Ullrich Fichtner

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Ullrich Fichtner (* 8. Mai 1965 in Hof) ist ein deutscher Journalist und Autor.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Ullrich Fichtner machte nach seinem Abitur zunächst ein Volontariat bei der Frankenpost in Hof und studierte anschließend bis 1994 Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft in Bremen und Berlin. Parallel zu seinem Studium arbeitete er für den Bremer Weser-Kurier, die Frankfurter Rundschau (FR) und für die internationale Nachrichtenagentur Associated Press (AP).

Seine erste Festanstellung führte ihn zur Wendezeit ins Berliner Büro der AP. 1994 wurde er Nachrichtenredakteur bei der Frankfurter Rundschau, ab 1996 einer der FR-Korrespondenten in Berlin. 2000 wechselte er nach Hamburg zum Zeit-Dossier. Seit 2001 ist er Reporter beim Spiegel. Mit seinem 2004 veröffentlichten Buch "Tellergericht. Die Deutschen und das Essen" wird Fichtner einem breiten Publikum bekannt.

Fichtner lebt mit seiner Familie in Paris.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

  • Fichtner wurde 2000 mit dem Journalistenpreis der deutschen Zeitungen, dem Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie Allgemeines und im selben Jahr als dritter Preisträger des Egon Erwin Kisch-Preis für seinen Beitrag "Die verlorene Ehre des Friedrich B.", erschienen in der FR, ausgezeichnet. Der Beitrag befasst sich mit der Psyche eines Polizeibeamten, der suspendiert wird und trotz seiner Rehabilitation beruflich am Ende ist.
  • 2001 wurde er erneut dritter Preisträger des Egon Erwin Kisch-Preis für seinen Beitrag "Die Strafkolonie von Moabit" im Zeit-Dossier.[1]
  • 2004 wurde Ullrich Fichtner mit dem 27. Egon Erwin Kisch-Preis für die beste deutschsprachige Reportage ausgezeichnet. Die Reportage "Das letzte Gefecht" dokumentiert den Irak-Krieg, insbesondere die Schlacht um Saddam Husseins Geburtsstadt Tikrit.[2]
  • Im Mai 2009 wurde Fichtner erneut zusammen mit einem Spiegel-Team mit dem Henri Nannen Preis ausgezeichnet, diesmal für die 35 Seiten umfassende Titelgeschichte "Das Kapital-Verbrechen" vom November 2008, in der Ursprünge und Verlauf der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise beleuchtet wurden. Der Artikel wurde auch mit dem 2009 erstmals vergebenen "Deutschen Reporter-Preis" ausgezeichnet.
  • 2011 erhielt Fichtner zusammen mit zehn weiteren Redakteuren des Spiegel den Henri Nannen Preis in der Kategorie "Besonders verständliche Berichterstattung (beste Dokumentation)" für das Stück „Ein deutsches Verbrechen“ über den Luftangriff bei Kunduz.[4]

[Bearbeiten] Werke

  • "Tellergericht. Die Deutschen und das Essen", Deutsche Verlags-Anstalt, München 2004, ISBN 3-421-05586-6

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://images.zeit.de/text/2000/37/Die_Strafkolonie_von_Moabit
  2. "Ullrich Fichtner mit Kisch-Preis ausgezeichnet" Stern vom 19. Juni 2004
  3. Die Journalisten des Jahres 2009. In: Medium Magazin online am 21. Dezember 2009, abgerufen am 14. Januar 2010.
  4. SPIEGEL-Redakteure mit Nannen-Preisen ausgezeichnet; Spiegel Online vom 6. Mai 2011
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