Udmurten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Gesangsgruppe Buranowskije Babuschki in udmurtischer Tracht

Die Udmurten (veraltet auch Wotjaken, Eigenbezeichnung удмурт) sind ein finno-ugrisches Volk, das zu ca. 91 % in der Republik Udmurtien lebt. Bei der Volkszählung 2002 bekannten sich ca. 637.000 Menschen zu einer udmurtischen Nationalität. Die Udmurten zerfallen in die beiden Hauptgruppen der Watka und Kalmes.

Geschichte[Bearbeiten]

Die den Komi nahestehenden Udmurten standen schon früh in engem Kontakt zu den Wolgabulgaren, deren Einfluss vor allem in der Sprache deutliche Spuren hinterlassen hat. Im 13. Jahrhundert kamen sie zunächst unter tatarische Herrschaft, bis sie von Iwan IV. 1552 Russland unterworfen wurden. Der russischen Herrschaft und der damit einhergehenden Christianisierung haben sich die Udmurten bis ins 18. Jahrhundert widersetzt.

Sprache und Identität[Bearbeiten]

Obwohl 464.000 Udmurten angaben, Udmurtisch zu sprechen, herrscht im Alltag das Russische vor. Inzwischen entwickelt sich aber auch ein finno-ugrisches udmurtisches Nationalbewusstsein. Udmurtische Vertreter nehmen am Finnisch-Ugrischen Weltkongress teil.

Gesellschaft[Bearbeiten]

Die udmurtische Gesellschaft ist matriarchalisch aufgebaut.

Küche[Bearbeiten]

Ein traditionelles Gericht sind Pelmeni.

Religion[Bearbeiten]

Die Mehrheit der Udmurten bekennt sich heute zum Orthodoxen Christentum. Neben einer sunnitisch-muslimischen Minderheit gibt es auch Anhänger des heidnischen Animismus.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: People of Udmurtia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien