Ugo Poletti

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Ugo Kardinal Poletti (* 19. April 1914 in Omegna, Provinz Verbano-Cusio-Ossola, Italien; † 25. Februar 1997 in Rom) war Erzbischof von Spoleto und ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Ugo Poletti erhielt seine philosophische und theologische Ausbildung im Priesterseminar von Novara und empfing am 29. Juni 1938 das Sakrament der Priesterweihe. Er arbeitete anschließend als Gemeindeseelsorger und Subregens des Seminars von Novara.

Von 1954 bis 1958 war er in der Verwaltung des Bistums Novara tätig. 1958 wurde er von Papst Pius XII. zum Titularbischof von Medeli und zum Weihbischof in Novara ernannt. Die Bischofsweihe erhielt Poletti am 14. September 1958 durch Vincenzo Gilla Gremigni, den damaligen Bischof von Novara. Er nahm in den Jahren 1962 bis 1965 am Zweiten Vatikanischen Konzil teil und wurde 1967 Erzbischof von Spoleto.

1969 ernannte ihn Papst Paul VI. zum Titularerzbischof von Aemona und zum Weihbischof im Bistum Rom. Am 5. März 1973 nahm er Ugo Poletti als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Ambrogio e Carlo in das Kardinalskollegium auf und ernannte ihn zum Kardinalvikar. Ugo Poletti vertrat den Papst bei mehreren Anlässen als Päpstlicher Legat. Er nahm an den Konklaven im August und im Oktober 1978 teil. 1991 trat er aus Altersgründen von allen seinen Ämtern zurück. Er starb am 25. Februar 1997 nach einem Herzinfarkt in der Gemelli-Klinik in Rom.

Kardinal Poletti hat wesentlich an der Gründung der Priesterbruderschaft der Missionare des heiligen Karl Borromäus (FSCB) mitgewirkt.[1]

Er soll laut einer Liste des italienischen Journalisten Mino Pecorelli Mitglied der Freimaurerloge P2 gewesen sein.[2]

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Eugenio Cutolo: Ugo Poletti, cardinale vicario di Sua Santità. Edizione l’idea, Neapel 1973
  • Niccolò Del Re: Il vicegerente del vicariato di Roma. Istituto di Studi Romani, Rom 1976, S. 78

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Fraternità sacerdotale dei missionari di San Carlo Borromeo“, Comunione e Liberazione, abgerufen am 25. April 2011 (italienisch)
  2. David Yallop: Im Namen Gottes - Der mysteriöse Tod des 33-Tage-Papstes Johannes Paul I., ISBN 3-426-03812-9

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Angelo Kardinal Dell’Acqua Kardinalvikar
1974–1991
Camillo Kardinal Ruini
Angelo Kardinal Dell’Acqua Erzpriester der Lateranbasilika
1974–1991
Camillo Kardinal Ruini
Anastasio Alberto Kardinal Ballestrero OCD Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz
1985–1991
Camillo Kardinal Ruini
Luigi Kardinal Dadaglio Erzpriester der Basilika Santa Maria Maggiore
1991–1997
Carlo Kardinal Furno
Raffaele Mario Radossi Erzbischof von Spoleto
1967–1969
Giuliano Agresti