Ulrike Tauber

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Ulrike Tauber Schwimmen
Bundesarchiv Bild 183-T0211-0027, Ulrike Tauber.jpg

Ulrike Tauber bei den DDR-Hallenschwimmmeisterschaften in Rostock (1978)

Persönliche Informationen
Name: Ulrike Tauber
Nationalität: Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik
Schwimmstil(e): Lagen, Rücken, Schmetterling
Geburtstag: 16. Juni 1958
Geburtsort: Karl-Marx-Stadt
Größe: 1,73 m
Medaillenspiegel

Ulrike Tauber (* 16. Juni 1958 in Karl-Marx-Stadt) ist eine ehemalige deutsche Schwimmerin, die für die DDR startete. Sie war Weltschwimmerin 1974 und 1977.

Werdegang[Bearbeiten]

Ihren ersten großen Erfolg feierte sie mit dem Gewinn der Goldmedaillen bei den Europameisterschaften 1974 in Wien über 200 Meter und 400 Meter Lagenstrecke. Außerdem gewann sie Silber über 100 Meter und 200 Meter Rücken. Ihre nächsten Erfolge waren der Weltmeistertitel über 400 Meter Lagen bei den Weltmeisterschaften 1975 in Cali sowie der Sieg bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal über die gleiche Strecke. Des Weiteren gewann sie bei diesen Sommerspielen die Silbermedaille über die 200 Meter Schmetterlingdistanz. Im Jahr darauf konnte sie bei den Europameisterschaften 1977 in Jönköping beide Titel über die beiden Lagenstrecken verteidigen.

Bei den Schwimmweltmeisterschaften 1978 in West-Berlin konnte sie ihren Titel über 400 Meter Lagen nicht verteidigen, wobei sie sich nur dern US-Amerikanerin Tracy Caulkins geschlagen geben musste und die Silbermedaille gewann. Über 200 Meter Lagen wurde sie Dritte.

Nach den Olympischen Spielen 1980 in Moskau, bei denen sie keine Medaille mehr gewinnen konnte, trat sie vom Leistungssport zurück und wurde Ärztin. Im Jahr 1988 wurde sie in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen. 1976 wurde sie mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber ausgezeichnet.[1]

DDR-Doping[Bearbeiten]

Im Zuge des DDR-Dopingprozesses und den damit im Zusammenhang stehenden Nachforschungen und Archivaufarbeitungen der Doping-Praktiken der DDR-Mediziner und Sportfunktionäre wurden unter anderem Dopingplan-Vorgaben von Ulrike Tauber gefunden. Für Tauber wurde sowohl ein ärztliches Dopingprogramm, als auch eine anschließende Wiederherstellungstherapie entwickelt.[2] Weiters ist sie eine jener Sportlerinnen, die eine Doping-Mitwisserschaft zugeben.[3][4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ulrike Tauber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neues Deutschland, 10. September 1976, S. 4
  2. „Kinder – Spielbälle für Mediziner und Trainer“ online bei der Berliner Zeitung, 8. April 1994; Stand: 6. Mai 2009.
  3. „Exklusives Forum für eine aufrüttelnde Debatte“ online bei der Berliner Zeitung, 18. Oktober 1997; Stand: 6. Mai 2009.
  4. „Die Dopingschlinge zieht sich zu“ bei Spiegel Online, 5. September 2000; Stand: 6. Mai 2009.