Uftrungen

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Uftrungen
Gemeinde Südharz
Koordinaten: 51° 30′ N, 10° 59′ O51.49888888888910.979722222222221Koordinaten: 51° 29′ 56″ N, 10° 58′ 47″ O
Höhe: 221 m ü. NN
Fläche: 29,65 km²
Einwohner: 1.070 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Jan. 2010
Postleitzahl: 06548
Vorwahl: 034653
Bennungen Breitenstein Breitungen Dietersdorf Drebsdorf Hainrode Kleinleinungen Questenberg Roßla Rottleberode Schwenda Stolberg (Harz) Uftrungen Wickerode Hayn (Harz) Landkreis Mansfeld-SüdharzKarte
Über dieses Bild

Lage von Uftrungen in Südharz

Dorfkern von Uftrungen - Blick auf die Kirche

Uftrungen ist ein Ortsteil der Gemeinde Südharz im Landkreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografische Lage

Uftrungen liegt im Südharz an der Landstraße zwischen Stolberg (Harz) und Berga. Westlich des Ortes fließt die Thyra. Unweit davon befindet sich die 1357 erstmals erwähnte Gipshöhle Heimkehle, die ein beliebtes Ausflugsziel ist.

[Bearbeiten] Geschichte

Uftrungen unterstand einst den Grafen zu Stolberg. Im November 1437 erlitten die Halberstädter nahe Uftrungen eine militärische Niederlage in einer der zahlreichen Fehden dieses Jahrhunderts. Am 6. Juli 1719 wurde das Dorf vom Grafen Christoph Friedrich zu Stolberg-Stolberg an seinen Bruder Jost Christian zu Stolberg-Roßla abgetreten, der hier einen Amtssitz der Grafschaft Stolberg-Roßla einrichtete. Bis 1815 stand Uftrungen unter der Oberhoheit des Königreichs Sachsen und gelangte dann an den Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen. 1819 lebten in Uftrungen 903 Einwohner in 182 Häusern.

Während des Zweiten Weltkrieges schufteten in der Karsthöhle Heimkehle etwa 1.500 KZ-Häftlinge aus dem Außenlager Rottleberode des KZ Dora-Mittelbau bei der Rüstungsproduktion für die Junkers-Werke in Dessau. Nach ihrem Abtransport im April 1945 kamen 1.000 von ihnen beim Massaker in der Feldscheune von Isenschnibbe ums Leben, 300 weitere bei einem folgenden Todesmarsch.

Von 1952 bis 1990 gehörte Uftrungen zum DDR-Bezirk Halle.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die Gemeinden Uftrungen, Bennungen, Breitenstein, Breitungen, Dietersdorf, Drebsdorf, Hainrode, Hayn (Harz), Kleinleinungen, Questenberg, Roßla, Rottleberode und Schwenda zur neuen Gemeinde Südharz zusammen.[1] Gleichzeitig wurde die Verwaltungsgemeinschaft Roßla-Südharz, zu der Uftrungen gehörte, aufgelöst.

[Bearbeiten] Gedenkstätten

[Bearbeiten] Verkehr

Der Ort liegt an der Bahnstrecke Berga-Kelbra–Stolberg (Harz). Außerdem bestehen Busverbindungen in die umliegenden Orte.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Heimkehle
  • Evgl. St. Andreaskirche; barocker Saalbau, der von 1732–1734 erbaut wurde.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
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