Ulli Kaden

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Ulli Kaden besiegt am 9. März 1986 Teófilo Stevenson (Kuba) im Finale des 15. Chemiepokal in Halle
Gruppenbild der Sieger des Turniers in Halle 1986

Ulli Kaden (* 9. März 1959 in München) ist ein ehemaliger deutscher Amateurboxer, Europameister 1987 und 1989 sowie neunmaliger DDR-Meister im Superschwergewicht.

Amateurkarriere[Bearbeiten]

Sein erster internationaler Erfolg gelang ihm mit dem zweiten Platz bei den Junioreneuropameisterschaften 1978 in Dublin. Kaden wurde von 1980 bis 1988 neun Mal in Folge DDR-Meister in seiner Gewichtsklasse.

Bei seiner ersten Teilnahme an den Europameisterschaften 1981 in Tampere scheiterte er im Halbfinale am späteren Sieger Francesco Damiani und belegte somit einen dritten Platz. 1983 in Warna konnte er mit einem Sieg über Alexander Miroschnitschenko in das Finale vordringen, trat dort aber nicht gegen Damiani an. 1987 in Turin konnte Ulli Kaden schließlich erstmals Europameister werden, im Endkampf schlug er den Russen Alexander Jagubkin nach Punkten. Er verteidigte den Titel bei der nächsten EM 1989 in Athen erfolgreich.

Des Weiteren gelangen ihm 1982, 1986, 1989 jeweils Siege beim Internationalen Boxturnier um den Chemiepokal in Halle (Saale). Im Jahr 1986 nahm er zudem an den Amateurweltmeisterschaften in Reno teil, schied dort allerdings im Achtelfinale nach einer Punktniederlage gegen den Kubaner Teófilo Stevenson aus. Kaden nahm zweimal an Weltcupturnieren teil. 1983 in Rom wurde er mit einer Halbfinalniederlagen gegen Francesco Damiani Dritter, 1987 gewann er in Belgrad mit Siegen gegen Lennox Lewis, Azis Salihu und Wjatscheslaw Jakowlew.

Bei seiner Teilnahme an den Olympischen Spielen 1988 in Seoul verlor er in der zweiten Runde vorzeitig gegen Lennox Lewis, der anschließend auch die Goldmedaille gewann. Kaden gewann in seiner Laufbahn drei Mal gegen den dreimaligen Olympiasieger Teófilo Stevenson, bei allerdings auch sechs Niederlagen.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Junioreneuropameisterschaften: 2. Platz - 1978 Dublin (Irland)
  • Europameisterschaften: 3. Platz - 1981 Tampere (Finnland), 2. Platz - 1983 Warna (Bulgarien), 1. Platz - 1987 Turin (Italien), 1989 Athen (Griechenland)
  • Weltcup: 3. Platz - 1983 Rom (Italien), 1. Platz - 1987 Belgrad (Jugoslawien)
  • Chemiepokal Halle: 2. Platz - 1981/1983/1984/1988, 1. Platz 1982/1986/1989
  • TSC-Turnier Berlin: 1. Platz 1980/1984/1987/1988, 3. Platz 1983, 2. Platz 1985
  • Gee-Bee-Turnier Helsinki: 1. Platz 1984/1987/1989
  • Golden-Gloves Belgrad: 1. Platz 1979
  • Kopenhagen-Cup: 1. Platz 1987
  • Nationen-Cup Wien: 1. Platz 1986
  • French-Open Saint-Nazaire: 1. Platz 1988
  • Junioren-Turnier Schwerin: 1. Platz 1977
  • Trofeo-Italia Venedig: 2. Platz 1981, 1. Platz 1986
  • Turnier Ústí nad Labem: 1. Platz 1979/1982, 2. Platz 1980
  • DDR-Meister: 1980-1988

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ulli Kaden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien