Ulrich von Sax

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Dieser Artikel behandelt den Oberbefehlshaber der Schweizer Armee, für den Abt von St. Gallen siehe Ulrich von Sax (Abt).

Ulrich von Sax (auch von Hohensax) (* ca 1462; † 23. August 1538 in Bürglen TG) war ein Schweizer Diplomat, Söldnerführer, Militärunternehmer und erster Oberbefehlshaber der Schweizer Armee.

Leben[Bearbeiten]

Familie[Bearbeiten]

Als Sohn des Freiherrn Albrecht von Hohensax und der Ursula Mötteli wurde Ulrich von Sax in die damalige Führungsschicht der Ostschweiz hineingeboren. Er war Besitzer der Herrschaften Sax-Forsteck im Rheintal (später an die Stadt Zürich) sowie Bürglen im Thurgau. Er war zweimal verheiratet mit Agnes von Lupfen und dann mit Helena von Schwarzenberg (Tochter des Freiherrn Johann von Schwarzenberg).

Militärische Laufbahn[Bearbeiten]

1476-77 nahm er unter der Führung von Hans Waldmann an den Burgunderkriegen teil. 1485 war er am Möttelihandel zugunsten seines Onkels beteiligt. 1486 wurde er Bürger der Stadt Zürich. Von 1487 bis 1497 trat er im Dienst der Habsburger als Söldnerführer auf und kassierte dafür Provisionen. Beim Schwabenkrieg von 1499 schlug er sich auf die eidgenössische Seite, auf der er an der Schlacht bei Frastanz teilnahm. 1501–1503 sowie 1508–1509 war er wieder als Söldnerwerber zugunsten der Habsburger tätig, nicht immer mit dem Einverständnis aller Eidgenossen. Im Pavierzug 1512 wirkte er als eidgenössischer Oberbefehlshaber. Und ab 1516 stand er in Diensten des Königs von Frankreich.

Diplomatische Laufbahn[Bearbeiten]

Ab 1501 war Ulrich von Sax kaiserlicher Gesandter bei den Eidgenossen. 1503 vertrat er die Eidgenossen im Frieden von Arona gegenüber dem König von Frankreich. Dadurch wurden das Bleniotal, die Riviera sowie Bellinzona definitiv eidgenössisch. 1511 war er die treibende Kraft für eine erneuerte Einung mit Habsburg. 1521 schlichtete er einen Streit unter den Eidgenossen in dem es um Mendrisio und Balerna ging.

Literatur[Bearbeiten]