Uhlstädt-Kirchhasel
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Saalfeld-Rudolstadt | |
| Höhe: | 246 m ü. NN | |
| Fläche: | 122,27 km² | |
| Einwohner: |
6300 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 52 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 07407 | |
| Vorwahlen: | 036742, 036743, 03672 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SLF, RU | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 73 109 | |
| Gemeindegliederung: | 32 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Jenaische Straße 90 07407 Uhlstädt-Kirchhasel |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Schröter | |
| Lage der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt | ||
Uhlstädt-Kirchhasel ist eine Gemeinde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Uhlstädt-Kirchhasel ist die flächenmäßig größte Gemeinde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Sie nimmt den nordöstlichen Teil des Kreises ein. Im Süden der Gemeinde liegt das Tal der Saale, in dem die Ortsteile Catharinau, Kolkwitz, Weißen, Rückersdorf und Niederkrossen (rechtes Ufer) sowie Kirchhasel, Etzelbach, Uhlstädt und Zeutsch (linkes Ufer) liegen. Alle weiteren Ortsteile liegen auf der Ilm-Saale-Platte nördlich des Saaletals verstreut. Die westlichen Ortsteile grenzen an die Stadt Rudolstadt und sind somit für Wohn- und Gewerbeflächen attraktiver als die anderen Orte der Gemeinde. Die höchsten Berge im Gemeindegebiet erreichen Höhen von bis zu 450 Metern, während die Höhe im Saaletal rund 190 Meter beträgt.
Ortsteile (Stand: 31. Dezember 2010) [Bearbeiten]
|
|
Außerdem liegt die 1850 verlassene heutige Wüstung Töpfersdorf in der Gemeindeflur.
Geschichte [Bearbeiten]
In Kuhfraß gab es ein Gut derer von Kochberg. Es wurde 1825 durch James Patrick Parry, den Ehemann von Luise von Stein, übernommen. Dieser ließ von 1835 bis 1838 das Jagdschloss Hirschhügel bauen. 1892 erbte Graf Henckel von Donnersmarck den Besitz. Im "Neuen Haus" wurde 1941 ein Kinderlandheim eingerichtet. 1945 erfolgte die entschädigungslose Enteignung von Schloss und Gut. Das Schloss wurde Altersheim und psychiatrische Einrichtung, jetzt (2010) ist es Altenheim eines Sozialwerks. 1994/95 wurde noch erhaltenes mobiles Inventar an die Familie Henckel von Donnersmarck restituiert, welche einen Dauerleihvertrag mit der Stiftung Weimarer Klassik darüber abschloss. Darunter fielen Gemälde, Grafiken, Kunstgegenstände, Möbel und 39 Goethe-Handzeichnungen.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Die Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel entstand am 1. Juli 2002 durch den freiwilligen Zusammenschluss von dreizehn bis dahin selbständigen Gemeinden.[2] Am 1. Dezember 2007 wurden die Gemeinden Großkochberg und Heilingen eingegliedert,[3] für die Uhlstädt-Kirchhasel bereits erfüllende Gemeinde war.
| Ehemalige Gemeinde | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Beutelsdorf | 1. Juli 2002 | |
| Catharinau | 9. April 1994 | Eingemeindung nach Kirchhasel |
| Dorndorf | 1. Juli 2002 | |
| Engerda | 1. Juli 2002 | |
| Etzelbach | 9. April 1994 | Eingemeindung nach Kirchhasel |
| Großkochberg | 1. Dezember 2007 | |
| Heilingen | 1. Dezember 2007 | |
| Kirchhasel | 1. Juli 2002 | |
| Kleinkochberg | 9. April 1994 | Eingemeindung nach Großkochberg |
| Kleinkrossen | 1922 | Eingemeindung nach Uhlstädt |
| Kolkwitz | 9. April 1994 | Eingemeindung nach Kirchhasel |
| Kuhfraß | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Kirchhasel |
| Mötzelbach | 30. Juni 1994 | Eingemeindung nach Kirchhasel |
| Naundorf | 1. Januar 1957 | Eingemeindung nach Kirchhasel |
| Neusitz | 9. April 1994 | Eingemeindung nach Kirchhasel |
| Niederkrossen | 1. Juli 2002 | |
| Oberhasel | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Kirchhasel |
| Oberkrossen | 1922 | Eingemeindung nach Uhlstädt |
| Partschefeld | 1. Dezember 1972 | Eingemeindung nach Uhlstädt |
| Röbschütz | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Heilingen |
| Rödelwitz | 1. Juli 2002 | |
| Rückersdorf | 1922 | Eingemeindung nach Uhlstädt |
| Schloßkulm | 1. Juli 2002 | |
| Schmieden | 1. Juli 2002 | |
| Teichweiden | 1. Juli 2002 | |
| Uhlstädt | 1. Juli 2002 | |
| Zeutsch | 1. Juli 2002 |
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
|
- Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Politik [Bearbeiten]
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „Geviert; Feld 1: Grün, Feld 2 bis 4: Silber; Feld 1 eine herschauende silberne Eule mit ausgebreiteten Flügeln, Feld 2 und 3: je drei grüne Lilien, Feld 4: ein grüner Haselnussstrauch mit sechs Blättern und zwei Früchten auf einem grünen, mit silbern bordierten, blauen Wellenbalken belegten Grund.“
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Gedenkstätten
Im Zentrum des Ortsteils Zeutsch erinnert in einer Parkanlage in der Nähe des Kindergartens seit 1985 eine Stele an die KZ-Häftlinge, die bei einem Todesmarsch aus einem der Außenlager des KZ Buchenwald durch den Ort getrieben wurden.
- Burg Weißenburg
Besondere Erwähnung verdient die Burg Weißenburg.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Uhlstädt-Kirchhasel ist eine weitestgehend landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Dies gilt besonders für die nördlichen Ortsteile. Jene im Saaletal weisen teils auch kleinere Gewerbegebiete mit verschiedenen Industrien auf.
Die wichtigsten Straßenverbindungen auf dem Gemeindegebiet sind die Bundesstraße 88 (Rudolstadt–Jena), die im Saaletal durch die Ortsteile Kirchhasel, Etzelbach, Uhlstädt und Zeutsch verläuft, sowie die Landesstraße von Teichel im Westen nach Zeutsch im Osten für die nördlichen Gemeindeteile. Des Weiteren gibt es noch zahlreiche Kreis- und Gemeindestraßen, die alle Ortsteile erschließen. Bahnhöfe der Saalbahn gibt es in Zeutsch und Uhlstädt. Sie gewährleisten eine Zuganbindung an Naumburg, Jena, Rudolstadt und Saalfeld, wobei die nächsten Fernverkehrshalte (ICE Berlin–München) Saalfeld im Süden und Jena im Norden sind.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Christian Sigismund Voigt (18. Jh.), Orgelbauer
- Johanna Isabella Eleonore von Wallenrodt (1740–1819), Schriftstellerin
- Marthe Renate Fischer (1851-1925), Schriftstellerin
- Gerhard Fickel (* 1920), Chefarzt der Tbc-Heilstätte auf der Weißenburg
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007
Weblinks [Bearbeiten]
Allendorf | Altenbeuthen | Bad Blankenburg | Bechstedt | Cursdorf | Deesbach | Döschnitz | Dröbischau | Drognitz | Gräfenthal | Hohenwarte | Kamsdorf | Katzhütte | Kaulsdorf | Königsee-Rottenbach | Lehesten | Leutenberg | Lichte | Mellenbach-Glasbach | Meura | Meuselbach-Schwarzmühle | Oberhain | Oberweißbach/Thür. Wald | Piesau | Probstzella | Reichmannsdorf | Remda-Teichel | Rohrbach | Rudolstadt | Saalfeld/Saale | Saalfelder Höhe | Schmiedefeld | Schwarzburg | Sitzendorf | Uhlstädt-Kirchhasel | Unterweißbach | Unterwellenborn | Wittgendorf
