U 511

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U 511
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Japanese submarine RO-500 in 1943.jpg
U 511 als RO 500
Typ:

IX C

Feldpostnummer:

M 42792

Werft:

Deutsche Werft, Hamburg

Bauauftrag:

20. Oktober 1939

Baunummer:

307

Kiellegung:

21. Februar 1941

Stapellauf:

22. September 1941

Indienststellung:

8. Dezember 1941

Kommandanten:
  • 8. Dezember 1941 – 17. Dezember 1942
    KptLt. Friedrich Steinhoff
  • 18. Dezember 1942 – 20. November 1943
    KptLt. Fritz Schneewind
Einsätze:

4 Feindfahrten

Versenkungen:

5 Schiffe (41.373 BRT)

Verbleib: am 30. April 1946 im Golf von Maizuru durch die US Navy versenkt

U 511 war ein deutsches U-Boot vom Typ IX C, das von der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Es wurde als sogenanntes Monsun-Boot eingesetzt. Am 16. September 1943 wurde es an Japan übergeben, in der Kaiserlich Japanischen Marine wurde es als RO 500 wieder in Dienst gestellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Bau und Indienststellung[Bearbeiten]

Der Bauauftrag erfolgte am 20. Oktober 1939 an die Deutsche Werft in Hamburg. Die Kiellegung erfolgte am 21. Februar 1941, der Stapellauf am 22. September 1941 und die Indienststellung am 8. Dezember 1941.

Zeit als Ausbildungsboot[Bearbeiten]

Das Boot wurde nach seiner Indienststellung bis zum 31. Juli 1942 in der 4. U-Flottille zu Ausbildungszwecken eingesetzt. Vom 1. August 1942 bis zur Außerdienstellung des Bootes am 1. September 1943 diente es in der 10. U-Flottille als Frontboot. Über die gesamte Ausbildungszeit und den ersten beiden Feindfahrten war Kapitänleutnant Friedrich Steinhoff Kommandant des Bootes. Ab dem 18. Dezember 1942 bis zum 20. November 1943 war Kapitänleutnant Fritz Schneewind Kommandant.

Raketentests im Sommer 1942[Bearbeiten]

Die Idee Raketen unter Wasser abzufeuern, stammte von dem Bruder des Kommandanten Kapitänleutnant Friedrich Steinhoff, Dr.-Ing. Ernst Steinhoff. Daher lag es nahe U 511 für die ersten Tests zu verwenden. Da man herkömmliche 30-cm Wurfkörper verwenden wollte, wurden insgesamt vier Gestelle mit schwerem Wurfgerät 41 vom Heer auf dem Deck von U 511 montiert. Nach ersten Testschüssen am 14. Mai 1942 und 15. Mai noch von Land aus und am 27. Mai und am 28. Mai von einem im Küstenwasser versenkten Gestell, fanden die ersten Schussversuche auf U 511 am 14. Juni 1942 statt. Bei einer Tauchtiefe von 13 Meter feuerte U 511 sechs Schüsse ab, dabei erreichten die Granaten eine Reichweite von bis zu 4800 Meter. Jedoch beeinträchtigten die montierten Wurfgeräte die Eigenschaften der Boote sehr und es war den Booten nur mit großer Anstrengung möglich sich auf zwei bis drei Kilometer der Küste zu nähern. Daher wurde das Projekt wieder verworfen. [1]

Einsätze[Bearbeiten]

U 511 unternahm vier Feindfahrten, auf denen 5 Schiffe mit 41.373 BRT versenkt und ein Schiff mit 8.773 BRT beschädigt wurden.

Erste Feindfahrt[Bearbeiten]

U 511 verließ Kiel am 16. Juli 1942 und lief am 29. September in Lorient nach 76 Tagen auf See ein. Auf dieser Unternehmung wurden zwei Schiffe mit 22.049 BRT versenkt und ein Schiff mit 8.773 BRT beschädigt.[2]

  • 27. August 1942: Beschädigung des amerikanischen Tankers Esso Aruba (8.773 BRT, in Konvoi TAW-15 fahrend)
  • 27. August 1942: Versenkung des britischen Tankers San Fabian (13.031 BRT, in Konvoi TAW-15 fahrend, 26 Tote)
  • 27. August 1942: Versenkung des niederländischen Tankers Rotterdam (8.968 BRT, in Konvoi TAW-15 fahrend, 10 Tote)

Zweite Feindfahrt[Bearbeiten]

Das Boot lief am 24. Oktober 1942 aus Lorient aus und lief am 28. November wieder dort ein. Auf dieser 36 Tage dauernden Unternehmung wurde kein Schiff versenkt oder beschädigt.[3]

Dritte Feindfahrt[Bearbeiten]

U 511 verließ Lorient am 31. Dezember 1942 und lief am 8. März 1943 wieder dort ein. Auf dieser Unternehmung wurde ein Schiffe mit 5.004 BRT versenkt.[4]

  • 09. Januar 1943: Versenkung des britischen Dampfers William Wilberforce (5.004 BRT, 3 Tote)
  • 12. Februar 1943: Bei einem Angriff auf die Cape Finisterre wurde U 511 von den Begleitbooten des Konvois beschädigt und musste somit ohne einen Treffer zu landen den Angriff abbrechen

Vierte Feindfahrt[Bearbeiten]

Das Boot verließ Lorient am 10. Mai 1943 und machte sich auf den Weg nach Kure dort lief es auch als erstes Monsun Boot am 7. August ein. Bei dieser Unternehmung wurden zwei Schiffe mit 14.370 BRT versenkt.[5]

  • 27. Juni 1943: Versenkung des amerikanischen Dampfers Sebastian Cermeno (7.194 BRT, 5 Tote)
  • 09. Juli 1943: Versenkung des amerikanischen Dampfers Samuel Heintzelman (7.176 BRT, 75 Tote)

Verbleib[Bearbeiten]

Am 16. September 1943 wurde das Boot außer Dienst gestellt und als Geschenk Hitlers an Japan übergeben. Dort wurde es von der Kaiserlich Japanische Marine als RO 500 wieder in Dienst gestellt. RO 500 bekam eine japanische Besetzung unter dem Kommando von Kapitän zur See Okuda. Die ursprüngliche deutsche Mannschaft wurde mit einem Motorschiff nach Singapur gebracht und dort auf die ehemaligen italienischen U-Boote UIT 23, UIT 24 und UIT 25 verteilt.

Im August 1945 kapitulierte Kapitän zur See Okuda in Maizuru gegenüber den Amerikanern. Das Boot wurde daraufhin im Golf von Maizuru durch die US Navy am 30. April 1946 versenkt.

Erfolge[Bearbeiten]

Datum Name Nationalität Tonnage (BRT) Erfolg[6]
27. August 1942 Esso Aruba Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 08.773 beschädigt
27. August 1942 Rotterdam NiederlandeNiederlande Niederlande 08.968 versenkt (Lage18.15-74.633333)
27. August 1942 San Fabian Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 13.031 versenkt (Lage18.151-74.633333)
09. Januar 1943 William Wilberforce Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 05.004 versenkt (Lage29.333333-26.883333)
27. Juni 1943 Sebastian Cermeno Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 07.194 versenkt (Lage-28.83333350.333333)
09. Juli 1943 Samuel Heintzelman Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 07.176 versenkt (Lage-981)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. U-511, U-1063 und die Pläne für U-Boote mit seegestützten Raketen. Deutsches U-Boot-Museum. Abgerufen am 4. April 2013.
  2. 1. Patrol info for U-511. uboat.net. Abgerufen am 4. April 2013.
  3. 2. Patrol info for U-511. uboat.net. Abgerufen am 4. April 2013.
  4. 3. Patrol info for U-511. uboat.net. Abgerufen am 4. April 2013.
  5. 4. Patrol info for U-511. uboat.net. Abgerufen am 4. April 2013.
  6. Ships hit by U-511. uboat.net. Abgerufen am 4. April 2013.
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