Ukraine International Airlines

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Ukraine International Airlines
Міжнародні Авіалінії України
Logo der Ukraine International Airlines
Boeing 737-800 der Ukraine International
IATA-Code: PS
ICAO-Code: AUI
Rufzeichen: UKRAINE INTERNATIONAL
Gründung: 1992
Sitz: Kiew, UkraineUkraine Ukraine
Drehkreuz:

Kiew-Boryspil

Heimatflughafen:

Kiew-Boryspil

Unternehmensform: Акціонерне товариство (Aktiengesellschaft)
IATA-Prefixcode: 566
Leitung: Yuri Miroshnikov (CEO)
Vielfliegerprogramm: Panorama Club
Flottenstärke: 35
Ziele: National und international
Website: www.flyuia.com

Ukraine International Airlines (Ukrain.: Міжнародні Авіалінії України, Mizhnarodni Avialiniyi Ukrayiny, [ˌmiʒnaˈrodni ˌɑviɑˈliniji ˌukraˈjinɪ]) ist eine ukrainische Fluggesellschaft mit Sitz in Kiew und Basis auf dem Flughafen Kiew-Boryspil.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und erste Jahre[Bearbeiten]

Ehemalige Antonov 148 der UIA

Die Fluggesellschaft wurde am 1. Oktober 1992 gegründet und startete ihren Flugbetrieb am 25. November 1992. Sie wurde als Nachfolgerin für die internationalen Dienste der Air Ukraine gegründet, um Flüge zwischen Kiew und Westeuropa anzubieten.

Die Gesellschaft war die erste Gesellschaft der GUS, die auch mit westlichem Kapital gegründet wurde und neue Flugzeuge vom Typ Boeing 737 ab Werk beschaffte. Die Gründungsaktionäre waren die Ukrainische Zivilluftfahrtbehörde und die Guinness Peat Aviation (GPA), eine irische Flugzeugleasinggesellschaft.

Im Jahre 1996 investierten die Austrian Airlines Group und Swissair neue Aktien im Werte von 9 Millionen US$. Im Jahre 2000 investierte die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung 5,4 Millionen US$ und wurde neuer Aktionär.

Entwicklung seit 2000[Bearbeiten]

Nachdem im Jahre 2002 die Fusion mit der Air Ukraine, der Nachfolgegesellschaft der sowjetischen Kiew-Division der Aeroflot, am Widerstand der westlichen Aktionäre von UIA scheiterte, ging kurz darauf die Air Ukraine in Insolvenz. Es existiert noch eine Restgesellschaft mit wenigen Flugzeugen. Die innerukrainischen Linien werden seitdem von lokalen Gesellschaften und der Billigfluggesellschaft Aerosvit Airlines geflogen.

Eine Kooperation von Ukraine International Airlines mit Air Berlin wurde am 19. Januar 2010 bekannt gegeben.[1]

Hauptaktionär der Ukraine International Airlines war vor der vollständigen Privatisierung der staatliche ukrainische Treuhandfonds FDMU mit 61,58 Prozent. Kleinere Aktienpakete hielten die in Österreich ansässige UIA Holding GmbH, die Capital Investment Project GmbH und ein dritter Privatinvestor.

Am 28. Februar 2011 übergab der staatliche ukrainische Treuhandfonds FDMU seine Beteiligung von 61,58 Prozent an der Ukraine International Airlines für 287,2 Mio. UAH (rund 26 Mio Euro) vollständig in private Hände. 36,09 Prozent der Aktien gingen an jene Privatinvestoren, welche bisher 22,51 Prozent hielten und mit neu 58,6 Prozent die Aktienmehrheit halten. Weitere 15,91 Prozent erwarb die in Österreich ansässige UIA Holding GmbH, die neu 25,85 Prozent der UIA-Aktien besitzt. Der dritte Privatinvestor ist die Capital Investment Project GmbH, welche 9,58 Prozent der Aktien erwarb und neu 15,55 Prozent hält.

Bei der Privatisierung ist die Dniproavia AG leer ausgegangen, die dem ukrainischen Unternehmer und Milliardär Ihor Kolomojskyj gehört. Kolomojskyj hielt den vom staatlichen ukrainischen Treuhandfonds FDMU geforderten Preis von 250 Mio. UAH für zu niedrig und hatte sich nach Medienberichten dazu bereit erklärt, für die Aktienmehrheit insgesamt 516,8 Mio. UAH zu bezahlen, wenn die Versteigerung transparent veranstaltet werden würde.[2]

Im Januar 2013 wurde bekannt gegeben, dass UIA zahlreiche Routen der finanziell angeschlagenen Aerosvit Airlines übernehmen will, darunter auch einige Langstreckenverbindungen.[3]

Flugziele[Bearbeiten]

Streckennetz der UIA
  • Aktuelle Flugziele

Ukraine International Airlines bedient neben mehreren Zielen innerhalb der Ukraine auch zahlreiche Städte- und einige saisonale Urlaubsdestinationen in Europa und Vorderasien. Angeflogen werden beispielsweise Odessa, Astana, Paris, Tel Aviv und Madeira. Ziele im deutschsprachigen Raum sind derzeit Berlin, Frankfurt am Main, Wien und Zürich. Im Mai 2013 folgte München und im Juni 2014 als vierte Destination in Deutschland Düsseldorf.

Codesharing[Bearbeiten]

Codesharing-Abkommen bestehen mit airBaltic, Air France, Alitalia, Austrian Airlines, Azerbaijan Airlines, Brussels Airlines, Iberia, KLM, S7 Airlines, Swiss, TAP Portugal und Turkish Airlines.

Flotte[Bearbeiten]

Boeing 737-300 der UIA
Embraer 190 der UIA

Mit Stand Januar 2015 besteht die Flotte der Ukraine International Airlines aus 35 Flugzeugen[4] mit einem Durchschnittsalter von 13,5 Jahren[5]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt Anmerkungen Sitzplätze[6]
(Business/Eco+/Eco)
Boeing 737-300 05 135
Boeing 737-300F 01 Frachtflugzeug
Boeing 737-400 01 162
Boeing 737-500 06 5 mit Winglets ausgestattet 112
Boeing 737-800 08 186
Boeing 737-900ER 04 189
215
Boeing 767-300ER 05 Eine betrieben für Royal Air Maroc 286 (12/38/211)
Embraer 190 05 104
Gesamt 35 -

Sitz[Bearbeiten]

Der Hauptsitz der Gesellschaft befindet sich in im Stadtrajon Darnyzja im Südosten Kiews in der Charkiwer Chaussee (Харківське Шосе) Nr. 201-203, unmittelbar an der Fernstraße M 03 zum Flughafen Kiew-Boryspil.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ukraine International Airlines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. UIA: Reisen nach Kiew und Simferopol ab sofort aus insgesamt neun deutschen Städten möglich. business-travel.de. 19. Januar 2010. Abgerufen am 19. Januar 2010.
  2. Fonds des Staatsvermögens verkaufte seine Aktienmehrheit von UIA. NRCU Nationale Radiogesellschaft der Ukraine (28. Februar 2011), Abgerufen am 28. Februar 2011
  3. austrianaviation.net - AeroSvit-Pleite: UIA will Langstrecke übernehmen 28. Januar 2013
  4. ch-aviation.com - Ukraine International Airlines (englisch), abgerufen am 21. Januar 2015
  5. airfleets.net - Fleet age Ukraine International Airlines (englisch), abgerufen am 21. Januar 2015
  6. flyuia.com Die Flotte der UIA abgerufen am 22. Januar 2015