Uffing am Staffelsee
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Garmisch-Partenkirchen | |
| Höhe: | 659 m ü. NN | |
| Fläche: | 43 km² | |
| Einwohner: |
2953 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 69 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 82449 | |
| Vorwahl: | 08846 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GAP | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 80 134 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstr. 2 82449 Uffing a.Staffelsee |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Rupert Wintermeier (Wahlgem./parteifreie Wähler) | |
| Lage der Gemeinde Uffing a.Staffelsee im Landkreis Garmisch-Partenkirchen | ||
Uffing am Staffelsee (amtlich: Uffing a.Staffelsee) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen und umfasst die beiden Orte Uffing und Schöffau.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Die Gemeinde liegt im bayerischen Voralpenland 70 km südlich der Landeshauptstadt München auf einer Höhe von 666 m über NN. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von 43 km². Davon sind 23 km² landwirtschaftlich genutzte Fläche, 19 km² Wald und 2 km² Wasser- und Erholungsfläche.
Geschichte[Bearbeiten]
Uffing wird schon im Jahr 739 als Stiftungsgut des Klosters Benediktbeuern erwähnt. Teile des Orts waren im Frühmittelalter auch Besitz von Kloster Staffelsee. Der Ort gehörte später zum Rentamt München und zum Landgericht Weilheim des Kurfürstentums Bayern. Uffing wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern eine selbstständige politische Gemeinde. Am 11. November 1923 wurde Adolf Hitler in Uffing nach dem Hitler-Putsch verhaftet. Anlässlich der 1250-Jahr-Feier in Uffing wurde eine Chronik über Entstehung und Allgemeines der Gemeinde Uffing am Staffelsee von Jakob Scheck verfasst und veröffentlicht. Darin ist auch nachzulesen, wie die Hunnen auf einer der Staffelsee Inseln ihr Lager hatten und welche Geschichten es hierüber gibt.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Schöffau eingegliedert.[2]
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | 1840 | 1900 | 1925 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970* | 1987** | 2002 | 2005 | 2010 |
| Einwohner | 778 | 1009 | 1178 | 1169 | 2052 | 1815 | 1795 | 2194 | 3033 | 3031 | 2978 |
* Volkszählung 27. Mai; ** Volkszählung 25. Mai; ab 2001: jeweils 31. Dezember;
Quelle: Statistik Bayern [3]
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Die Kommunalwahl vom 2. März 2008 ergab folgende Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]
| Wahlgemeinschaft Uffing (WGU) | 50,0 % | 7 Sitze |
| Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) ] (FWG) | 35,7 % | 5 Sitze |
| [Wählergemeinschaft Schöffau (WGS) | 14,3 % | 2 Sitze |
Der Gemeinderat besteht aus 14 Mitglieder und dem ehrenamtlichen Bürgermeister Rupert Wintermeier (WGU).
Gemeindefinanzen[Bearbeiten]
Im Jahr 2011 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1,990 Mio. €, davon waren 480.000 € Gewerbesteuereinnahmen (netto).[3]
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen zeigt in Rot einen silbernen Wagenkipf, darüber eine goldene Mitra. Die Wagenkipf stammt aus dem Stammwappen der Tabertshofer, die ihren Stammsitz im Uffinger Ortsteil Tabertshofen hatten. Die Mitra symbolisiert das kurzzeitig bestehende Bistum Neuburg-Staffelsee.
Baudenkmäler[Bearbeiten]
Liste der Baudenkmäler in Uffing am Staffelsee
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Wirtschaft[Bearbeiten]
Im Jahr 2010 gab es insgesamt 361 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Davon waren 12 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei, 118 im Bereich des Produzierenden Gewerbes, 127 im Bereich Handel, Verkehr, und Gastgewerbe, 43 im Bereich der Unternehmensdienstleister und 61 im Bereich öffentlicher und privater Dienstleister. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 917. Im verarbeitenden Gewerbe gab 2011 es einen Betrieb mit mehr als 20 Mitarbeitern und im Bauhauptgewerbe 2012 zehn Betriebe mit zusammen 38 Mitarbeitern.
2010 bewirtschafteten 53 landwirtschaftliche Betriebe eine Fläche von 1.781 ha, wovon 19 ha Ackerland und 1.762 Dauergrünland waren. [3]
Verkehr[Bearbeiten]
Uffing liegt an der Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen und wird von Zügen des Regionalverkehrs bedient. Außerdem ist der Ort mit den Linien 9601 und 9601k des Regionalverkehrs Oberbayern erreichbar. [5] Durch den Ort führt die Kreisstraße GAP 3.
Bahnhof[Bearbeiten]
Am 15. Mai 1879 vormittags fuhr der erste Zug im Uffinger Bahnhof ein. Im Jahr 1924 wurde die Strecke von Garmisch-Partenkirchen nach München mit Strom aus dem Walchenseekraftwerk elektrifiziert. Das mechanische Stellwerk, Bauart Krauss, wurde im Jahr 1926 in Betrieb genommen. Im Jahr 2008 löste das Elektronische Stellwerk Garmisch-Partenkirchen das mechanische Stellwerk ab. Im gleichen Jahr verkaufte die Deutsche Bahn AG etwa 1000 Bahnhöfe inklusive Uffing an eine britische Fondsgesellschaft. Der Bahnhof war allerdings noch bis zum Jahr 2010 besetzt um eine Anrufschranke zu bedienen. Diese Anlage wurde durch eine Unterführung ersetzt. [6] Am 14. November 2012 kaufte die Familie Finkbeiner den Bahnhof für die Plant-for-the-Planet Stiftung, um ihn zu einem Bürgerbahnhof auszugestalten.[7]
Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]
In Uffing gibt es seit der 1250-Jahr-Feier ein Museum, das von den Gründungszeiten bis heute den Verlauf der Uffinger Geschichte erzählt. Viele der Einrichtungsgegenstände wurden über Jahrzehnte von verschiedenen Dorfbewohnern gesammelt und zur Verfügung gestellt zur Eröffnung des Museums. Einige der Ausstellungsstücke sind die erbauten Miniaturen, die anlässlich des Festzuges zur 1250-Jahr-Feier in liebevoller Kleinstarbeit gefertigt wurden.
Die Geschichte des Heimatmuseums begann bereits 1989, als zur 1250-Jahr-Feier von Uffing eine begleitende Ausstellung im Pfarrheim untergebracht wurde. Nach dem Ende der Festveranstaltungen suchte man für die Requisiten des Festzuges und einigen der Gemeinde verbleibenden Ausstellungsstücke geeignete Präsentationsräume. Im alten Feuerwehrhaus, erbaut 1949, wurde man fündig und brachte die Ausstellung dort unter. Als Ausstellungsraum fungierte dieses Gebäude bis 1995. Nach einem größeren Umbau schaffte sich die Gemeinde Uffing a. Staffelsee ein eigenes Heimatmuseum, das im Juni 1996 eingeweiht werden konnte. Seit dieser Zeit befindet sich dort im 1. Stock eine Dauerausstellung über handwerkliche und bäuerliche Geräte aus Uffing und Schöffau, sowie über Erinnerungsstücke an die Geschichte von Uffing. Ein besonderes Schmuckstück ist das alte Dorfmodell, das Uffing um das Jahr 1706 zeigt und vom Schneidermeister Josef Mayer zur 1250-Jahrfeier gebaut wurde. Im Erdgeschoss befindet sich eine Wechselausstellung und eine Dauerausstellung von Werken Uffinger Künstler. Das Heimatmuseum hat mittlerweile einen festen Platz im kulturellen Leben der Gemeinde gefunden und wird von Gästen wie Einheimischen gerne besucht. Die Öffnungszeiten sind während der Frühjahr-, Sommer- und Herbstsaison jeweils am Samstag und Sonntag von 16:00 - 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]
Uffing hat eine Grund- und Teilhauptschule, die vor einer Weile ausgebaut wurde zur „Bahlsen-Schule“ - benannt nach dem Keksfabrikanten Klaus Bahlsen - ein Wahluffinger, der dort auch beigesetzt wurde. Ebenfalls steht in Uffing zu Ehren von Klaus Bahlsen auf dem Grund der Gemeindeverwaltung Uffing ein Brunnen, der ihm gewidmet wurde, nachdem die Gemeinde einen Millionenbetrag geerbt hatte, das zur Verschönerung des Dorfes beitragen sollte. Die Schule hatte im Schuljahr 2011/12 225 Schüler, die von 14 Lehrern unterrichtet wurden. Außerdem gab es im Jahr 2012 zwei Kindertageseinrichtungen mit 103 Plätzen, wovon 79 belegt waren.[3]
Ehrenbürger[Bearbeiten]
- Klaus Bahlsen (1908-1991), war in Uffing wohnhaft und wurde hier beigesetzt. Er war seit 1983 Ehrenbürger.[8]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 578.
- ↑ a b c d Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Statistik kommunal 2012: Uffing am Staffelsee (PDF-Datei; 1,67 MB)
- ↑ Gemeinderat Uffing - Übersicht. Gemeinde Uffing am Staffelsee, abgerufen am 3. Juni 2013.
- ↑ Regionalverkehr Oberbayern - Liniennetzplan Landkreis Garmisch-Partenkirchen (PDF-Datei; 518 kB)
- ↑ Bahnübergang Uffing. Pro Bahn Werdenfels, abgerufen am 9. Mai 2013.
- ↑ Finkbeiners wollen Bahnhof retten. Merkur-Online, 21. November 2012, abgerufen am 9. Mai 2013.
- ↑ Quelle: Michaela Sperer: «Keksfabrikant fühlte sich in Uffing pudelwohl», in: merkur-online.de vom 22. April 2008
Weblinks[Bearbeiten]
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Gemeindefreies Gebiet: Ettaler Forst
