Ulrich Mann (Theologe)

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Ulrich Mann (* 11. August 1915 in Stuttgart; † 13. März 1989 in Tutzing) war ein evangelischer systematischer Theologe.

Mann lehrte in Tübingen, ab 1962 in Saarbrücken. Ursprünglich in der Tradition der Dialektischen Theologie denkend (Vom Wesen des Protestantismus, 1964), beschritt er später Wege, die sich positiver mit dem Phänomen Religion auseinandersetzten, so bereits in seinem Werk Das Christentum als absolute Religion (1970).

Mann gehört zu den Anregern und Querdenkern im Protestantismus des 20. Jahrhunderts. Konsequent versuchte er einen Weg zu gehen, der „synoptische“, zusammenschauende Denken, das Tiefenpsychologie, Religionsphilosophie und Theologie mit empirischer Religionswissenschaft verband.[1] Die Religion in den Religionen (1975) stellt einen religionstheologischen Entwurf dar. Von 1970 bis 1987 stand Ulrich Mann als Präsident dem Bund für Freies Christentum vor.

In seinen späten Jahren hat er sich mit dem Werk von Gustav Mensching auseinandergesetzt und insbesondere den Gedanken der „materialen Toleranz“ (bei Mensching: „inhaltliche Toleranz“) rezipiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gert Hummel (Hrsg.): Synopse. Beiträge zum Gespräch der Theologie mit ihren Nachbarwissenschaften. Festschrift für Ulrich Mann zum 11. August 1975. Darmstadt 1975.
  • Ulrich Mann. In: Udo Tworuschka: Religionswissenschaft. Wegbereiter und Klassiker. UTB 3492, Köln, Weimar, Wien 2011, S. 268–284

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ulrich Mann: Einführung in die Religionsphilosophie, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1970.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Kurzbiografie (PDF; 66 kB) auf der Website der Universität des Saarlandes