Uhlandstraße (Berlin)

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Uhlandstraße
Wappen
Straße in Berlin
Uhlandstraße
Uhlandstraße zwischen Hohenzollerndamm und Güntzelstraße
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Charlottenburg,
Wilmersdorf
Angelegt Ende 19. Jahrhundert
Hist. Namen Valerienstraße,
Schleswigsche Straße
Anschlussstraßen Hardenbergstraße (nordöstlich),
Mecklenburgische Straße (südwestlich)
Querstraßen Kantstraße,
Kurfürstendamm,
Lietzenburger Straße,
Ludwigkirchstraße,
Pariser Straße,
Düsseldorfer Straße,
Hohenzollerndamm,
Güntzelstraße,
Fechnerstraße,
Gasteiner Straße,
Berliner Straße,
Wilhelmsaue,
Straße am Schoelerpark,
Blissestraße
Plätze Steinplatz
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßenlänge 2800 Meter

Die Uhlandstraße im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf durchquert den Bezirk parallel zur Bundesallee in Nord-Süd-Richtung. Die Straße wird von einer innenstadttypischen gemischten Wohn-/Gewerbebebauung geprägt. Die Straße ist, abgesehen von einem kurzen Stück zwischen Berliner Straße und Blissestraße, für den Verkehrsfluss, also ohne Parkstreifen, nur zweispurig ausgebaut, wird aber ab Lietzenburger Straße deutlich breiter.

Die Uhlandstraße wurde am 25. April 1885 in Charlottenburg nach dem Dichter Ludwig Uhland benannt. Sie trug vorher keinen Namen. Am 28. Oktober 1893 folgte der Wilmersdorfer Teil der Straße. Dieser trug vorher den Namen Valerienstraße (vermutlich nach der Frau eines Gutsbesitzers, der die Straße angelegt hatte) bzw. Schleswigsche Straße (nach dem ehemaligen Herzogtum Schleswig, als Pendant zur noch existierenden Holsteinischen Straße bzw. der damaligen Holsteiner Straße).

Verlauf[Bearbeiten]

Die Uhlandstraße beginnt im Norden am Steinplatz, gegenüber der Universität der Künste. An der Ecke am Steinplatz 4 befindet sich das Hotel am Steinplatz, ein Jugendstilbau des Architekten August Endell von 1906/1907. Der erste Abschnitt der Straße ist hauptsächlich durch Wohnbebauung geprägt, u. a. dem in markanter Sichtbetonbauweise 1973/1974 errichteten Appartementhaus Uhlandstraße 195/196 des Architekten Georg Heinrichs. Zur Kantstraße folgen Bürogebäude. In der Mitte dieses Abschnitts befindet sich auf der östlichen Seite ein Parkhaus, das unter einem Wohngebäude angelegt wurde und sich unter dem gesamten Block erstreckt, weitere Ausfahrten befinden sich in der parallel verlaufenden Fasanenstraße. An der Kreuzung mit der Kantstraße befindet sich das 1998/1999 erbaute Stilwerk-Gebäude, ein Komplex von Geschäften vornehmlich mit Designartikeln. Dieses wurde aus statischen Gründen auf den Tresorräumen des ehemaligen Hauptverwaltungsgebäudes der Dresdner Bank errichtet.

BMW-Haus an der Ecke Kurfürstendamm
Fischreiterin von Georges Morin vor der Uhlandstraße 150

Zwischen Kantstraße und Kurfürstendamm unterquert die Uhlandstraße eine Brücke der Stadtbahn. In diesem Bereich wird die Wohnbesiedlung auch zusehends durch Geschäfte, Restaurants und Bars ergänzt. So befindet sich beispielsweise an der Kreuzung mit dem Kurfürstendamm ein Neubau der BMW-Niederlassung Berlin. Schräg gegenüber steht das denkmalgeschützte Maison de France mit dem Kino Cinema Paris. Außerdem befindet sich hier der U-Bahnhof Uhlandstraße.

Der Bereich zwischen Kurfürstendamm und Lietzenburger Straße ist deutlich innerstädtisch geprägt. Hier gibt es viele exklusive Geschäfte, Restaurants und Wohnungen, daneben unter anderem aber auch Schnellimbisse, einen Supermarkt und ein Parkhaus. Passagen führen von hier aus zur Fasanenstraße und zur Knesebeckstraße.

Südlich der Lietzenburger Straße verbreitert sich die Straße deutlich, bleibt jedoch zweispurig. Auch hier gibt es Wohngebäude, Restaurants und Geschäfte. Viele der Gebäude in diesem Bereich waren im Zweiten Weltkrieg zerstört worden und wurden durch schmucklose Neubauten ersetzt. In dieser Gegend gibt es auch noch viele Gewerbetreibende, allerdings künden einige leerstehende Geschäfte und Ladeninsolvenzen von schwierigen Zeiten für den Einzelhandel. Im Bereich der Pariser Straße konzentrieren sich gastronomische Einrichtungen aller Art.

Zwischen Februar 1969 und April 1970 befand sich in der Uhlandstraße 52 die Redaktion der anarchistisch-libertären Zeitschrift Agit 883. Die Hausnummer war Teil des Logos der Zeitschrift.[1][2]

An der Kreuzung mit dem Hohenzollerndamm befindet sich der westliche Ausgang des U-Bahnhofs Hohenzollernplatz der Linie U3. Der gleichnamige Platz am Hohenzollerndamm erreicht die Uhlandstraße aber nicht ganz. Der Bereich zwischen dem Hohenzollerndamm und der Güntzelstraße wurde 2003 umgebaut. Die Parkplätze auf dem Mittelstreifen wurden entfernt und durch Querparkplätze am Seitenstreifen ersetzt. Außerdem wurden Fahrbahnbelag und Fußweg komplett erneuert und ein Fahrradstreifen angelegt. Der Bereich zwischen Güntzelstraße und Berliner Straße folgte zwischen 2006 und 2007.

Das letzte kurze Stück der Uhlandstraße zwischen Wilhelmsaue (dem früheren Ortskern von Wilmersdorf) und der Blissestraße wurde am 15. April 1965 eingeweiht. Es durchschneidet den Volkspark Wilmersdorf und schafft so als Verlängerung der Uhlandstraße eine direkte Verbindung zur Mecklenburgischen Straße. Dieses Teilstück ist auch die einzige Kurve der Straße, die sonst in strikter Nord-Süd-Richtung verläuft. An der Außenseite der Kurve wurde von 1999 bis 2001 in einem ehemaligen Parkgebiet ein Apartmenthaus (das sogenannte „Uhlandhaus“) errichtet. Auf dem Gelände befand sich vor dem Zweiten Weltkrieg das Ausflugslokal Victoria-Garten. Vor dem Uhlandhaus befindet sich seit 1968 das Kunstwerk Das Ding von Susanne Riée.[3]

Zwischen 1900 und 1957 verkehrten Straßenbahnen auf der Uhlandstraße: am 25. März 1900 erfolgte die Aufnahme des elektrischen Betriebes auf dem Streckenabschnitt Uhlandstraße/Kurfürstendamm – Wilmersdorf Wilhelmsaue.[4] Am 1. Mai 1957 wurde die Linie 51 (Bhf. Zoo – Uhlandstraße – Roseneck) stillgelegt.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Uhlandstraße (Berlin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

52.49527777777813.323888888889Koordinaten: 52° 29′ 43″ N, 13° 19′ 26″ O

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Agit 883. Nr. 1 (PDF; 698 kB), 1969
  2. Agit 883. Nr. 57 (PDF; 2,9 MB), 1970
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDas Ding. Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, abgerufen am 27. Januar 2010.
  4. [1]l
  5. [2]