Ulmet

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ulmet (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ulmet
Ulmet
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ulmet hervorgehoben
49.5855555555567.4563888888889200Koordinaten: 49° 35′ N, 7° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Altenglan
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 7,1 km²
Einwohner: 723 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66887
Vorwahl: 06387
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 099
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 3–7
66885 Altenglan
Webpräsenz: www.ulmet.de
Ortsbürgermeister: Klaus Klinck
Lage der Ortsgemeinde Ulmet im Landkreis Kusel
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Ulmet ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Altenglan an. Ulmet ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Der Name Ulmet geht wohl zurück auf das lat. ulmetum = Ulmenwald.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt am Glan im Kuseler Musikantenland in der Westpfalz. Im Norden befindet sich Rathsweiler, im Süden Erdesbach.

Zu Ulmet gehören auch die Wohnplätze Felschbachhof und Mühlwieshof.[3]

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

Ulmet als eine keltische Gründung trägt einen Ortsnamen keltischer Herkunft, gleich den Namen von Kusel (Cosla) und Altenglan (Gleni). Auch der Flussname Glan ist keltischer Herkunft.

In einer Urkunde des Klosters Remigiusberg von 1267 erscheint der Name Ulmet zum ersten Mal, und zwar als Olmone.[4] Weitere Namensformen sind: 1364 Olmut, 1387 Olmüth, 1416 Olmud, 1422 Olmaon, Olmont, 1436 Olmudt, 1446 Olmut, 1456 Ollemont, 1460 Olmud und Olmudt, 1477 Olmuett, 1480 Olmüt, 1544 Olmeth, 1588 Ulmeth, Ulmüth, 1634 wieder Olmeth, 1756 Ulmeth und etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts, durch Wegfall des h am Namensende, endlich mit der heutigen Schreibweise. Man sollte hierbei bedenken, dass unterschiedliche Schreibweisen oft auf die Unbedachtheit fürstlicher Schreiber zurückzuführen sind.

Der auf der rechten Glanseite liegende Ortsteil Pielsbach war bis in das 14. Jahrhundert hinein ein selbstständiger Ort. Er erstreckt sich entlang des in den Glan mündenden gleichnamigen Baches und hieß nach ältesten Überlieferungen Pelsbach/Pilsbach (1364), Pelesbach (1381), Pilßbach (1433), Pielsbach (1585). Der gleichnamige Bach erscheint in den Jahren 1585-1588 ebenfalls als Pielsbach. Dolch und Greule führen diesen Namen auf einen vorgermanischen Gewässernamen Pelisa zurück, dem in germanisch-deutscher Zeit das Grundwort -bach angefügt wurde.

Ulmet gehörte bis zur Französischen Revolution zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ulmet besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen geht auf ein Siegel aus dem 18. Jahrhundert zurück und bezieht sich auf das Amt Ulmet, nicht aber auf den Ort Ulmet. Das Unteramt Ulmet war dem Oberamt Lichtenburg untergeordnet.

Der Löwe ist das Symbol für die Herrschaft der Grafen von Veldenz und später der Herzöge von Zweibrücken. Der blaue Wellenbalken stellt den Glan dar der mitten durch Ulmet fließt. Die verschlungenen Buchstaben A und V für A(mt) V(lmet) sind in Siegeln des Amtes Ulmet seit 1753 überliefert.[6] Genehmigung: Am 4. April 1979 durch die Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz in Neustadt/Weinstraße.[7]

Beschreibung: "Durch einen blauen Wellenbalken von Silber und Gold geteilt, oben ein schreitender rotbewehrter und -bezungter blauer Löwe, unten die verschlungenen Großbuchstaben A und U."

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die denkmalgeschützte Pfarreikirche, seit Jahrhunderten Flurskapelle genannt, stammt aus dem Jahr 1091.

Der acht Kilometer lange Gewässerlehrpfad verläuft von Ulmet nach Erdesbach.

Die Kappeler Brücke wurde erstmals 1542 erwähnt. Der Neubau von 1748 fiel dem Hochwasser 1784 zum Opfer. Seit dem darauffolgenden Wiederaufbau hat die Brücke bis heute Bestand.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Ulmet gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule.

Der Ort liegt an der B 420. Im Südwesten befindet sich die A 62. In Altenglan ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Landstuhl–Kusel. Ulmet selbst verfügte von 1904 bis 1991 einen Bahnhof an der inzwischen stillgelegten Glantalbahn.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ulmet – Sammlung von Bildern

Webseite der Gemeinde Ulmet

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 97 (PDF; 2,16 MB)
  4. Remling 1856 S. 89, Beilage 9.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. LA Speyer, B 2 Nr. 881 fol 235v
  7. Vgl. Debus o. J. S. 148.