Ukrainische Seestreitkräfte

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Ukrainische Marine
Військово-Морські Сили України
Emblem of the Ukrainian Navy.svg
Emblem der ukrainischen Seestreitkräfte
Aufstellung 12. Dezember 1991
Land UkraineUkraine Ukraine
Streitkräfte Ukrainische Streitkräfte
Typ Teilstreitkraft
Stärke 17.500
Traditionsfolge Schwarzmeerflotte
Befehlshaber der Seestreitkräfte der Ukraine
Admiral Serhij Hajduk
Insignien
Gösch der ukrainischen Seestreitkräfte
FIAV 000001.svg
Naval Ensign of Ukraine.svg

Die Ukrainischen Seestreitkräfte (ukrainisch Військово-Морські Сили України, ВМСУ, Wiys’kowo-Mors’ki Syly Ukrayiny) sind die Marine der ukrainischen Streitkräfte. Seit der Krimkrise 2014 sind die Angaben zu Mannschaftsstärke, Einheiten und Schiffen unklar.

Geschichte[Bearbeiten]

Kanonenboot Donez der Ukrainischen Staatsflotte, 1918
Ukrainische Seeleute während einer Parade 2008

Zwischen 1918 und 1921 gab es bereits eine Ukrainische Staatsflotte der Ukrainischen Volksrepublik, die in der sowjetischen Schwarzmeerflotte aufging. Von 1921 bis 1991 waren die Seestreitkräfte Angelegenheit der Sowjetunion und nicht von deren Unionsrepubliken.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 und der daraus resultierenden Unabhängigkeit der Ukraine befand sich die Schwarzmeerflotte der sowjetischen Marine nunmehr auf dem Territorium der Ukraine. Am 2. Januar 1992 verfügte der ukrainische Präsident Leonid Krawtschuk die Unterstellung aller auf dem Territorium der Ukraine stationierten vormals sowjetischen Truppen einschließlich der Schwarzmeerflotte unter ukrainischen Oberbefehl. Ausgenommen waren nur die strategischen Militäreinheiten. Am 2. August 1992 einigte sich Krawtschuk mit dem russischen Präsidenten Boris Jelzin im Konflikt um die Schwarzmeerflotte dahingehend, dass beide Staaten für eine Übergangszeit bis 1995 ein gemeinsames Oberkommando über die rund 380 Schiffe und Boote bilden. Am 17. Juni 1993 unterzeichneten Krawtschuk und Jelzin in Moskau ein weiteres Abkommen über die überwiegend auf der Krim stationierte Schwarzmeerflotte. Danach sollte bis 1995 die rund 300 Schiffe und Boote umfassende Flotte sowie die Gebäude und Hafenanlagen jeweils zur Hälfte aufgeteilt werden. Bis 1995 sollte die Schwarzmeerflotte weiterhin gemeinsam verwaltet und finanziert werden und unter dem gemeinsamen Oberbefehl der Präsidenten Russlands und der Ukraine stehen. Bereits am 3. September 1993 vereinbaren die beiden Präsidenten in Jalta, das bisherige Abkommen zu revidieren. Die Ukraine stimmte dem Verkauf ihres fünfzigprozentigen Anteils an Russland zu. Der auf ukrainischem Staatsgebiet liegende Flottenstützpunkt in Sewastopol wurde von Russland gepachtet. Die Pachtzahlungen wurden mit den ukrainischen Schulden bei Russland verrechnet. Diese Entscheidung Krawtschuks wurde in der Werchowna Rada heftig kritisiert.

Am 15. April 1994 wurde erneut über die Schwarzmeerflotte verhandelt. Der verbliebene ukrainische Anteil von 50 % der rund 300 Schiffe und Boote sollte nun auf rund 15 bis 20 % reduziert werden. 30 bis 35 % der Flotte wurde an Russland verkauft. Der Ukraine blieben über 60 Schiffe und einige noch nicht fertiggestellte Schiffsrümpfe. Der größte Teil davon befand sich in schlechtem Zustand und war nicht seetüchtig. Zudem fanden Verhandlungen zur Nutzung der Marinestützpunkte auf der Krim statt. Russland verlangte das alleinige Nutzungsrecht der Marinebasis in Sewastopol, das als Heimathafen der Schwarzmeerflotte in der Sowjetunion einen besonderen Status hatte, der auch während der Zugehörigkeit der Krim zur Ukraine von 1991 bis 2014 bestehen blieb. Am 9. Juni 1995 vereinbarte Jelzin mit dem seit 1994 amtierenden Präsidenten Leonid Kutschma in Sotschi, dass Sewastopol weiterhin Stützpunkt der russischen Marine bleibt und die militärische Infrastruktur der Krim von Russland genutzt werden darf.

Am 31. Mai 1997 unterzeichneten Jelzin und Kutschma erneut ein Abkommen über den Status der Schwarzmeerflotte. Russland pachtete die Militäranlagen in Sewastopol für die nächsten 20 Jahre und nutzte die Häfen in Sewastopol und der Karantinnaja-Bucht sowie die Einrichtungen in Streletskaja gemeinsam mit der ukrainischen Marine. Der Pachtvertrag wurde am 21. April 2010 durch den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew und den ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch unter anderem gegen verbilligte russische Gaslieferungen bis zum Jahr 2042 verlängert.[1]

Der Ukraine gelang es nicht, eine größere Anzahl von Schiffen seetüchtig zu machen oder zu erhalten. Reparaturen beschränkten sich auf das Nötigste oder wurden nur mit dem Ziel durchgeführt, ein Schiff verkaufsfähig herzurichten.[2][3][4]

Krimkrise[Bearbeiten]

Infolge des Umsturzes in Kiew und der darauffolgenden Krimkrise 2014 wurde der seit dem 27. Juli 2012 amtierende Befehlshaber Jurij I. Iljin von der ukrainischen Übergangsregierung unter Olexandr Turtschynow am 28. Februar 2014 abberufen und Admiral Denys Beresowskyj zu seinem Nachfolger ernannt. Dieser erklärte am 2. März 2014 seine Treue zur Bevölkerung der Krim und deren neuer prorussischen Regionalregierung. Daraufhin wurde er am selben Tag seines Amtes enthoben und ein Ermittlungsverfahren wegen Landesverrats gegen ihn eingeleitet. Er habe sich geweigert, nötigenfalls gegen Russland zu kämpfen und das Marinehauptquartier in Sewastopol aufgegeben, teilte der Sicherheitsrat der Ukraine mit.[5] Nach Medienberichten verhielt sich die ukrainische Marine in der Krimkrise loyal gegenüber ihrer neuen Regierung, wandte aber keine Waffengewalt gegen die russische Armee an.

Verschiedene Medien meldeten, dass sich das Flaggschiff der ukrainischen Marine, die Fregatte Hetman Sahajdatschny, unter das Kommando der russischen Schwarzmeerflotte gestellt hätte. Der ukrainische Admiral Andrij Tarasow dementierte diese Meldung.[6] Am 4. März 2014 machte die Fregatte auf Kreta fest und wurde am 6. März mit militärischen Ehren in Odessa empfangen.

Wichtige Stützpunkte der Marine wurden von russischen Marineinfanteristen, die zunächst Uniformen ohne Hoheitszeichen oder andere Erkennungszeichen trugen, umstellt. Bereits am 2. März umstellten russische Kräfte die Basis der ukrainischen Marineinfanterie bei Feodossija. Die Basen der Marineinfanterie gehörten zu den ersten, die durch die russische Schwarzmeerflotte bei der Krimkrise 2014 umstellt wurden. Verschiedene Marinebasen der Ukraine sowie der Eingang zum Stützpunkt der 36. Brigade der ukrainischen Grenztruppen in Perewalne wurden blockiert. Dort waren die ukrainischen Kräfte zahlenmäßig deutlich unterlegen.

Am 3. März blockierten vier Schiffe der russischen Marine die ukrainische Korvette Ternopil und das Kommandoschiff Slawutytsch innerhalb des Hafens von Sewastopol, um sie am Auslaufen zu hindern.[7] Weitere russische Schiffe blockierten die Einfahrt des Hafens. Prorussische Zivilisten blockierten den Zugang zum Flottenstützpunkt in Sewastopol.[8]

Am 4. März 2014 berichteten mehrere Medien, Russland stelle den auf der Krim stationierten ukrainischen Streitkräften ein Ultimatum mit der Forderung, die neue Regierung auf der Krim anzuerkennen, die Waffen niederzulegen und abzuziehen, sagte ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Anderenfalls müsse man sich auf einen Angriff durch das russische Militär einstellen. Das russische Verteidigungsministerium dementierte umgehend diese Berichte. Die ukrainische Marine meldete, dass bewaffnete Kräfte in einem Boot versucht hätten, die Slawutytsch zu entern. Die Angreifer hätten abgewehrt werden können.[9]

Am 6. März 2014 wurde das abgewrackte russische U-Jagd-Schiff Otschakow von russischen Streitkräften in der Einfahrt des Donuslawsees versenkt, um den ukrainischen Marinestützpunkt Nowooserne („Neusee“) zu blockieren.[10] Insgesamt zehn russische Schiffe einschließlich des Raketenkreuzers Moskwa blockierten den Zugang.[11]

Die Regierung der Krim unter Führung von Sergei Aksjonow plante die Verstaatlichung der auf der Krim stationierten Schiffe, Boote und Einrichtungen der ukrainischen Seestreitkräfte für den Fall der Unabhängigkeit. Soldaten, die nicht die Seite wechseln wollten, müssten die Halbinsel verlassen.[12][13]

Durch mehrere Aktionen von Sicherheitskräften der Republik Krim wurde am 19. März 2014 die Aufgabe von drei Militärstützpunkten der ukrainischen Streitkräfte erzwungen. Neben den Stützpunkten in Bachtschyssaraj und Nowooserne wurde auch das Marinehauptquartier in Sewastopol eingenommen. Der neue Oberbefehlshaber der ukrainischen Marine, Vizeadmiral Serhij Hajduk, wurde vorübergehend verhaftet.[14]

Übernahme durch Russland[Bearbeiten]

Das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation teilte am 22. März 2014 offiziell die Übernahme der militärischen Kontrolle über die Krim mit. Insgesamt wurden über 147 ukrainische Militäreinrichtungen unter russische Kontrolle gebracht, die russische Schwarzmeerflotte übernahm 54 von insgesamt 67 Schiffen.[15]

Den Soldaten und Offizieren der ukrainischen Truppen wurde nach russischen Angaben angeboten, entweder in russischen Dienst zu wechseln, ihren Abschied zu nehmen oder, falls sie weiter in den ukrainischen Streitkräften dienen wollten, die Krim zu verlassen.[16] Ungefähr 90 % der Soldaten wollten in die russischen Streitkräfte wechseln; nur wenige in den ukrainischen Streitkräften bleiben. Letzteren wurde durch Russland freier Abzug sowie Unterstützung beim Umzug gewährt.[17]

Organisation[Bearbeiten]

Die ukrainische Marine verfügte bis März 2014 über etwa 17.500 Soldaten, davon 3.000 Marineinfanteristen. Sie gliedert sich in die Truppenteile Überwassereinheit; Unterwassereinheit; Marinestützpunkte, küstengestützte Raketensysteme und die Marineinfanterie.

Weiterhin verfügt die Marine über Abteilungen für logistische, technische und medizinische Unterstützung, Marineausbildungszentren und einen wissenschaftlichen Dienst. Die Marine ist mittelbar dem ukrainischen Verteidigungsminister unterstellt.

Die Marine war in den Bereich West und den Bereich Süd gegliedert.

Marineinfanterie[Bearbeiten]

Die Marineinfanteristen der ukrainischen Marine sind die amphibische und luft-amphibische Komponente der Seestreitkräfte. Ihre Aufgabe ist es, im Zusammenwirken mit den Landstreitkräften wichtige Landstützpunkte zu erobern und zu sichern.[18]

Basen[Bearbeiten]

Krim[Bearbeiten]

Das Hauptquartier der ukrainischen Flotte befand sich bis zur Unabhängigkeit der Krim in Sewastopol an der Westküste der Krim. Es wurde am 19. März 2014 verlassen. Weitere Stützpunkte an der Westküste der Krim waren Jewpatorija (Nowooserne / Myrnyj) und Saky. Die Marinebasis Feodossija liegt an der Südküste der Krim.

Festland[Bearbeiten]

An der Mündung des Dnjepr-Bug-Liman und des Beresan-Liman befindet sich der Stützpunkt Otschakiw, weiter westlich Odessa und im Donaudelta der Stützpunkt in Ismajil.

Werften[Bearbeiten]

In Balaklawa und Mykolajiw befinden sich Marinewerften. Die Werft in Balaklawa liegt nach dem Beitritt der Krim zur russischen Föderation nunmehr auf von Russland beanspruchten und kontrolliertem Territorium.

Ausrüstung[Bearbeiten]

Schiffe[Bearbeiten]

Hetman Sahajdatchny (U130)
Kostjantyn Olschanskyj (U402)
Slawutytsch (U510)
Donbas (U500)

Die Schiffsnummern der ukrainischen Schiffe bestehen aus einem großen lateinischen „U“, gefolgt von der Nummer. Die Schiffe führen die blau-gelbe Flagge der Ukraine.

Insgesamt verfügte die ukrainische Marine über 40, nach anderen Angaben über 67[17] Schiffe, von denen nach Aussagen des Verteidigungsministers mindestens fünf nicht einsatzfähig sind – darunter der Kreuzer Ukrayina, der nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1992 von der Ukraine unfertig übernommen und nicht zu Ende gebaut wurde. Die inzwischen zu 95 % fertiggestellte Ukrayina liegt ohne Bewaffnung im Hafen von Sewastopol, während die ukrainische Regierung nach einem Käufer für das Schiff suchte. Russland bekundete großes Interesse an der Ukrayina, doch ein Ankauf für die russische Marine kam bisher nicht zustande. 2010 wurde das Schiff in 1164 umbenannt, was auf einen möglicherweise geplanten Verkauf hindeutet.

Infolge der Aufnahme der Krim in die russische Föderation wurden die meisten Schiffe zunächst von Russland/ der russischen Schwarzmeerflotte übernommen.

Militärschiffsklasse Schiffsname Kennung Herkunft Anmerkungen
Fregatte
Kriwak-Klasse (Projekt 1135.1) Hetman Sahajdatschny U130 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Flaggschiff
Korvetten
Grischa-V-Klasse (Projekt 1124-M) Luzk U200 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Ende März 2014 von Russland übernommen[19]
Grischa-V-Klasse (Projekt 1124-M) Ternopil U209 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Ende März 2014 von Russland übernommen[19]
Grischa-V-Klasse (Projekt 1124-M) Winnyzja U206 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Ende März 2014 von Russland übernommen[20]
Tarantul-II-Klasse (Projekt 1241.1) Pridneprovye (Prydniprovya) U155 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion
Pauk-I-Klasse (Projekt 1241.2-P) Chmelnyzkyj (Khmelnytskyi) U208 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Ende März 2014 von Russland übernommen[19]
Flugkörper-Schnellboote
Matka-Klasse (Projekt 206MP) Pryluky (Priluki) U153 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Im April 2014 von Russland an die Ukraine zurückgegeben.[21]
Landungsschiffe
Ropucha-Klasse (Projekt 775) Kostjantyn Olschanskyj U402 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion [20]
Polnocny-C-Klasse (Projekt 776) Kirowohrad U401 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Am 19. April 2014 von Russland an die Ukraine zurückgegeben.[22]
Kommandoschiff
Bambuk-Klasse (Projekt 1288.4) Slawutytsch U510 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion
U-Boot
Projekt 641 Saporischschja U01 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 1997 aus russischem Bestand übernommen, inaktiv, Ende März 2014 von Russland enteignet
Minensuchboote
Natya-Klasse (Projekt 266M) Tschernihiw U310 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Ende März 2014 von Russland enteignet[20]
Natya-Klasse (Projekt 266M) Tscherkassy U311 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion
Minenräumboote
Sonya-Klasse (Projekt 1265) Melitopol U330 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion
Kommandoschiff (umgerüstetes Werkstattschiff)
Amur-Klasse (Projekt 304) Donbas U500 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Ende März 2014 von Russland übernommen[19] Im April 2014 von Russland an die Ukraine zurückgegeben.[21]

Im April 2014 begann Russland damit, die Schiffe an die Ukraine zurückzugeben.[23][21] Die Rückgabe der ukrainischen Militärtechnik soll bis Juni 2014 abgeschlossen sein.[24] Bis zum 21. April 2014 wurden 13 der 70 Schiffe zurückgegeben - bis zum 20. Mai waren es 28 Stück.[22][25]

Luftfahrzeuge[Bearbeiten]

Ukrainische Berijew Be-12
Ein Kamow Ka-27 bei Landeübungen auf einer amerikanischen Fregatte

Stand: Ende 2013[26]

Luftfahrzeuge Herkunft Verwendung Version Aktiv Bestellt Anmerkungen
Flugzeuge
Berijew Be-12 Tschaika SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Seeaufklärer 4
Antonow An-26 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Transportflugzeug 2
Hubschrauber
Kamow Ka-27 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Transporthubschrauber 4
Kamow Ka-29 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Transporthubschrauber 3
Mil Mi-14 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion U-Jagdhubschrauber 4

Befehlshaber[Bearbeiten]

  • Borys B. Koschin (April 1992 – Oktober 1993)
  • Wolodymyr G. Beskorowajnyj (Oktober 1993 – Oktober 1996)
  • Mykhailo Borisovich Ezhel (Oktober 1996 – Mai 2003)
  • Ihor Knias (Mai 2003 – 23. März 2006)
  • Ihor Tenjuch (23. März 2006 – 17. März 2010)
  • Viktor Maksimow (17. März 2010 – 27. Juli 2012)
  • Jurij I. Iljin (27. Juli 2012 – 28. Februar 2014)
  • Denys Beresowskyj (1. März 2014 – 2. März 2014)
  • Serhij Hajduk (2. März 2014 –)

Uniform[Bearbeiten]

Das blau-weiß quer-gestreifte baumwollene traditionelle Unterhemd der Matrosen heißt, wie das russische Pendant, Telnjaschka.

Einsätze[Bearbeiten]

Am 4. Oktober 2001 schoß die ukrainische Marine während eines Manövers im Schwarzen Meer versehentlich eine Tupolew Tu-154M der russischen Fluggesellschaft Sibir ab, wodurch alle 78 an Bord befindlichen Menschen den Tod fanden. Der Unfall geschah während eines Gefechtsschießens mit Flugabwehrraketen.[27][28]

Hauptartikel: Sibir-Flug 1812

Das Flaggschiff der ukrainischen Marine, die Fregatte Hetman Sahajdatschny nahm an der EU-Mission Atalanta im Golf von Aden teil. Mit einem Ka-27-Hubschrauber und einem Boarding-Team der Marineinfanterie war das Schiff auch Teil der Operation Ocean Shield.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ukrainische Marine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schwarzmeerflotte bis 2042 in Sewastopol
  2. Einziges Uboot nach 20 Jahren endlich fertig
  3. Nach 20 Jahren Reparatur. Ukraine schickt ihr einziges U-Boot auf hohe See. Stimme Russlands, 20. März 2012, abgerufen am 23. März 2014 (deutsch).
  4. Ukraine wants to get rid of its submarine. forUm, abgerufen am 23. März 2014 (englisch).
  5. G-7 verurteilen Russland in gemeinsamer Erklärung. Süddeutsche Zeitung, 3. März 2014, abgerufen am 22. April 2014.
  6. Hetman Sahaydachny Remains Loyal to Ukraine. navaltoday.com, 4. März 2014, abgerufen am 22. April 2014 (englisch).
  7. Ukrainian Warship Thwarts Attack in Sevastopol. navaltoday.com, 4. März 2014, abgerufen am 22. April 2014 (englisch).
  8. Korrespondentenbericht der ARD am 4. März 2014
  9. Slavutych ship repels attack of armed persons. ukrainisches Verteidigungsministerium, 4. März 2014, abgerufen am 22. April 2014 (englisch).
  10. The Maritime Executive: Russia Sinks Own Warship? 6. März 2014, abgerufen am 22. April 2014 (englisch, Meldung bei Maritime Executive).
  11. Sergei L. Loiko: Russia sinks ship to block Ukrainian navy entry to Black Sea. In: the Sydney morning herald. 7. März 2014, abgerufen am 22. April 2014 (englisch).
  12. Vor Referendum über Russland-Beitritt. Krim erklärt sich formell für unabhängig. Spiegel Online, 11. März 2014, abgerufen am 22. April 2014.
  13. Krim-Regierung will ukrainische Schiffe beschlagnahmen. Stuttgarter Nachrichten, 11. März 2014, abgerufen am 22. April 2014.
  14. Krim: Milizen erobern dritte Militärbasis. Der Kurier, 19. März 2014, abgerufen am 22. April 2014.
  15. Russland übernimmt offiziell militärische Kontrolle über Krim. FAZ, 22. März 2014, abgerufen am 22. April 2014.
  16. Ukrainische Militärs können Krim ungehindert verlassen. RIA Novosti, 25. März 2014, abgerufen am 25. März 2014.
  17. a b Neunzig Prozent der ukrainischen Militärs auf der Krim wollen bleiben. RIA Novosti, 22. März 2014, abgerufen am 25. März 2014.
  18. The Navy of the Armed Forces of Ukraine. Structure of the Navy. ukrainisches Verteidigungsministerium, abgerufen am 22. April 2014 (englisch).
  19. a b c d Pro-Russian forces capture Ukrainian vessels in Sevastopol. Anadolu Agency, 21. März 2014, abgerufen am 22. März 2014 (englisch).
  20. a b c Julia Smirnova: Das letzte Schiff, das den Russen widersteht. Welt Online, 24. März 2014, abgerufen am 24. März 2014 (deutsch).
  21. a b c Krim: Russland übergibt weitere Schiffe an ukrainische Kriegsmarine. RIA Novosti, 16. April 2014, abgerufen am 22. April 2014.
  22. a b Krim: Bereits 13 von 70 Schiffen an Ukraine übergeben. RIA Novosti, 21. April 2014, abgerufen am 23. April 2014.
  23. Russland gibt Kriegsschiffe an Ukraine zurück. RIA Novosti, 3. April 2014, abgerufen am 22. April 2014.
  24. Russland will ukrainische Kampftechnik auf der Krim Kiew bis Juni übergeben. RIA Novosti, 9. April 2014, abgerufen am 22. April 2014.
  25. Russia returns more Ukraine Navy vessels. janes.com, 20. Mai 2014, abgerufen am 8. Juli 2014.
  26. World Air Forces 2014. In: Flightglobal Insight. 2014, abgerufen am 22. April 2014 (PDF; 3,9 MB, englisch).
  27. Ben Aris: Ukraine admits it shot down Russian airliner. In: The Telegraph. 13. Oktober 2001, abgerufen am 19. Juli 2014 (englisch): „Although both Russia and Ukraine were almost certainly aware of the cause from the start, it took eight days for Ukraine to accept responsibility.“
  28. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network