Uentrop (Arnsberg)

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51.4016666666678.088203Koordinaten: 51° 24′ 6″ N, 8° 5′ 17″ O

Uentrop
Stadt Arnsberg
Höhe: 203 m
Einwohner: 334 (31. Dez. 2013)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 59823
Vorwahl: 02931
Blick auf Uentrop

Blick auf Uentrop

Kapelle „St. Joseph“
Wappen des Schützenvereins

Das sauerländische Uentrop ist ein Stadtteil der Stadt Arnsberg mit 334 Einwohnern.[1]

Uentrop hat eine Fläche von 8,91 km². 1961 waren 324 Einwohner registriert. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1207 als Mark Unnentrop (unteres Dorf) dem Kloster Wedinghausen zugehörig. Im Mittelalter gab es im Ort acht große Bauernhöfe. 1824 wurde ein großer Teil von einem Feuer zerstört. Zeitweise wurde im 19. Jahrhundert im Gebiet des Ortes Bergbau in der Antimonitgrube Caspari (auch Caspari-Zeche) betrieben. Nach Aufgabe des Abbaus dominierte bis in das 20. Jahrhundert hinein die Landwirtschaft. 1858 wurde die Kapelle St. Josef erbaut, die 1925 erweitert wurde.

Am 1. Januar 1975 wurde Uentrop in die Stadt Arnsberg eingemeindet.[2]

Für den überregionalen Verkehr erschlossen wird Uentrop durch den Autobahnanschluss 66 Arnsberg-Ost (früher Arnsberg-Uentrop) der Bundesautobahn 46. Die Autobahn wird durch den Autobahntunnel Uentrop auf einer Länge von 200 m unter dem Ort durchgeführt.

Zum Wappen des Orts wurde das Emblem des Uentroper Schützenvereins. Der Wappenschild wird von einem blauen Wellenbalken schräg von links geteilt, im oberen Feld sind in grün zwei Fichten abgebildet, das untere Feld beinhaltet, in silber, eine Grubenlampe als Symbol für den früheren Bergbau. Der Wellenbalken verweist auf die Ruhr , die Fichten auf die Land- und Forstwirtschaft am Ort. Die Grubenlampe erinnert an die ehemalige Erzförderung in der Zeche Caspari.

Auf Grund der geringen Einwohnerzahl von Uentrop gibt es nur einen einzigen aktiven und eingetragenen Verein in diesem Dorf, den Schützenverein Uentrop e.V., der 1911 gegründet wurde. Es bildeten sich jedoch noch andere Interessengemeinschaften, z.B.: Interessengemeinschaft Osterfeuer, die jedes Jahr das Osterfeuer errichtet; ZEBRA, das verschiedene Aktivitäten wie Wanderungen und Radtouren veranstaltet und Computerkurse für Senioren in der alten Schule Uentrop anbietet.

Literatur[Bearbeiten]

  • 800 Jahre Uentrop. Ein Buch zur Geschichte des Dorfes und der Mark Uentrop. Arnsberg, 2007

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einwohnerstatistik der Stadt Arnsberg (Stand: 31. Dezember 2013) (PDF; 8 kB), abgerufen am 23. März 2014
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 330.