Udligenswil

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Udligenswil
Wappen von Udligenswil
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Luzern-Land
BFS-Nr.: 1067i1f3f4
Postleitzahl: 6044
Koordinaten: 673056 / 21598347.090838.400832637Koordinaten: 47° 5′ 27″ N, 8° 24′ 3″ O; CH1903: 673056 / 215983
Höhe: 637 m ü. M.
Fläche: 6.25 km²
Einwohner: 2174 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 348 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 9,4 % (31. Dezember 2013)[2]
Website: www.udligenswil.ch
Karte
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Udligenswil (in hochalemannischer Mundart: [ˌʊdligəʃˈʋiːl]/[ˌʊdligənsˈʋiːl], kurz [ˈʊɘdligə], ausgesprochen Udligeswil/Udligeschwil, kurz Uedlige) ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Luzern-Land des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Udligenswil liegt auf einer Terrasse am Südhang des Rooterberges auf einer Höhe zwischen 526 m ü. M. und 840 m ü. M. Von der Gemeindefläche von 625 ha sind 66,7 % landwirtschaftliche Nutzfläche, 22,7 % Wald und Gehölz und 6,9 % Siedlungsfläche.

Nachbargemeinden von Udligenswil sind Adligenswil, Dierikon, Meierskappel und Root (alle im Kanton Luzern) sowie Küssnacht im Kanton Schwyz .

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 400
1850 522
1900 561
1950 601
1960 541
1970 675
1980 1'226
1990 1'662
2000 1'851
2010 2'191

Die Bevölkerung von Udligenswil blieb lange Zeit stabil und schwankte zwischen 1850 und 1965 zwischen 500 und 600 Einwohnern. Die Gemeinde war damals ein kleines Bauerndorf. Seit 1970 findet ein anhaltend starkes Wachstum statt (1970–2004: +205,0 %). Die bessere Verkehrsanbindung und die Lage auf einer Sonnenterrasse nahe den Städten Zug und Luzern sind dafür verantwortlich.

Sprachen[Bearbeiten]

Fast die gesamte Bevölkerung, nämlich 94,76 %, benutzt als Hauptsprache Deutsch. Daneben existieren noch Albanisch mit 1,30 % und Serbokroatisch, welches von 0,97 % als Hauptsprache benutzt wird.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten]

Früher war die Bevölkerung des Dorfes ausschliesslich römisch-katholisch. Heute (Stand 2000) sieht die Lage anders aus. Die Mehrheit bilden mit 70,56 % der Einwohnerschaft die römisch-katholischen Christen. Minderheiten bilden 14,91 % evangelisch-reformierte Christen, 7,35 % Konfessionslose, 1,84 % Muslime, 1,13 % Angehörige christlicher Freikirchen und 0,54 % orthodoxe Christen.

Herkunft - Nationalität[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 besassen 93,08 % der Bewohner (ohne Doppelbürger 87,95 %) die Schweizer Staatsbürgerschaft. Die Herkunftsländer der grössten Einwanderergruppen sind: Deutschland 1,73 % (inklusive Doppelbürger 2,76 %), Serbien und Montenegro 2,43 % (2,43 %), Italien 0,22 % (1,08 %) und Österreich 0,32 % (0,86 %). Einwanderer aus den Niederlanden, Portugal und Grossbritannien folgen danach.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der nebenamtlich arbeitende Gemeinderat besteht aus folgenden fünf Mitgliedern:

  • Thomas Rebsamen (FDP), Gemeindepräsident; Kultur und Verkehr
  • Marco Zgraggen (CVP), Gemeindeammann; Umwelt, Strassen- und Bauwesen, Wasserversorgung
  • Rita Rigert-Meyer (FDP); Sozialwesen
  • Armin Schmidiger (parteilos); Bildungswesen und Jugend
  • Claudio Passafaro (CVP); Finanzen und Sicherheit

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg war Udligenswil ein Bauerndorf. Mit dem Bau der Autobahnen rückten Zug und Luzern in nähere Reichweite. Im Jahr 2001 gab es noch 31 Landwirtschaftsbetriebe, womit dieser Sektor nur noch 24,9 % der arbeitenden Bevölkerung ein Einkommen bot. In Industrie und Gewerbe verdienten 23,7 % der Erwerbstätigen ihr Geld; in Dienstleistungsberufen 51,5 %. Durch das starke Bevölkerungswachstum hat sich der Pendlerstrom vergrössert. Im Jahr 2000 standen 136 Zupendlern (v. a. aus dem Kanton Schwyz, Adligenswil und der Stadt Luzern) 715 Wegpendler (v. a. nach Luzern und in den Kanton Zug) gegenüber.

Verkehr[Bearbeiten]

Udligenswil ist vom Öffentlichen Verkehr mit der Postautolinie Luzern-Adligenswil-Udligenswil-Rotkreuz (Linie 73) erschlossen. Der Autobahnanschluss Küssnacht 4 km weit weg.

Geschichte[Bearbeiten]

Udligenswil wird im Jahr 1036 erstmals in einer Besitzbestätigung an den Chorherrenstift Beromünster als Uodelgoswilare erwähnt. Im 13. Jahrhundert kam es zu Küssnacht und gehörte ab 1291 den Habsburgern. Im Jahr 1380 gelangte es unter das Schutz- und Schirmrecht und wurde von Johanna von Hunwyl 1406 an Luzern verkauft. 1565/66 wütete die Pest und raffte die Hälfte der Bewohner weg. 1725 erregte Udligenswil internationales Aufsehen, weil der Vogt und Pfarrer Andermatt wegen einer Tanzveranstaltung in Streit gerieten. Im sogenannten Udligenswilerhandel musste sogar der Papst eingreifen. Seit 1798 gehört die Gemeinde zum Distrikt (ab 1803 Amt) Luzern.

Schulen[Bearbeiten]

Im Schuljahr 2003/2004 besuchten 33 Kinder den Kindergarten Schürmatt. Den Primarschülern (185 im Schuljahr 2004/2005) der 1. bis 6. Klasse steht das Schulhaus Bühlmatt zum Lernen zur Verfügung. Ab der 7. Klasse besuchen die Udligenswiler Kinder die Schule im Nachbarort Adligenswil.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara Hennig, André Meyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern, Band II: Das Amt Luzern. Die Landgemeinden. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2009 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 116). ISBN 978-3-906131-90-0 S. 459–479.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Udligenswil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www2.lustat.ch/download/lustat_new/gd/1067/w012_010t_gd1067_zz_d_0000_002_008.html