Ulrich Hartmann (Manager)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ulrich Hartmann (* 7. August 1938 in Berlin; † 13. Januar 2014) war ein deutscher Industriemanager und Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender der Energiekonzerne VEBA bzw. E.ON AG.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn des früheren Finanzstaatssekretärs und VEBA-Vorstandsvorsitzenden Alfred Hartmann studierte nach dem Abitur in Bonn von 1958 bis 1967 Rechtswissenschaften an den Universitäten München, Berlin und Bonn. Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete er bis 1971 zunächst für die Treuarbeit AG in Düsseldorf als Wirtschaftsprüfer. 1971 bis 1972 war er Vorstandsassistent bei der Deutschen Leasing AG.

Ab dem Jahr 1973 arbeitete Hartmann für die VEBA Kraftwerke Ruhr AG in Gelsenkirchen. Bis 1975 war er dort Justitiar, danach bis 1980 Leiter des Vorstandsbüros. 1980 wurde Hartmann Vorstandsmitglied der VEBA-Tochter Nordwestdeutsche Kraftwerke AG (NWK) in Hamburg, verantwortlich für Finanz-, Rechnungswesen, Recht und Steuern. 1985 fusionierte die NWK mit der PreussenElektra und Hartmann wurde von 1985 bis 1989 Finanzvorstand der PreussenElektra AG.

Seit 1989 war Hartmann auch Finanzvorstand des VEBA-Mutterkonzerns. Nach dem Unfalltod des vorherigen VEBA-Chefs Klaus Piltz wurde Hartmann im April 1993 zum neuen Vorstandsvorsitzenden und behielt dieses Amt auch nach der im Jahr 2000 erfolgten Fusion mit VIAG zur E.ON AG. Hartmann galt als Verfechter einer Unternehmenspolitik, die den Shareholder Value in den Vordergrund unternehmerischen Handelns stellte.

Im Mai 2003 wurde Wulf Bernotat zu seinem Nachfolger im Amt des Vorstandsvorsitzes gewählt. Hartmann wechselte an die Spitze des E.ON-Aufsichtsrates (bis Mai 2011). Darüber hinaus war er Aufsichtsrat mehrerer Unternehmen wie Daimler und Henkel sowie Aufsichtsratsvorsitzender von RAG und Munich Re; den Vorsitz im Aufsichtsrats der IKB Deutsche Industriebank gab er im März 2008 aus Altersgründen an Werner Oerter ab.

Weiterhin war Hartmann in Deutschland als Honorarkonsul Norwegens tätig.

Ulrich Hartmann war verheiratet und Vater zweier Kinder.

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wer ist Ulrich Hartmann? In: Kraftwerk Irsching. E.ON Kraftwerke, abgerufen am 14. Dezember 2012.
  2. Kraftwerk Ulrich Hartmann im bayerischen Irsching eingeweiht. In: Kraftwerk Irsching. E.ON Kraftwerke, 15. September 2011, abgerufen am 14. Dezember 2012: „Das neue Kraftwerk bei Ingolstadt trägt den Namen „Kraftwerk Ulrich Hartmann“. Damit setzt E.ON eine Tradition aus den Zeiten ihrer Vorgängerunternehmen fort, technisch wegweisende Kraftwerke nach Persönlichkeiten zu benennen, die sich besondere Verdienste um das Unternehmen erworben haben.“