Ulrich Jahn

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Ulrich Jahn (* 15. April 1861 in Züllchow bei Stettin; † 20. März 1900 in Berlin) war ein deutscher Germanist und Erzählforscher.[1][2]

Jahn studierte Theologie und Germanistik in Leipzig, Berlin und Breslau. Er promovierte bei Karl Weinhold. Ab 1885 arbeitete er als Oberlehrer in Stettin. Er widmete sich dem Erfassen von Sagen in Pommern, sein Bestand umfasste 670 Sagen, von denen er nach eigener Aussage 2/3 selbst gesammelt hatte. Später begann er mit dem Sammeln von Bauerntrachten und Bauerngerätschaften. Zusammen mit dem Bankier Alexander Meyer-Cohn und dem Arzt Rudolf Virchow gründete er 1889 das Museum für deutsche Volkstrachten und Erzeugnisse des Hausgewerbes, aus dem das Berliner Museum für Volkskunde hervorging. Die erhaltenen Bestände wurden 1999 vom Museum Europäischer Kulturen übernommen.

Schriften[Bearbeiten]

  • Die deutschen Opfergebräuche bei Ackerbau und Viehzucht. 1884
  • Hexenwesen und Zauberei in Pommern. 1886.
  • Schwänke und Schnurren aus Bauernmund. 1889.
  • Volksmärchen aus Pommern und Rügen. Norden/Leipzig, 1891.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Ulrich Jahn – Quellen und Volltexte
 Commons: Ulrich Jahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. zeno.org
  2. Katarina Berger: Erzählungen und Erzählstoffe in Pommern 1840 bis 1938. Waxmann Verlag, 2001, ISBN 978-3-89325-869-7