Udo Steiner

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Udo Steiner (* 16. September 1939 in Bayreuth) war von 1995 bis 2007 Richter des Bundesverfassungsgerichts.

Steiner wuchs in Franken auf. Nach dem Abitur 1958 in Erlangen nahm er das Studium der Rechtswissenschaften in Erlangen, Saarbrücken und Köln auf. Steiner wurde 1965 mit einer Arbeit zum Thema Verfassunggebung und verfassunggebende Gewalt des Volkes promoviert; 1972 folgte die Habilitation mit dem Thema Öffentliche Verwaltung durch Private.

Ab 1973 war Steiner Universitätsprofessor für Öffentliches Recht an den Universitäten in Erlangen, Göttingen, Bielefeld und Regensburg, von 1976 bis 1977 Dekan der Juristischen Fakultät in Bielefeld und von 1988 bis 1990 Dekan der Juristischen Fakultät in Regensburg. In den Jahren 1976 bis 1979 war Steiner zudem im Nebenamt als Richter am Oberverwaltungsgericht tätig. Steiner ist seit 1967 verheiratet und hat 4 Kinder.

Ab dem 13. Oktober 1995 gehörte Steiner dem ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts an und lehrt weiterhin an der Universität Regensburg. Dort bietet er immer im Wintersemester eine Vorlesung zum Öffentlichen Baurecht an. Mit Ablauf des 30. September 2007 endete wegen Erreichung der Altersgrenze von 68 Jahren seine Amtszeit am Bundesverfassungsgericht. Zu seinem Nachfolger wurde Ferdinand Kirchhof gewählt.

Zum 1. Februar 2008 wurde er von der Deutschen Bahn AG zum Ombudsmann für die Opfer und Hinterbliebenen von Eisenbahnunfällen ernannt. Er folgt in dieser Funktion Otto Ernst Krasney, der nach dem ICE-Unglück von Eschede ab 1998 diese Funktion ausübte.[1] Derzeit ist er Vorsitzender des Schiedsgerichts der Fußball-Bundesliga.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsche Bahn AG: Deutsche Bahn beruft Professor Udo Steiner zum Ombudsmann. Presseinformation vom 28. Januar 2008
  2. [1] Frankfurter Allgemeine Zeitung. Udo Steiner zum Phantomtor. Abgerufen am 20. Oktober 2013.