U 287

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U 287
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Typ:

VII C

Feldpostnummer:

20576

Werft:

Vegesacker Werft
Bremen-Vegesack

Bauauftrag:

5. Juni 1941

Baunummer:

052

Kiellegung:

8. August 1942

Stapellauf:

13. August 1943

Indienststellung:

22. September 1943

Kommandanten:

22. Sep. 1943 – 16. Mai 1945
Oblt. z. S. Heinrich Meyer

Einsätze:

1 Feindfahrt

Versenkungen:

keine

Verbleib: am 16. Mai 1945 in der Elbmündung vor Cuxhaven selbstversenkt

U 287 war ein deutsches U-Boot vom Typ VII C der ehemaligen Kriegsmarine.

Geschichte[Bearbeiten]

Bau und Indienststellung[Bearbeiten]

Der Bauauftrag ging am 5. Juni 1941 an die Vegesacker Werft. Die Kiellegung erfolgte am 8. August 1942; der Stapellauf am 13. August 1943. U 287 war als Baunummer 052 Teil einer Bauserie mit den Booten U 280U 291. In Dienst gestellt wurde das Boot am 22. September 1943 unter dem Kommando von Lt. z. S. Heinrich Meyer. Es trug die Feldpostnummer 20576.

Der einzige Kommandant des Bootes war Oblt. z. S. Heinrich Meyer, ehemaliger Wachoffizier unter Oskar Kusch auf U 154. Er kommandierte das Boot vom 22. September 1943 bis zum 16. Mai 1945.

Zeit als Ausbildungsboot[Bearbeiten]

Zuerst war es Ausbildungsboot (22. September 1943 – 28. Februar 1945) bei der 24. U-Flottille in Danzig.

Erste und letzte Feindfahrt[Bearbeiten]

In Danzig diente es offiziell als Frontboot bis zur Kapitulation am 8. Mai 1945.

Dann wurde es am 1. März 1945 der 31. U-Flottille in Hamburg unterstellt.

  • 15. April–16. Mai 1945 – Unter Oberleutnant zur See Heinrich Meyer
  • 15. April 1945 aus Kiel ausgelaufen
  • 20. April 1945 in Horten eingelaufen
  • 26. April 1945 aus Horten ausgelaufen
  • 27. April 1945 in Kristiansand eingelaufen
  • 29. April 1945 aus Kristiansand ausgelaufen
  • Operationsgebiet: Östlich der Orkneys
  • 16. Mai 1945 Verlust des Bootes in der Elbmündung, bei der Altenbruch-Reede versenkt.

Eine Woche nach Kriegsende kehrte U 287 erfolglos von seiner ersten Feindfahrt heim. Es hatte zuvor zwei Wochen lang östlich der Orkneyinseln gekreuzt. Wie für viele andere der im Frühjahr 1945 eingesetzten U-Boote war auch für U 287 die erste Fahrt gleichzeitig seine letzte, wenn auch mit einem „guten“ Ende.

Untergang[Bearbeiten]

In der Elbmündung vor Cuxhaven wurde es am Mittwoch, dem 16. Mai 1945, aufgegeben. Laut eines Berichts[1] soll die Mannschaft vor Altenbruch mit Schlauchbooten abgesetzt worden sein und die verbleibenden vier Manschaftmitglieder das Boot vor Schelenkuhlen versenkt haben. Diese vier sollen in Gefangenschaft dann beharrlich von einer Beschädigung durch eine Seemine berichtet haben und damit die verbotene Zerstörung der übergebenen U-Boote nach dem Waffenstillstandsabkommen vertuscht haben.

Es bleibt unsicher ob das Boot durch eine Mine beschädigt und daraufhin versenkt wurde oder ob es durch die Besatzung ohne Fremdeinwirkung versenkt wurde. Die Angaben hierüber widersprechen sich. Folgender Text war im Internet zu finden:

„Nach Absetzen der Besatzung mit Schlauchbooten am rechtsseitigen Elbufer sind der Kommandant Oberleutnant zur See Heinrich Meyer, der Leitende Ingenieur und der II. Wachoffizier mit U 287 weitergefahren und haben das Boot vor Schelenkuhlen versenkt. Es gab keine Toten.“

Über den Verbleib des Wracks waren bis November 2005 keine Angaben zu finden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die verschworene Gemeinschaft von U-287