U 201

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U 201
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Bundesarchiv Bild 101II-MW-4260-37, Lorient, U-Boote U-123 und U-201 auslaufend.jpg
Auslaufen der U-Boote U 123 und U 201 (Hintergrund) in Lorient (Frankreich)
Typ:

VII C

Feldpostnummer:

M 33 584

Werft:

Germaniawerft, Kiel

Baunummer:

630

Kiellegung:

20. Januar 1940

Stapellauf:

7. Dezember 1940

Indienststellung:

25. Januar 1941

Kommandanten:
Flottillen:
Einsätze:

9 Feindfahrten

Versenkungen:
  • 22 Handelsschiffe (103.355 BRT)
  • 2 Kriegsschiffe (5.700 t)
Verbleib: am 17. Februar 1943 im Nordatlantik versenkt.

U 201 war ein deutsches U-Boot vom Typ VII C. In Bezug auf den Namen des ersten Kommandanten, des Ritterkreuzträgers Kapitänleutnant Adalbert Schnee, waren auf dem Turm von U 201 zwei Schneemänner aufgemalt. Außerdem trug das Boot das Wappen der Patenstadt Remscheid vorn am Turm.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Boot wurde am 25. Januar 1941 in Dienst gestellt und gehörte zur 1. U-Flottille. Kommandant des Bootes war bis zum 24. August 1942 Kapitänleutnant Adalbert Schnee. Am 25. August 1942 übernahm Günther Rosenberg das Kommando auf U 201.

Einsätze[Bearbeiten]

Auf neun Feindfahrten versenkte U 201 22 Handelsschiffe mit einer Tonnage von 103.355 BRT und zwei Kriegsschiffe mit 5.700 t. Das größte von U 201 versenkte Schiff war der unbewaffnete britische Passagierdampfer Avila Star (14.443 BRT), der am 5. Juli 1942 östlich der Azoren mit drei G7-Torpedos versenkt wurde. 84 Menschen kamen dabei ums Leben. Ein weiteres von U 201 versenktes britisches Passagierschiff war die Aguila (Lage49.383333-17.933333) der Reederei Yeoward Line, bei deren Versenkung vor Fastnet am 19. August 1941 157 Passagiere und Besatzungsmitglieder umkamen.

Versenkung[Bearbeiten]

Anfang Februar 1943 entdeckte U 69, ein Boot der U-Bootgruppe Haudegen,[1] den Geleitzug ONS 165 im westlichen Nordatlantik. Das Boot, das auf der Suche nach dem Versorgungsboot U 460[2] war, setzte Peilsignale ab, die U 201 an den Geleitzug heranführten. U 69 wurde von dem britischen Zerstörer HMS Fame durch Rammstoß versenkt. U 201 begann seinerseits Peilsignale abzusetzen, um weitere U-Boote an den Geleitzug heranzuführen. Die Signale ermöglichten es dem Geleitschutz von ONS 165, das Boot per Huff-Duff einzupeilen. Der Zerstörer HMS Viscount[3] versenkte U 201 am 17. Februar 1943 mit Wasserbomben (Lage50.833333-40.833333)[4]. Alle 49 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die U-Bootgruppe Haudegen bestand aus 21 Booten und war im Frühjahr 1943 südlich von Grönland gebildet worden um Jagd auf Geleitzüge zu machen. Haudegen attackierte zwei Konvois und wurde Anfang Februar aufgelöst.
  2. Rohwer, Hümmelchen S. 328
  3. Die Versenkung wurde ursprünglich der HMS Fame zugeschrieben (vgl Rohwer, Hümmelchen S. 328 u. Kemp, S. 106)
  4. Busch, Röll S. 78

Literatur[Bearbeiten]

  • Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: “Der U-Boot-Krieg 1939-1945 Band 4 Deutsche U-Boot-Verluste“, Verlag Mittler & Sohn (1999) Hamburg ISBN 3-8132-0514-2
  • Clay Blair: “Der U-Boot-Krieg Band 2 Die Gejagten“, Wilhelm Heyne Verlag (1999) München ISBN 3-453-16059-2
  • Jürgen Rohwer, Gerhard Hümmelchen: “Chronik des Seekrieges 1939–1945“, Manfred Pawlak Vgesmbh (1980) Herrsching
  • Paul Kemp: “Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen“, Urbes Verlag (1998), Gräfelfing
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