlantik, nahe Shetland und den Orkney-Inseln operierte. U 147 gelang es, eines der Schiffe des Konvois HX-109, der von Erich Topp „entdeckt“ worden war, zu versenken.

  • 2. März 1941 norwegischer Frachter Augvald (Lage59.5-7.5) mit 4.811 BRT versenkt

Wegen Treibstoffmangels brach das Boot die weitere Verfolgung des Geleitzugs ab und machte sich auf die Rückreise nach Kiel, wo Kapitänleutnant Hardegen das Kommando an seinen I. WO Eberhard Wetjen übergab. Der neue Kommandant unternahm zunächst eine kurze Ausbildungsfahrt von Kiel aus, während der das Boot im Nordatlantik operierte, einen Frachtdampfer versenkte und schließlich, Mitte Mai in Bergen einlief.

  • 27. April 1941 norwegischer Frachter Rimfakse (Lage60.166667-8.9) mit 1.334 BRT versenkt

Während einer zweiten Fahrt, die ebenfalls der Schulung dienen sollte, versenkte das Boot einen britischen Dampfer, welcher zum Konvoi HX-127 gehörte. Anschließend patrouillierte U 147 im Nordkanal weiter und stieß auf den Geleitzug OB 320. Wetjen entschloss sich zum Angriff und beschädigte ein Handelsschiff, bevor das U-Boot durch Feindeinwirkung versenkt wurde.

  • 31. Mai 1941 britischer Frachter Gravelines (Lage56-11.216667) mit 2.491 BRT versenkt.
  • 2. Juni 1941 belgischer Frachter Mokambo mit 4.996 BRT beschädigt.

Verbleib[Bearbeiten]

HMS Periwinkle

U 147 wurde von dem Zerstörer HMS Wanderer und der Korvette HMS Periwinkle am 2. Juni 1941 versenkt. Alle 26 Mann der Besatzung kamen dabei ums Leben.

Literatur[Bearbeiten]

  • R. Busch, H.-J. Roll Der U-Boot-Krieg, Der U-Bootbau auf deutschen Werften, E.S. Mittler und Sohn, Hamburg, 1997 ISBN 3-8132-0509-6
  • R. Busch, H.-J. Roll Der U-Boot-Krieg, Deutsche U-Boot-Erfolge, E.S. Mittler und Sohn, Hamburg, ISBN 3-8132-0509-6
  • Clay Blair: Der U-Boot-Krieg, Band Eins: Die Jäger, Heyne, München 1998 ISBN 3-453-12345-X
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing