U 701

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U 701
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
U-701 Rettung.jpg
Rettungsaktion nach der Versenkung von U 701
Typ:

VII C

Feldpostnummer:

M 44 322

Werft:

H. C. Stülcken Sohn, Hamburg

Bauauftrag:

9. Oktober 1939

Baunummer:

760

Kiellegung:

3. Mai 1940

Stapellauf:

16. April 1941

Indienststellung:

16. Juli 1941

Kommandanten:

16. Juli 1941 – 7. Juli 1942
Kptlt. Horst Degen

Einsätze:

3 Feindfahrten

Versenkungen:
  • 5 Handelsschiffe (25.390 BRT)
  • 3 Hilfskriegsschiffe (1.666 t)
Verbleib: am 7. Juli 1942 vor Cape Hatteras versenkt

U 701 war ein deutsches U-Boot vom Typ VII C der Kriegsmarine, welches im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bauauftrag für U 701 wurde am 9. Oktober 1939 an die Stülcken-Werft in Hamburg vergeben. Dort wurde das Boot am 3. Mai 1940 auf Kiel gelegt. Der Stapellauf war am 16. April 1941. Am 16. Juli 1941 wurde es unter Kapitänleutnant Horst Degen in Dienst gestellt.

U 701 gehörte bis zum 1. Dezember 1941 der 3. U-Flottille in Kiel als Ausbildungsboot an. Anschließend war es bis zu seiner Versenkung als Frontboot bei der 3. U-Flottille in Brest. Als Wappen führte dieses Boot die Zeichnung eines Knurrhahns, welcher in schwarzer Farbe auf beide Turmseiten gemalt war.[1]

Einsätze[Bearbeiten]

Erste Feindfahrt[Bearbeiten]

Am 27. Dezember 1941 verließ U 701 Kiel zu seiner ersten Feindfahrt. Sie führte das Boot in den Nordatlantik, wo es der Gruppe Ziethen zugeteilt wurde. Am 31. Dezember 1941 wurde Leutnant zur See Bernhard Weinitschke über Bord gespült. Am 6. Januar 1942 versenkte das Boot aus dem Geleitzug SC-62 ein Schiff. Am 9. Februar 1942 lief U 701 in Saint-Nazaire ein.

Erfolge während der Feindfahrten:[2]

  • 6. Januar 1942: Versenkung des britischen Dampfers Baron Erskine mit 3.657 BRT (Lage59.25-18.5)

Zweite Feindfahrt[Bearbeiten]

Dieser Einsatz begann am 26. Februar 1942 in Saint-Nazaire und endete am 1. April 1942 in Brest. Operationsgebiet war wieder der Nordatlantik. Das Boot war in dieser Zeit u.a. der Gruppe Westwall zugeteilt. Auf dieser 35-tägigen Fahrt wurden zwei Schiffe mit 562 BRT sowie zwei Hilfskriegsschiffe mit 1.048 BRT versenkt.

  • 6. März 1942: Versenkung des britischen Trawlers Rononia mit 213 BRT
  • 7. März 1942: Versenkung des färöischen Trawlers Nyggjaberg mit 349 BRT
  • 8. März 1942: Versenkung des britischen Hilfskriegsschiffes HMS Notts County mit 541 t (Lage61.166667-13.266667)
  • 11. März 1942: Versenkung des britischen Hilfskriegsschiffes HMS Stella Capella mit 501 t (Lage64.8-13.333333)

Dritte Feindfahrt[Bearbeiten]

Am 19. Mai 1942 verließ das Boot den Hafen von Brest und legte einen Zwischenstopp in Lorient ein. Von dort lief es am folgenden Tag zur dritten Feindfahrt aus. Operationsgebiet war diesmal die Ostküste der USA, insbesondere das Kap Hatteras. Am 11. Juni 1942 legte U 701 Minen vor Virginia Beach. Vier Tage später geriet der Geleitzug KN-109 in diese Sperre. Ein Hilfskriegsschiff sank, zwei Schiffe sowie ein Zerstörer wurden beschädigt. Bis zu seiner Versenkung am 7. Juli 1942 konnte das Boot insgesamt vier Schiffe mit 21.789 BRT versenken und fünf Schiffe mit 38.283 BRT beschädigen.

  • 15. Juni 1942: Versenkung des britischen Hilfskriegsschiffes HMS Kingston Ceylonite mit 448 t durch eine Mine (Lage36.866667-75.85)
  • 15. Juni 1942: Beschädigung des amerikanischen Zerstörers USS Bainbridge mit 1.190 t durch eine Mine
  • 15. Juni 1942: Beschädigung des amerikanischen Tankers ESSO Augusta mit 11.237 BRT durch eine Mine
  • 15. Juni 1942: Beschädigung des amerikanischen Handelsschiffes Robert C. Tuttle mit 11.615 BRT durch eine Mine
  • 17. Juni 1942: Versenkung des amerikanischen Handelsschiffes Santore mit 7.117 BRT durch eine Mine (Lage36.866668-75.85)
  • 19. Juni 1942: Versenkung des amerikanischen Hilfskriegsschiffes USS YP-389 mit 170 t durch Artilleriebeschuss
  • 25. Juni 1942: Beschädigung des norwegischen Handelsschiffes Tamesis mit 7.256 BRT durch einen Torpedo
  • 27. Juni 1942: Beschädigung des britischen Tankers British Freedom mit 6.985 BRT durch einen Torpedo
  • 28./29. Juni 1942: Versenkung des amerikanischen Tankers William Rockefeller mit 14.054 BRT durch zwei Torpedos (Lage35.116667-75.116667)

Untergang[Bearbeiten]

U 701 lag getaucht vor Kap Hatteras, um aus dem vorbeiziehenden Schiffsverkehr ein lohnendes Ziel auszuwählen. Am Nachmittag des 7. Juli 1942 war es wegen Sauerstoffmangels an Bord gezwungen aufzutauchen. Zu spät bemerkte der Ausguck eine herannahende Hudson des 396. USAAF-Bombergeschwaders. Das U-Boot wurde beim Tauchen am Heck von zwei Bomben getroffen, die den Druckkörper aufrissen. 36 von 43 Männern konnten das zum Großteil geflutete Boot in zwei getrennten Gruppen verlassen. Die Hudson warf vier Schwimmwesten und ein Schlauchboot für die Überlebenden ab und informierte ein Küstenwachboot.[3] Das Wrack von U 701 liegt auf der Position 34° 50′ N, 74° 55′ W34.833333333333-74.916666666667.[4]

Rettung[Bearbeiten]

Die Geretteten werden an Land gebracht

Durch den Golfstrom trieben die Schiffbrüchigen vom Versenkungsort ab. Nach und nach verstarben in den nächsten zwei Tagen 29 Männer. Am 10. Juli 1942 entdeckte schließlich ein Luftschiff der US Navy die letzten sieben Überlebenden von U 701 und warf ein Rettungsfloß ab. Um 16:05 Uhr konnte ein Hall PH-2 Wasserflugzeug der Küstenwache alle sieben Männer retten. Der Pilot, Commander Richard L. Burke, Commodore der Coast Guard Air Station Elizabeth City, erhielt für seine mutige Wasserung in rauer See das zweite Distinguished Flying Cross seiner Laufbahn.

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Högel: Embleme, Wappen, Malings deutscher U-Boote 1939–1945. Koehlers Verlagsgesellschaft, 2001, ISBN 3-7822-0826-9.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Georg Högel: Embleme, Wappen, Malings deutscher U-Boote 1939 - 1945. Koehlers Verlagsgesellschaft, 2001, ISBN 3-7822-0826-9.
  2. uboat.net: Ships hit by U-701, Stand: 16. Oktober 2008
  3. Clay Blair: Der U-Boot-Krieg, Band 1. Bechtermünz, 2001, ISBN 3-8289-0512-9. S. 865 ff
  4. Fotos vom Wrack bei Spiegel online
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